Seit 1223
ist ein Pfarrer im Dorf nachweisbar. Von den alten
oder ältesten Kirchen haben sich nur wenige Spuren
erhalten. Das mittelalterliche Kirchlein, daß an
derselben Stelle gestanden hat, wie die heutige
Barockkirche, ist ohne Plan, Zeichnung, Abbildung
oder Beschreibung geblieben.
Eine
Jahrezahl (1615) trägt ein Stein in der
Kirchhofsmauer an der Straßenecke, gegenüber dem
Haferhof (Schröcker Str. X), wo bis zum Abbruch das
alte Gemeindehaus (Schule) stand, in dem für den
Geistlichen eine Stube eingerichtet war.
Einen
weitere Jahreszahl ist auf einem Stein hinter der
Scheune des Ed. Schmitt (Nr. 39, "Görge").
Die Castenrechnung enthält den Vermerk, daß die
Kirchhofsmauer errichtet worden ist. Es ist zu
vermuten, daß sie einen Vorgänger hatte, der zu
einem Wehrfriedhof in Schröck gehört.
1974
wurde die Kirchhofsmauer am Markt aus
verkehrstechnischen Gründen zurückgesetzt und der
Treppenaufgang wesentlich verbreitert.
Lit. Nau, S. 96f, 102.
Foto
unten rechts:
Bei
Erdarbeiten für die Heizkanäle im Februar 1976
wurde im rechten Schiff der Kirche ein Grabstein
aufgefunden. (Nau, 114) er ist auf beiden Seiten
beschriftet. Er wurde errichtet "für den Ehr
barn Reiichtz Nau", der nach den Angaben im
Kirchenbuch 1619 geboren, am 21.8.1686 (67 J.)
gestorben und seit 1649 verheiratet war mit ...
Elisabetta. Diese war geboren 1617 und starb am
18.5.1697 (80 J.). Sie hatten eine
Tochter: Elisabeta (x 26.12.1656, + 19.7.1787, oo
12.6.1673 mit Georg Hoffmann (Hs.Nr. 43 ?). Ob der
Hofname "Reizjörge" von der Tochter und
ihrem Ehemann herkommt, bleibt noch ungeklärt, wäre
aber denkbar.