PfarreiiSchröckx2007
St. Michael & St. Elisabeth
 
 HOME
 
 GEMEINDE
 
 GOTTESDIENST
 
35043 Marburg-Schröck
Kettelerstr. 12 Tel. 06424/ 92230

 
 
Pfarrei | Gruppen und Kreise weiter 


"Christsein auf Füßen"
Wallfahrt und Pilgerschaft

Links Pilger willkommen! Pilgersegen Jakobuswallfahrt

[  Gerne erteile ich Ihnen im Anschluss an unsere »Gottesdienste
den Pilgersegen. ]

Das christliche Leben nährt sich nicht nur aus der Liturgie, sondern zudem aus den vielfältigen Formen der Volksfrömmigkeit (...). Die Kirche ist darauf bedacht, die Volksfrömmigkeit durch das Licht des Glaubens zu erhellen; sie begünstigt diejenigen Formen, in denen sich ein dem Evangelium entsprechendes Gespür und eine menschliche Weisheit äußern und die das christliche Leben bereichern.
(Weltkatechismus, 1993, Nr. 1679)

Unterwegs sein – das ist eine Grundrichtung im Leben aller Menschen. Religiöse Menschen sehen hierin den Weg in Richtung auf das Ziel und die Vollendung bei Gott. Schritte auf dieses Ziel hin werden oft verglichen, mit den Schritten in Wanderschuhen auf dieser Erde und in der Erdenzeit. Anders als bei der Pilgerfahrt nach Mekka im Islam befiehlt niemand den Christen zu "wallen". Kein Gebot und keine kirchliche Vorschrift ordnet die Wallfahrt an. Auf der anderen Seite ist im Christentum das "Wallfahrts-Phänomen immer vom Volk aus gegangen" ( Bernhard Jüttner ) und treibt Jahr für Jahr mehr als eine halbe Million Menschen in unserem Land auf die Pilgerwege, darunter auch immer mehr evangelische Christen. Das Verbot, das ein lutherischer Geistlicher kurz nach Beginn der Wallfahrten zum Maria Ehrenberg noch 1521 aussprechen wollte, blieb erfolglos.

Immer mehr Menschen machen sich aus diesem Grund z.B. auf den langen Weg nach Santiago de Compostela zum legendären Grab des Apostels Jakobus d. Älteren im äußersten Nordwesten Spaniens. Eine kleine Gruppe der Malteser aus Schröck und Umgebung hat im Heiligen Jahr 2000 die Fußwallfahrt in Jahresetappen begonnen. Mitpilger oder Interessenten können Auskunft übers Pfarrbüro erhalten. Wer darüber hinaus etwas über die Pilgerfahrt nach Spanien erfahren möchte, der kann sich an die Jakobus-Gesellschaft, Haus Hirsch, 97769 Bad Brückenau, Fax 09741-3374 wenden. Seit dem 17. Dezember 2006 ist Schröck Station auf dem Pilgerweg von Görlitz über Marburg nach Spanien.

Regelmäßig nehmen Mitglieder aus unserer Pfarrei und den Gemeinden Oberhessens  nach wie vor an der Wallfahrt zum Heiligen Blut in Walldürn teil. Josef Weitzel und Wilhelm Hühn können darüber Auskunft geben. Am Freitag vor Fronleichnam ist Aussendungsgottesdienst und Pilgersegen in der Schröcker Pfarrkirche. Die Fuldaer Walldürnwallfahrt vor Fronleichnam ist heute eine Fußwallfahrt von mehreren Tagen und wird sehr empfohlen. Auch Buswallfahrten werden in unserer Region dorthin angeboten. ( http://www.wallduern.de/ceasy/modules/cms/index.html?cPageId=29  ).  Die Walldürnwallfahrt  ist für unsere Region seit langer Zeit bezeugt. Das Hostienwunder zog in der Barockzeit die Massen an. Im Kurfürstentum Mainz hatte der Walldürn als Pilgerort, an dem beispielsweise im Jahr 1700 jährlich 184.000 Wallfahrer gezählt wurden, einen herausragenden Stellenwert.

Seit einigen Jahren müht sich Regionaldechant Bernhard Klatt die Wallfahrt zum Heiligen Bonifatius auf Amöneburg mit Leben und Schwung zu erfüllen. Im Jahre 721 wirkte dort der Glaubensbote Bonifatius. Viele Pfarreien der Umgebung gehen auf dieses Datum zurück. Im Jahr 2001 haben wir von Schröck aus eine Fußwallfahrt begonnen. Die Wallfahrt nach Fulda zum Grab des Heiligen Bonifatius ist für einige Gemeindemitglieder jährlicher Brauch.

Im Herbst 2000 war der Sprecher unseres Pfarrgemeinderates Dr. Lothar Weitzel mit den Maltesern als Ersthelfer zur Pilgerbetreuung in Bosnien-Herzegowina. Berichten zufolge erscheint in dem Dorf Medjugorje seit 1981 die Mutter Gottes sechs jungen Menschen. Seitdem hat dort ein ständig wachsender Pilgerstrom eingesetzt. In den letzten Jahren besuchten Tausende von Pilgern Tag für Tag den kleinen Ort in der Herzegowina unweit von Mostar. Unsere Malteser sind ab und an für Sanitätsdienste dort!

Eine Gemeindewallfahrt hat uns im Jahr 2000 die Frauengemeinschaft der Pfarrei am 18. Juni ausgerichtet. Die Passionsspiele in Hallenberg ( http://www.stadt-hallenberg.de/  ) finden alle 10 Jahre im Sauerland statt und beschreiben das Leben und Leiden, das Sterben und die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi auf einer Freilichtbühne auf. Vor genau 35 Jahren, so wurde aus diesem Anlass rekonstruiert, war eine Gruppe aus Schröck mit Pfarrer Lehndeckel schon einmal dort. "Wir hatten damals noch alle unsere Tracht an", wussten die Älteren zu erzählen. In Hallenberg findet seit mehr als 700 Jahren eine Marienwallfahrt um den 15. August herum statt.

Auf Dekanatsebene veranstaltet die kath. Frauengemeinschaft kfd in unserer Region Wallfahrten.

Am Beginn des Jahres 2000 stand für Ältere und Behinderte in unserer Pfarrei eine Krankenwallfahrt nach Fulda auf dem Programm. Das Pontifikalamt mit Spendung der Krankensalbung hielt Weihbischof Dr. Ludwig Schick.

Die Lourdeswallfahrt der Bistümer Limburg, Mainz und Fulda findet jährlich für Kranke, Behinderte und Gesunde und auch für Pflegebedürftige statt. Hier ist ein Betätigungsfeld der Malteser: Einige Jugendliche unserer Pfarrei nehmen über die Stiftschule Amöneburg und den Malteserorden Jahr für Jahr als freiwillige Helfer in Lourdes teil und kommen voller Schwung und mit Begeisterung von dort zurück. Aus der Gemeinde sind es immer Einzelne, die sich auf den Weg nach Lourdes machen: 2002 waren von den 400 Pilgern 5 Schröcker: http://www.kath.de/bistum/mainz/info/lourdes/tagebuch_2002.htm 
Info: Pilgerstelle des Bistums  Fulda, Tel. 0661-870 (Frau Send, Paulustor 5, 36037 Fulda, Tel. 0661 – 87294 )

Die Geschichte des Malteserordens ( http://www.malteser.de ) beginnt in Jerusalem und hängt sehr eng mit dem Wallfahrts- und Pilgerwesen des Mittelalters zusammen. Auch in heutiger Zeit sind Mitglieder des Malteserordens und seiner Werke häufig anzutreffen, wenn sich Menschen zu Wallfahrten an heilige Stätten aufmachen. In Wallfahrtsorten wie Medjugorje oder Rom leisten
Malteser den Sanitätsdienst
Malteser betreuen Prozessionen und Wallfahrten von Kirchengemeinden und kirchlichen Verbänden, etwa den Bittgang unserer Pfarrei zur Kreuzkapelle im September jeden Jahres. Für das Jubiläumsjahr der Malteser 2003 ist im Oktober eine Romwallfahrt im Programm und die Fuldaer Malteser laufen Anfang September von Fulda aus zur Amöneburg und sind in den folgenden Jahren im Bistum zu Fuß unterwegs.

Die Kolpingfamilie pilgerte 2001 nach Rom. Die Kolpingschwestern und -brüder pflegen die Wallfahrtstage anl. der Magdalenenoktav (Amöneburg) und besuchen die Forstkappelle (zwischen Stadtallendorf und Neustadt).

Die folgenden Links informieren über weitere Wallfahrtsunternehmungen in St. Michael und St. Elisabeth, Schröck:

Literaturhinweis:

  • Mit den Füßen beten. Ein Pilgerbuch, Hrsg. Michael Kessler, Schwabenverlag, Ostfildern 1999, broschiert, 320 Seiten, ca. 10 EUR. ( Im Buchhandel ist ein Pilgerbuch erhältlich, das bei den verschiedensten Wallfahrten hilfreiche Dienste leisten kann. Dieser geistliche Wegbegleiter will ein "Mitnehm-Buch" für Pilger sein, das unterwegs genutzt werden kann. Das Büchlein enthält ein breites Spektrum von Texten, Gebeten und Liedern, so dass ein Mit-beten und Mit-feiern ohne zusätzliche Bücher oder Materialien möglich ist. Das handliche Pilgerbuch gibt konkrete Anregungen für die geistliche Vorbereitung und Gestaltung von Wallfahrten. In der Einleitung "Auf dem Weg ins dritte Jahrtausend" stellt Kessler, der promovierte Theologe ist, das Pilgern in den Zusammenhang der Jahrtausendwende. Pilgerschaft und Wallfahrt seien von Anfang an Symbol für das christliche Welt- und Menschenbild, erläutert er. Gerade heute suchten Menschen "im Getriebe und in den Zwängen des Alltags" nach dem "wahren, dem echten Leben, nach Quellen ganzheitlichen, geistigen Lebens, nach Oasen der Stille und Konzentration." Dabei finden alte Formen überraschend neue Wertschätzung. Insbesondere die traditionellen Pilger- und Wallfahrtswege werden wiederentdeckt und neubelebt. Die Neuaufbrüche zeigt Kessler, Direktor des Instituts für Fort- und Weiterbildung der kirchlichen Dienste in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, am Beispiel der Jakobus-Wallfahrt auf. Der Europarat hat 1986 bereits den Jakobsweg im ganzen zum europäischen Kulturgut erklärt und unter Schutz gestellt. Ständig steige die Begeisterung für die Wallfahrt nach Santiago de Compostella zum Grab des Apostels Jakobus (d.Ä.), betont er. Allein im Jahr 1998 seien über 70.000 Pilger zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad nach Santiago gekommen. Die Idee der Pilgerwege sei besonders im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die Jahrtausendwende für viele Projekte und Initiativen wirksam und inspirierend. Als Beispiele nennt Kessler u.a. das europäische ökumenische Großprojekt "European Millennium Pilgrimage 2000", die Misereor-Hungertuch-Wallfahrt mit dem Schwerpunktthema Schuldenerlass, die Frauen-Pilgerbewegung mit dem Leitwort "Unterwegs für das Leben" und die Pilgerwege im Rhein-Main-Gebiet zu Themen des konziliaren Prozesses. Biblische Zeugnisse, Legenden und Darstellungen des Jakobus nimmt Kessler zum Anlas, den Apostel lebendig werden zu lassen. Attribute wie Pilgerstab und Muschel werden zur Charakteristik seiner Gestalt. Den informativen Teil beschließt Kessler mit dem Kapitel "Zur Spiritualität des Pilgerns", in dem er verschiedene Aspekte des Wallfahrens betrachtet. Die Pilgerschaft sei im Judentum, Christentum und Islam zum Elementarbild des Glaubens, des "guten und geraden Weges" geworden, der Rettung verheiße und die Gemeinschaft mit Gott. Der biblische Gott sei ein "Gott des Weges", der sich als Mitgehender in den Weggeschichten mit einzelnen, mit seinem Volk und seiner ganzen Schöpfung kundtut. Die Pilgerschaft birgt aus der Sicht Kesslers sieben Elemente in sich: die Sehnsucht nach Abenteuer, das Erleben der Bedürftigkeit, des Aufbruchs, der Bewegung, des Schweigens, des Redens und des Betens. Der Hauptteil des Buches ist den "Stationen" eines Pilgerweges vom "Aufbrechen" bis zum "Ankommen und Abschied nehmen" gewidmet. Jede Station beginnt mit einem geistlich einstimmenden Text, dem sich geistliche Lieder, Psalmen, biblische Lesungen, Gebete aber auch Volks- und Wanderlieder anschließen. Sie endet mit einem Bibelzitat, das auf der nun folgenden Wegstrecke wiederholt gebetet und bedacht werden kann. Die eingebundenen Leerseiten hinter jeder Station bieten dem Pilger die Möglichkeit, persönliche Gedanken einzutragen und so aus "Mit den Füßen beten" ein Tagebuch werden zu lassen. Im dritten Teil enthält das Pilgerbuch "geistliche und liturgische Gestaltungselemente". Das sind vor allem Gebete und Lieder wie z. B. Tischgebete, Psalmworte, Marien- und St. Jakobus-Lieder, aber auch Meditationstexte sowie Anregungen zum Rosenkranzgebet und zum Kreuzweg. Die "Anregungen" geben Hinweise auf Spuren geistlichen Lebens in verschiedenen Regionen Deutschlands, die Anlass zu einer Wallfahrt bieten können. Sie schildern zudem Jakobswege in Südwestdeutschland und laden ein, Spuren des eigenen Lebens aufzusuchen. Im Anhang findet der Pilger Literaturhinweise, die nach den Kriterien der einfachen Vermittlung von Grundlageninformationen sowie der praktischen Hilfestellung für die Gestaltung des Pilgerweges ausgesucht wurden. Graphisch und künstlerisch gestaltet wurde das Pilgerbuch von Paul Bernhard Groll, Lauchheim. Die Einzelbilder zu den einzelnen "Stationen" eignen sich zugleich als zeitgemäße Meditations- und Denkbilder. )

Menschen auf dem Weg - Pilger willkommen!

   

Pfarrei St. Michael und St. Elisabeth

Home 

Stichwort 

 © 1996-2007 buero[@]pfarrei-schroeck.de   - www.pfarrei-schroeck.de  

 Update 03.01.07

2000  www.pfarrei-schroeck.de Up 2001-2007 / SK