Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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DPQ

Realschematismen und Verzeichnisse des Bistums Fulda

Realschematismus des Bistums Fulda. 1910, S. 52f

"11. Schröck, Post und Kr. Marburg. Pfarrei mit 664
Seelen (4 Jsr.) - Kirchenpatronsfest: 29. Sept. (hl. Michael). -
Ewiges Gebet: 17. November.

Zur Pfarrei gehört:
Schröck, Pfarrsitz mit obiger Seelenzahl. Kirche mit Orgel,
Begr., 2 Schulklassen mit 2 Lehrern und 118 Schülern.
Bruderschaften: vom hl. Altarsakrament, vom hl. Herzen Mariä,
vom hl. Erzengel Michael, für die armen Seelen.

Die Pfarrkirche wurde 1724 und 1725 im Stile der Zeit,
wahrscheinlich von Karl du Ry in Cassel, erbaut. Einschiffiger Bau
mit Steingewölbe. Länge 24 (Chor 9) m, Breite im Schiff 10 m,
im Chor 6,70 m. Sie wurde mit dem Hochaltare am 30. Sept.
1726 von Weihbischof Gudenus in Erfurt konsekriert. Die beiden
Seitenaltäre, welche 1865 aus der Kirche zu Amöneburg um 900
Mark erworben wurden, erhielten ihre feierliche Weihe am 12. Mai
1866 von Bischof Christoph Florentius Kött. Der achtseitige Turm
steht überm Chor und ist vom Dachfirst ab Holzbau mit der
Gliederung: Auffschieblinge, Laterne, Glocke, Laterne und Glockenhaube.

2 Glocken as und es. Die as-Glocke, 1700 zu Ehren des
hl. Erzengels Michael gegossen, stammt aus der früheren Kirche; die
des-Gl. wurde 1791 von Johannes Schneidewind in Frankfurt ge=
gossen, ´in venerationem S.Elisabethae propiis sumptibus Communi-
tatis et benefactoris Joannis Petri Nau in parochia Schröck.´

Die Orgel, welche 11 kling. Register hat, wurde im Jahre
1895 von Gebr. Rathmann in Gelnhausen aufgestellt.

Die Unterhaltung liegt der bürgerlichen Gemeinde ob.

Die Errichtung, bezw. Neuerrichtung der Pfarrei
Schröck geschah im Februar 1884. Der Ort hatte aber schon zur
Zeit der hl. Elisabeth einen eignen Geistlichen und wahrscheinlich
bald auch Pfarrechte erhalten. Es scheint jedoch, daß die Pfarrei
meistens einen eignen Pfarrer nicht hatte, sondern vom Stifte
Amöneburg verwaltet wurde. Daher die Bezeichnung des Geistlichen
als Cooperator, Proparochus, Substitutus, Administrator, nicht aber
als Kaplan. In der Errichtungsbulle der Diözese Fulda wird aber
Schröck als Filiale genannt und tritt erst Februar 1884 wieder in
die vollen Rechte einer Pfarrei. Die Pfarrbücher beginnen mit
dem 18. Januar 1656.

In der Nähe des Ortes liegt der Elisabethbrunnen zum
Andenken an die hl. Elisabeth, die hier öfter war, erbaut MDXCVI
von Ludwig IV.

Das Pfarrhaus, ein Holzfachhaus aus 1884, wurde 1889
erweitert. Es enthält 6 beheizbare und 7 nicht beheizbare Zimmer.

Stelleneinkommen 1594 M.

(S.45)

unter "Zur Pfarrei gehören:" (Marburg)

"c) Die Katholiken in den Amtsgerichtsbezirken Marburg, Wetter
und Fronhausen. Die Katholiken in Moischt werden von
Schröck aus, jene von Bürgeln und Schönstedt von Bauerbach
aus pastoriert."

 

Generalvikariat Fulda (Hg.): Handbüchlein zur Diözesankarte des Bistums Fulda. Bearbeitet von Bistumsarchivar Geistl. Rat E. Gumbel. Stand 1.4. 1966:

"Schröck 3551 (Alte Postleitzahl) P.(farrei) St. Michael D.(ekanat)Amöneburg
Kr. Marburg Go(ttesdienste): Ki(nder) 7.30; 10.00 Uhr im So; 8.00; 10.15 Uhr im Wi(nter)
Moischt." (S. 87, Erg. Krö)


So nebenbei notiert:

Rumpf, Karl: Deutsche Volkskunst Hessen. Köln, Wien: Böhlau, 1951, 2. Aufl. 1972 (MAB S/308).

  • Foto (sw) Nr. 76 Schröck bei Marburg, U-Hof, Dreiflügelanlage [Blick von der Kirchmauer zur Roßdorfer Str.] o.J.
  • Schröck, erwähnt bei Bemalung von Ostereiern (S.88f)
  • Moischt, Foto Nr. 150 Maurermeister Ludw. Schneider, 1855
  • Moischt, Zeichnung Nr. 311 Turmkreuz und Wetterfahne (dat. 1927)
  • Moischt, Foto Grabstein der Ehefrau Margreth Phy von 1709

DPQ [Quellen und Abhandlungen Nr. 019]: Die Pfarrei Schröck in Realschematismen und Verzeichnissen des Bistums Fulda


[Digitalisierung von pfarrgeschichtlichen Quellen und Abhandlungen Nr. 19
dig019.htm | 06.01.00
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Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11