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| Digitalisierung von pfarrgeschichtlichen Quellen und Abhandlungen | ||||||||||||
Kolpingsfamilien in Marburg
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| Die 50 Jahrfeier der Schröcker
Kolpingsfamilie im Jahre 1998 gab den Anlaß, zwei
zehnjährige Aufsätze aus der Sammlung, die
katholisch-kirchliches Leben der letzten 200 Jahre nach
Wiederzulassung des "Römisch Catholischen Religions
Exercitiums"
(1788), wiederauszugraben und der Sammlung zuzufügen. Dieter Gems: Kolpingsfamilie Marburg Heinrich Nau: Kolpingsfamilie Schröck (> Gruppen und Kreise der Pfarrei) In: Festschrift zur 200-Jahrfeier der Wiederzulassung der Katholischen Kirche Marburg, hrsg. Die Katholischen Kirchengemeinden in Marburg, Marburg 1988, S. 98/100. -- [ ANFANG S. 99 ] -- VerbändeKolpingsfamille Marburgvon Dieter Gems "Schön reden tut´s nicht, die Tat ziert den Menschen!" Mit diesen Worten unseres Gründers Adolph Kolping stellen wir uns vor. Aus der Taufe gehoben wurden wir in der 2. Hälfte des Jahres 1890. Zuvor hatten sich zwölf Handwerksgesellen 1 1/2 Jahre lang um eine Genehmigung zur Gründung des "Gesellenvereins" bemüht. In regelmäßigen Abständen wurden in den Stadtsälen Theateraufführungen durchgeführt. Weiterhin boten wir schon kurz nach unserer Gründung Weiterbildungskurse an, für die sich Marburger Lehrer kostenlos als Referenten anboten. Ebenso pflegten wir einen ständigen Kontakt zur gesamten katholischen Pfarrei und zu Marburger Vereinen und Studentenverbindungen. Seit 1927 besaßen wir das "Adolph-Kolping-Haus" im Sauersgäßchen 5, und es begann eine sehr rege Verbandstätigkeit. Dazu kam die Versorgung der durchwandernden Gesellen. Leider wurde das Haus schon 1933 aus politischen Gründen geschlossen. Am 10.10.1940 wurde die Mitgliedschaft im katholischen Gesellenverein verboten. Zwölf Mitglieder hielten trotz des Verbotes ständigen Kontakt zueinander und betrieben auch im Jahr 1945 die Wiedergründung. Deren Feier wurde am 20. Mai 1945, dem ersten Pfingstfeiertag, begangen. Nun lebten wir wieder, der katholische Gesellenverein, und das Theaterspiel half allen Marburgern, aufzuatmen und fröhlich zu sein. 1949 nahmen wir, wie alle anderen Gesellenvereine auch, einen neuen Namen an. Seit diesem Zeitpunkt nennen wir uns "Kolpingsfamilie Marburg". Wir besitzen zwar kein eigenes Haus mehr, aber seit 1952 haben wir ein ständiges Heim im Gemeindehaus St. Peter und Paul gefunden. Unsere derzeitigen Aufgabengebiete sind iB.: Mithilfe an Fronleichnam und bei Pfarrfesten; Altkleidersammlung, Fastnachtsveranstaltungen; Basare für gezielte Hilfen, Patenschaften; "Kolping auf der Oberhessenschau" usw. Die Kolpingsfamilie Marburg besteht aus zwei Jugendkolpinggruppen, einer Erwachsenengruppe und einer Seniorengruppe mit getrennten und gemeinsamen Programmen. Um im Jugendbereich/Junge Familien mehr tun zu können, sind wir für jedes aktive Neumitglied dankbar. "Tue jeder in seinem Kreis das Beste, dann wird ´s bald in der Welt auch besser aussehen" (Adolph Kolping). -- [ S. 98 ] -- Kolpingsfamilie Schröckvon Heinrich Nau Auf Anordnung der Hitlerregierung wurden im Jahr 1933 auch der in Schröck bestehende "Katholische Arbeiterverein" und der "Katholische Jungmännerverein" verboten. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges begann Pfarrer Karl Weß mit den Vorbereitungen zur Gründung einer Kolpingsfamilie in Schröck, die aber durch die damals bestehenden Zwistigkeiten im Dorf und durch den plötzlichen Tod des Pfarrers nicht zum Erfolg führten. Sein Nachfolger, Pfarrer Adolf Laufer, nahm die Vorbereitungen wieder auf und rief interessierte Männer und Jungmänner am 13.12.1948 zu einer ersten Zusammenkunft in der Gastwirtschaft Julius Nau ("Schustersch") zusammen. Pater Harald Leipold aus Kirchhain, Bezirkspräses, sprach bei dieser Versammlung zum Thema: "Der Kolpingssohn, Gott erfüllt und lebensnah". In dieser Versammlung erklärten 52 Männer ihren Beitritt zum Kolpingwerk. Unter ihnen waren acht Männer, die schon in früheren Jahren, meist in Westfalen, einer Kolpingsfamilie angehört hatten. 1958 wurde das 10-jährige Bestehen in feierlicher Weise begangen. 1963 fand das 15-jährige Stiftungsfest in Verbindung mit dem Oberhessischen Bezirkstag statt. 1973 wurde das 25-jährige Jubiläum in besonderer Weise mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Pater Harald, Mitbegründer der Kolpingsfamilie Schröck, einer Kundgebung mit Dr. Walter Wallmann und einem großen Heimatfestzug begangen. 1978 feierte die Kolpingsfamilie ihr 30-jähriges Stiftungsfest mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Domkapitular Josef Mönninger, und einer Kundgebung mit dem Landtagsabgeordneten (jetzt MdB) Friedrich Bohl. 1983 fand das 35-jährige Bestehen in Verbindung mit dem Oberhessischen Bezirkstag statt. Der Gottesdienst wurde vom Bezirkspräses Reinhold Schuchardt zelebriert. An die kirchliche Feier schloß sich ein Bannerzug und eine Kundgebung mit Landrat Fritz Kramer, Fulda, an. 1988 feierte die Kolpingsfamilie ihr 40-jähriges Jubiläum. Höhepunkte der drei Festtage war der Festgottesdienst, der von Dr. Willi Link, Zentralpräses von Lateinamerika, drei Mitgliedern des brasilianischen Kolpingwerkes und der Kolping-Trachten-Kapelle Leidersbach gestaltet wurde. Die Festansprache im Rahmen des Festkommers hatte Staatssekretär Bernhard Jagoda, Bonn, übernommen. Die Aufgaben der Kolpingsfamilie in der Pfarrgemeinde und im Ort sind vielseitig. Sie reichen von der Organisation und Durchführung von Seminaren, z.B. Glaubensseminaren, Vortrags- und Filmabenden bis zu Adventsfeiern, Altkleidersammlungen, Tages- und Mehrtagesfahrten, Pfarrfesten usw. Hinzu kommen Arbeitseinsätze wie Sanierung der Reste der ehemaligen Kreuzkapelle und des -- [ S. 100 ] -- Ehrenmals, Verfugungen der Kirchenmauern und nicht zuletzt die Betreuung des Geländes am Elisabethbrunnen. Es werden zwei Programme, davon eines für die Gruppe Jungkolping/Junge Erwachsene, die sich wöchentlich trifft, aufgestellt. Alle Veranstaltungen sind offen für alle Pfarrangehörigen. Wir reden nicht nur, wir packen zu! -- [ ENDE ] -- Siehe auch: Literaturverzeichnis und Quellenangaben Schröcker Gute Seiten - Schriftenreihe der Pfarrei St. Michael und St. Elisabeth (1996-1998) |
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1998