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St. Michael & St. Elisabeth
 
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Kirchengemeinde Schröck gedenkt ihrer Kindergartenschwester Remigia

Die liebenswürdige und tatkräftige Frau verstarb hochbetagt in Fulda

Unvergessen ist im Marburger Stadtteil Schröck Schwester Remigia Agnes Theresia Föth, die in den zurückliegenden Sommerferien ( 10. Juli 2001 ) nach kurzem Leiden verstarb und in Fulda begraben wurde.

Fast 40 Gemeindemitglieder waren Ihrem Begräbnis auf dem Frauenberg dabei. Am kommenden Sonntag, 12.8.01 feiert die Pfarrei St. Michael und St. Elisabeth einen Gedächtnisgottesdienst für die Frau, die bald 40 Jahre Kinder in Schröck behütet, begleitet, bewahrt und gelehrt hat.

Pfarrer Stefan Krönung, der sie im vergangenen November noch als Ehrengast auf dem Mitarbeiteierfest der Gemeinde begrüßen durfte möchte an "die fröhliche und glaubenstarke Frau erinnern, an Ihr Wirken in unserem Dorf erinnern und ihr Danke sagen!" (digitales Foto)

Schwester Remigia war am 28. August 1915 in Anzefahr, Kreis Marburg, geboren und trat mit 22 Jahren in die Gemeinschaft der Vinzentinerinnen ein. In der ersten Profess, am 8. Oktober 1940 übergab sie ihr Leben Gott und bekräftigte ihre Hingabe am 15. Oktober 1946 durch die Profess auf Lebenszeit.

In den ersten Jahren ihrer Tätigkeit war Schwester Remigia in den Kindergärten in Fulda und Großauheim eingesetzt. Durch das nationalsozialistische Regime bedingt, lernte sie von 1943-1945 die Krankenpflege, was ihr in späteren Jahren, als sie als Kindergartenleiterin in Schröck eingesetzt war, zugute kam. Hier wirkte

Schwester Remigia 39 Jahre als tatkräftige, frohe und zuverlässige Schwester, die in ihrer herzhaften Art vielen Kindern die Grundwerte christlichen Lebens vermittelte.

Zusammen mit Kaplan Trageser schaffte sie es im Jahr 1957 durch Spenden und Mitarbeit vieler tatkräftiger Helferinnen und Helfern den Neubau des Schröcker Kindergartens in die Tat umzusetzen.

Von 1984-1997 war Schwester Remigia auf der Mutter-Kind-Station im Gertrudisheim in Marburg. Auch hier konnte sie aus dem Schatz ihrer reichen Lebenserfahrung an die ihr Anvertrauten weitergeben. 1997 zog Schwester Remigia in das Schwesternaltenheim St. Hedwigstift Fulda-Horas um. Mit großem Eifer übernahm sie an ihrem Lebensabend das Apostolat des Gebetes.

Die Pfarrgemeinde dankt Gott für das gelebte Glaubenszeugnis von Schwester Remigia, ihre segensreiche Arbeit und ihr Gebet.

Der Gedenkgottesdienst ist am Sonntag, 12. August, 10 Uhr in der Pfarrkirche Schröck.

www.barmzerzige-schwestern-fulda.de

[Digitalisierung von pfarrgeschichtlichen Quellen und Abhandlungen Nr. 24
kindergat.htm | 12.03.02
Für Fehler keine Haftung. Nur für den Privatgebrauch. ] 

Die Erbauerin des Schröcker Kindergartens ist verstorben- Schwester Remigia vom Orden der Vinzentinnerinnen

Noch 1974 konnte die Dorfchronisten schreiben: "Im Laufe der Jahre konnte im Wohnhaus der Schwestern Platz geschaffen werden zur Aufnahme von altersschwachen, pflegebedürftigen Frauen, die ihren Lebensabend in treuer Obhut der Schwestern verbringen können. Daß die Schwestern auch noch andere Aufgaben zum Wohle der Gemeinde erfüllen, sei es am Sterbebett oder in der Pfarrkirche St. Michael als Küster, sei noch erwähnt. So ist aus der Stiftung der Eheleute Hartmann eine Stätte entstanden, von der für alle Bewohner, ob jung oder alt, viel Segen ausgegangen ist und noch weiter ausgehen wird. Wenn irgendein Weh drückt, dann sind oft die Schwestern die ersten Helfer. (Nau, 329).

Der Kindergarten wurde am 16.12.1991 im Einverständnis mit dem Landesjugendamt geschlossen und später an die Stadt Marburg abgegeben. In der Pfarrei Schröck gibt es kein Schwesternhaus mehr. Die Caritas-Sozialstation am Richtsberg in Marburg bietet die Pflege der Hauskranken im Stadtteil an. Die Maltesergründung im Jahr 2000 in Schröck weiss sich dem Auftrag der Mitmenschlichkeit verpflichtet.

Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul verschwanden, nachdem Sie Ihren Dienst getan hatte. Sie haben ihr Werk vollbracht in all den Jahren, nicht zuletzt durch den Aufbau und die Inbetriebnahme eines Kindergartens. Die guten Werke haben sie getan, die Gott ihnen zu seiner Ehre und zum Wohlergehen der Menschen "zu tun im voraus bereitet" habe, wie es nach einem Hinweis auf ein Wort des Apostels Paulus zu sagen wäre. Sie haben die guten Werke getan, die es zu tun gegolten habe. Im Hören auf Christi Ruf, der sich durch die Nöte der Zeit an sie gewendet habe, haben sie erkannt, was jeweils "notwendend" gewesen war. Sie haben die Kranken gepflegt, sich der Alten und Hilfsbedürftigen angenommen, haben Hungrige gespeist, die Bedrückten aufgerichtet, Sterbende begleitet und die Toten für den Abschied vorbereitet. Es sind die Werke der Barmherzigkeit, von denen das Evangelium künde. Dafür wird  ihnen auch in Schröck zu Recht Anerkennung und Dank gesagt.
Es ist ein Schmerz, dass Schwestern aus Nachwuchsmangel in den letzten Jahren so viele Aufgaben abgeben müssen. "Warum Gott das zulässt, weiß ich nicht. Aber ich bin mir gewiss, dass Kirche und Gesellschaft durch jeden Weggang von Schwestern, durch jede Aufgabe von Schwesternstationen große Verluste erleiden", erklärte der Weihbischof. Deshalb sei es sein innigstes Gebet, "dass Gott uns, unsere ganze Gesellschaft und Kirche, bekehrt, damit er sich wieder uns zukehren kann mit den Gaben der Berufungen zum Ordensleben." Trotz dieser Sorge dürfe man aber heute mit großer Freude auf die Vergangenheit schauen, meinte Schick. Großes habe Gott durch die Schwestern getan, viele gute Werke an uns bereitet. Durch ihr wirtschaftliches, technisches, besonders aber ihr menschliches Know-how und ihren Einsatz sei in Hünfeld Großes geworden. Die Schwestern dürften getreu der Lehre ihres Ordensgründers dankbar und stolzerhobenen Hauptes von hier weggehen, ohne Resignation und Pessimismus. (/2002)