Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Der Lektorendienst in der Pfarrkirche

Lektor- und Kommuniohelfer (Zurück)
 

Was ist ein Lektor? Was ist die Lektorin?

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Ein Liturgisches Handbuch formuliert eindeutig knapp: "Lektor ist ein mit dem Vorlesen der Schriftperikopen im Gottesdienst beauftragtes Gemeindemitglied."

Die Geschichte dieses Amtes mögen ein paar Notizen aufzeigen: "Der zunächst im Einzelfall geleistete Dienst verfestigte sich sehr früh zu einem eigenen Amt, das allmählich zum Klerus gerechnet wurde. Es war die einzige Niedere Weihe, die sich in allen Riten auch des Ostens durchgesetzt hat. Als später das Evangelium dem Diakon und Priester und die Epistel im römischen Levitenamt dem Subdiakon vorbehalten wurden, verlor der Lektor seine eigentliche Funktion. Seit dem 10. Jh. wird die Lektorenweihe im Rahmen der vier Niederen Weihen zu einer rein formellen Vorbereitungsstufe auf die Priesterweihe ohne eigentliche Funktion. - Durch das Apostolische Schreiben Pauls VI wurden 1972 die Niederen Weihen aufgehoben, das Lektorenamt jedoch im Sinn eines Dienstes beibehalten und aufgewertet.

Die Beauftragung erfolgt durch den Bischof oder höheren Ordensoberen innerhalb einer Meßfeier oder eines Wortgottesdienstes. Nach dem Evangelium werden die Kandidaten aufgerufen und treten vor den Bischof (Ordensoberen). Dieser weist am Schluß einer Homilie auf die besondere Aufgabe und Verantwortung der Lektoren hin und macht deutlich, daß ihr Dienst weit über die Verlesung der liturgischen Perikopen hinausgeht: ,,Ihr sollt das Wort Gottes in der gottesdienstlichen Versammlung vortragen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Glauben unterweisen und zum würdigen Empfang der Sakramente führen. Ihr sollt diese frohe Botschaft aber auch denen verkünden, die sie noch nicht kennen ...."

Anschließend spricht der Bischof ein Fürbitt- und Segensgebet und übergibt ihnen die Heilige Schrift. Zum Lektor können nicht nur die Kandidaten für das Weihesakrament ( vgl. Aufnahme...) beauftragt werden, sondern auch Laien, allerdings gemäß kirchlicher Tradition nur Männer. - Der vorstehende Ritus findet sich in einem Faszikel des Römischen Pontificale vom 3.12.1972 und erschien 1974 in deutscher Adaptation unter dem Titel "Die Beauftragung von Lektoren, Akolythen und Kommunionhelfern".

Ausblick

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In den Gemeinden des Bistums Fulda gibt es bislang keine "offizielle" Beauftragung der Lektoren, wie sie für die Kommunionhelfer längst eingeführt ist. Lediglich die Priesteramtskandidaten werden mit diesen Diensten beauftragt, wie kürzlich in Stadtallendorf geschehen. (Vgl. Bonifatiusbote)

Wünschenswert ist es, den für wichtig erkannten Dienst, auch wieder von bischöflicher Seite her aufzuwerten – und dann auch geeignete Formen zu suchen, den Frauen in diesem Amt gerecht zu werden, die in Mehrheit diesen Dienst faktisch ausüben. Das liegt aber nicht in unseren Händen.

Frauen und Männer ab der Firmung kommen für diese Aufgabe in Frage (i.d.R. 14 Jahre).

Jeweils zwei Lektoren übernehmen Lesungen und Fürbitten und ggf. Meditationstexte im Gottesdienst. In regelmäßigen Abständen finden Treffen der Lektoren für Übungen und Dienstabsprachen statt. Lektorenkurse und Fortbildungen werden angeboten. Derzeit üben diesen Ehrendienst 19 Frauen und Männer in unserer Pfarrgemeinde aus.

Das Projekt Bibelkreis ist noch immer nicht weiter gediehen, ist mir aber nach wie vor wichtig, vor allem auch, um sich inhaltlich mit dem auseinander zusetzen, was Sie der Gemeinde "vorsetzten" an geistiger Kost.

Seit dem Advent 2002 läuft das Projekt "Gemeindeevangeliar" - das Gottes Wort wird handschriftlich von Woche zu Woche in unsere großes Buch geschrieben und im Sonntagsgottesdienst verlesen.

Aus der Konzilskonstitution
Dei verbum Nr. 21
Die Kirche hat die Heiligen Schriften immer verehrt wie den Herrenleib selbst, weil sie, vor allem in der heiligen Liturgie, vom Tisch des Wortes Gottes wie des Leibes Christi ohne Unterlass das Brot des Lebens nimmt und den Gläubigen reicht.
In ihnen zusammen mit der Heiligen Überlieferung sah sie immer und sieht sie die höchste Richtschnur ihres Glaubens, weil sie, von Gott eingegeben und ein für alle Male niedergeschrieben, das Wort Gottes selbst unwandelbar vermitteln und in den Worten der Propheten und der Apostel die Stimme des Heiligen Geistes vernehmen lassen.
Wie die christliche Religion selbst, so muss auch jede kirchliche Verkündigung sich von der Heiligen Schrift nähren und sich an ihr orientieren.

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Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11

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