Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Kirche in Brasilien:
Johannes Kalisch *1950 +1999 R.i.P.
"Vertrauen auf Gott" schreibt der SPIEGEL und zählt die kathastrophalen Dürren auf Bischofsvikar Johannes Kalisch aus Brasilien in Schröck
Helfen Sie in Brasilien - Johannes Kalisch besuchte dreimal unsere Pfarrei in den Jahren 1997-1999 vor seinem plötzlichen Tod
Im 50. Lebensjahr, im 24. Jahr seines Priestertums, ist am 1. Dezember unerwartet in Maceió-Alagoas/ Brasilien Bischofsvikar Monsignore Johannes Kalisch gestorben. Als Priester der Diözese Fulda war er in der Seelsorgsarbeit in Brasilien tätig und in den letzten Jahren ein lieber Gast in unserer Pfarrei.

Geboren am 15. Februar 1950 in Bad Sooden-Allendorf, nahm der Verstorbene nach Besuch der dortigen Grund- und Realschule sowie des Missionskollegs in Garnstock 1971 das Studium der Theologie an der Hochschule der Franziskaner in Petropolis und der Päpstlichen Katholischen Universität in Rio de Janeiro auf. Nach der Diakonweihe in Oeiras/Brasilien wurde er am 5. Juni 1976 durch Bischof Dr. Schick im Fuldaer Dom zum Priester geweiht.

Nach Kaplansjahren in Oeiras und Floriano in Brasilien folgte eine Zeit als Pfarrverwalter in Sao Francisco (1977 bis 1982). Danach wurde er Bischofsvikar im Bistum Caxias (1982 bis 1987) und Bischofsvikar im Bistum Nazaré de Mata (1987 bis 1990). Von 1991 bis 1993 war Kalisch vorübergehend aus Gesundheitsgründen in der Heimat als Pfarrer von Oberweser-Oedelsheim und Reinhardshagen tätig, ehe er in die liebgewordene zweite Heimat Brasilien zurückkehrte, um hier bis zu seinem plötzlichen Heimgang als Pfarrer und Bischofsvikar im Erzbistum Maceió zu wirken. (BPF99-43)

Projektarbeit in der kleinen Ortskirche in Brasilien: Handarbeitskurse für Mädchen und Frauen - die sog. "Babypastoral" unterstützt Mütter - der Kinderhort in Marechal Deodoro

Johannes Kalisch, Bischofsvikar u. Pfarrer aus dem Nordosten Brasiliens ist schon einige Male zu Gast in Schröck gewesen.

Johannes Kalisch in Schröck (Sommer 1999)Der Nordosten Brasiliens leidet unter einer kathastrophalen Jahrhundert-Dürre, eine Folge von "El Nino". Hungernde Bauern ziehen plündernd über Land - Kirche hilft den "Ärmsten der Armen" durch Verteilung von Grundbesitz, Sozialeinrichtungen, Landpastoral...

Johannes Kalisch aus Bad Soden-Allendorf (Jahrgang 1950) lebt und arbeitet als Bischofsvikar und Pfarrer in Brasilien.

Vor seinem letzten Heimaturlaub schrieb er (Juni 1999):

Bevor ich nach Deutschland in Ihre Gemeinde komme, will ich Ihnen heute über meine Arbeit in Brasilien berichten.

"Ich bin im Erzbistum Maceio´, Bundesland Alagoas, tätig. Die Hauptstadt und Erzbischofsitz Maceio´ liegt am Ozean. 250 km nördlich liegt die, durch Erzbischof Camara bekannte Stadt Recife.

Sozialprojekte wollen in Brasilien den ärmsten Bevölkerungsgruppen helfenUnsere Gegend ist sehr arm, Industrie gibt es kaum, die Landwirtschaft wird von der Monokultur des Zuckerrohranbaus beherrscht. Die Folgen sind riesig: Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit gehören zum Alltag. 70 % der Bevölkerung leben von weniger als 100,-- DM im Monat, während die Lebenshaltungskosten riesig hoch sind.

Die Ortskirche von Maceio´ versucht durch viele soziale Programme der armen Bevölkerung behilflich zu sein.

Um die hohe Kindersterblichkeit einzudämmen, unterhalten wir die Kinderpastoral. Allein in meiner Pfarrei Marechal Deodoro, die ich neben meiner Arbeit im Erzbistum betreue, Hilfe im Nordosten Brasiliens ist dringend nötigunterhalten wir fast 300 Kleinkinder und Säuglinge, die wir vor dem Hungertode bewahren. Ebenso trägt meine Pfarrei ein Tageskinderheim, in dem 100 Mädchen aus ärmsten Verhältnissen Schule, berufsfördernde Kurse u., vor allem, tägliche Mahlzeiten erhalten. Im Straßenkinderheim werden 50 Jungen resozialisiert und haben Zuhause und Schule.

Kinderhort in Marechal DeodoroDa ich auch Oekonom im Priesterseminar bin, habe ich die Verantwortung 60 Seminaristen und Betreuer zu ernähren und das Studium zu bezahlen.Unser Bistum ist arm, daher suche ich krankhaft nach Wohltätern und Gönnern für diese Bildungsanstalt des zukünftigen Klerus der Ortskirche Maceio´, die über eine Million Katholiken, aber nur 75 Priester zur Verfügung hat.

Ich hoffe, Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Realität gegeben zu haben und freue mich jetzt schon auf Wiedersehen in Oberhessen."

J.K.

Weitere Links:

Zu Gast in Schröck: 25/26.07.98 und 29.8.99

Aktion Brasilien im Bistum Fulda

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Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11

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