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Bischof errichtet zum 3.12. den Pastoralverbund
St. Bonifatius Amöneburg
Mit Schreiben vom 27.11.2006 an
die Pfarrer errichtet Bischof Heinz Josef Algermissen auf der Grundlage von
Art. 4, Abs. 1 des Grundstatuts für Pastoralverbünde im Bistum Fulda vom 1.
März 2006 (KA Fulda, St. IV, Nr.49; im folgenden: GS) mit Dekret zum
03.12.2006 den Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg. Moderator dieses
Pastoralverbundes ist Regionaldechant Msgr. Bernhard Klatt, Pfarrei St.
Johannes der Täufer, Amöneburg.
Die Pfarrer tragen die seelsorgliche Verantwortung für die betreffenden
Pfarrgemeinden. In seinem Schreiben erwartet der Bischof dass die Pfarrer
den Moderator in seiner Sorge für die Zusammenarbeit im Pastoralverbund und
in der pastoralen Dienstgemeinschaft unterstützen. Dies gilt insbesondere
für die Teilnahme am Dienstgespräch gem. Art. 7, Abs. 3 GS, für die
Mitarbeit im Pastoralverbundsrat gem. Art. 8 GS sowie für die Teilnahme am
Pfarrerkollegium gem. Art. 14 GS.
Frühjahr 2006:
Der "Pastorale
Prozess" im Bistum
Fulda unter dem Motto "Um der Menschen willen - gemeinsam auf der
Suche nach Gott" will nach dem Willen von Bischof Heinz Josef
Algermissen eine Antwort der Kirche auf die veränderten
Lebensbedingungen der Menschen zwischen Kassel und Hanau, Fulda und
Marburg sein. Seit einigen Jahren werden dazu "Pastoralverbünde"
gebildet. Das sind Seelsorgs-Einheiten, die mehrere Pfarrgemeinden zur
verbindlichen Kooperation führen.
Die Pfarreien Amöneburg mit Rüdigheim, Mardorf und Erfurtshausen,
Roßdorf, Schröck, Bauerbach mit Ginseldorf, Anzefahr mit Himmelsberg,
Sindersfeld und Stausebach sowie die Pfarrei Kirchhain bilden zukünftig den
"Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg", in dem derzeit neben den
Franziskanern in Kirchhain sechs weitere Priester, ein Diakon und zwei
hauptamtliche pastorale Mitarbeiterinnen tätig sind.
Die ersten Gehversuche in dieser neuen Struktur machen die
hauptamtlichen Pfarrer und Mitarbeiter bereits: Sie treffen sich in
regelmäßigen gemeinsamen Dienstbesprechungen. Jetzt ziehen Sie darüber
hinaus los: Woche für Woche sind sie in einer anderen Kirche des
Verbundes und stimmen mit den Gläubigen das gemeinsame Abendlob an.

"Der Start war in der Stiftskirche Amöneburg. In der
darauf folgenden Woche war die kleine Kirche St. Antonius
in Rüdigheim an der Reihe", berichtete Dechant Bernhard Klatt. In der Vergangenheit
hatte er sich mit Briefen an die einzelnen Gemeinden gewandt und immer
wieder beruhigt, dass bei aller Veränderung die "Kirchen im Dorf
bleiben".
In der barocken Pfarrkirche St. Michael und St. Elisabeth in
Marburg-Schröck werden die Mitchristen aus dem Pastoralverbund am
Sonntag (11. Juni) erwartet. Der 41jährige Schröcker Pfarrer Stefan
Krönung ist sich sicher: "In Oberhessen ist so schnell keine Kirche von
der Schließung bedroht. Dort, wo Gemeinde lebt, sozial tätig ist,
Gottesdienst feiert und den Glauben verkündet und lebt, sind Kirchen
zentrale Versammlungsorte."
Zwar habe die Deutsche Bischofskonferenz ermittelt, dass etwa 700
katholische Gotteshäuser in Deutschland in absehbarer Zeit geschlossen
werden, aber aus der mittelhessischen Region sei keine Kirche bedroht.
Krönung ist vom Gegenteil überzeugt: "die Menschen feiern täglich
Gottesdienst. Und am Sonntag wird es für die etwa 10.500 Katholiken des
Verbundes auf absehbare Zeit die Messfeier mit dem Priester geben."
Stefan Krönung, Pfr.
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