Pfarrei Schröck v.2004
St. Michael & St. Elisabeth
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Pfarrer in Schröck
Weihbischof Christoph Ignaz von Gudenus

Im Kirchenbuch der Pfarrei ist im Einband die "Aktennotiz" zur Kirchweih eingeklebt---[ CD-ROM ]

 
Weihbischof Christoph Ignaz von Gudenus weihte am 30.9.1726 die Pfarrkirche in Schröck
 

In der Reformationszeit war das Pfarrdorf Schröck durch die Landgrafen von Hessen evangelisch geworden, wurde aber nach dem Übergang an das Hochstift Mainz im Jahre 1608 wieder katholisch. Urkundlich erscheint "Scrickede" erst im Jahre 1226 und hatte damals schon einen Pfarrer.

Der eigenartige Ortsname geht wohl - wie alle Schrecken-Flurnamen (vgl. Schrecksbach bei Ziegenhain) auf ein altes Wort "scric" für Riß, Sprung zurück. Die Seelsorge übte das Kollegiatstift Amöneburg aus. 1821 wurde Schröck Filiale von Roßdorf und 1884 wieder selbständige Pfarrei.

Die barocke Pfarrkirche St. Michael wurde in den Jahren 1712 bis 1720 erbaut, vermutlich nach einem Plan des Kasseler Baumeisters Karl du Ry. Die Weihe erfolgte erst 1726 durch den Mainzer Weihbischof in Erfurt, Christoph Ignaz von Gudenus.

Laut Schröcker Chronik (Nau, 102) war er Generalvikar von Thüringen, Hessen und Eichsfeld.

Dr. Bernhard Opfermann (Hildesheim) weiß über die Familiengeschichte des Konsekrators unserer Pfarrkirche (Gottesdienstordnung, 29.5.-5.6.1988) zu berichten:

"Johann Moritz von Gudenus, geb. 1639 in Heiligenstadt, gest. 1688 in Erfurt, war der jüngste Sohn des reformierten Pfarrers und Konvertiten Moritz Gudenus. Er war Jurist und Schriftsteller. Gleich seinem ältesten Bruder studierte er in Würzburg und Ingolstadt Rechtswissenschaft, wurde Assessor am kurfürstlichen Gericht in Erfurt, Universitätsprofessor und Stadtschultheiss ebenda. Er war Dr. beider Rechte und 1680-82 Rektor der Uni Erfurt.
Er heiratete Maria Katharina Röning aus Duderstadt, die Schwester des berühmten Komissarius Herwig Röning. Ihrer Ehe entsprossen 13 Kinder, darunter Söhne, von denen Christoph Ignaz (1726-47) Weihbischof in Erfurt und Johann Leopold (1711-13) Weihbischof in Worms waren. 1797 wurde ihm und seinem Bruder Johann Daniel im Erfurter Dom ein Gedenkaltar mit Inschrift gesetzt, nachdem er früh gestorben war."

From: "Josef Gudenus" <jm.gudenus@teleweb.at>
To: <Stefan@kroenung.de>
Date: Tue, 9 Feb 1999 22:13:17 +0100


Sehr geehrte Verfasser der Webpage Katholische Pfarrgemeinde in Schröck und Moischt!

Über eine Internet Suche bin ich auf Ihre Homepage gestoßen, die mich sehr angesprochen hat. Im besonderen habe ich mit großem Interesse die geschichtlichen Ausführungen über die Pfarrei Schröck und den Schröcker Brunnen gelesen. Es wird Sie vielleicht interessieren, daß ich ein Nachkomme des Mannes bin, der Ihre barocke Pfarrkirche St. Michael 1726 eingeweiht hat: des Erfurter Weihbischofs, Christoph Ignaz von Gudenus. Obwohl mir über ihn schon einiges bekannt war, ist es doch immer wieder faszinierend auf neue geschichtliche Spuren zu stoßen. Sollten Sie über weitere Quellen seines Wirkens verfügen, bin ich Ihnen für jeden Hinweis dankbar.

Für die Gestaltung Ihrer Informationsseiten und alle Ihre ehrgeizigen Vorhaben wünsche ich Ihnen alles Gute und sende herzliche Grüße und Gottes Segen an die ganzen Kirchengemeinde

Graf Josef von Gudenus
Wien

From: "Josef Gudenus" <jm.gudenus@teleweb.at>
To: <Stefan@kroenung.de>
Date: Sat, 13 Feb 1999 18:01:13 +0100

Vielen herzlichen Dank für die gesendete Bilddatei, der "Aktennotitz", die gut angekommen ist. Selbstverständlich gibt es einiges über den Weihbischof Christophl Gudenus zu berichten (es gibt ein Ölbild von ihm) und ich werde Ihnen gerne etwas zusammenstellen.

jmgudenus@teleweb.at

Digitalisierung von pfarrgeschichtlichen Quellen und Abhandlungen

Der Schröcker Brunnen - Elisabethbrunnen (E. Sturm)

[Digitalisierung von pfarrgeschichtlichen Quellen und Abhandlungen Nr. 14
gudenus.htm | 09.02.99
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