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Oft gestellte Fragen zur
kirchlichen Eheschließung
Die "Viel
gestellten Fragen" sind bei Computerleuten zur
gebräuchlichen Abkürzung "FAQ" geworden.
(frequently asked questions). Es gibt sie auch zur
kirchlichen Hochzeit. Aus Sicht eines katholischen
Priesters versuche ich hier einige zu sammeln und bin
für weitere Fragen und Anregungen dankbar. - Zurück
Mir hat jemand gesagt, man könne das Sakrament der
Ehe öfters empfangen und zwar nicht nur, wenn ein
Partner stirbt, sondern bei jedem Zusammensein
(Geschlechtsverkehr) in der Ehe. Hat es eine solche Lehre
mal in der Kirche gegeben?
Immer dann, wenn Sexualität zu
isoliert gesehen wird, sei es, daß sie überbewertet
(wie heute oftmals), oder daß sie abgewertet (wie es
früher nicht selten passierte) wird, kommt sie in ein
schiefes Licht. Die Geschlechtsgemeinschaft in der Ehe
ist ein - wenn auch höchst wichtiger -Teil in der Ehe.
Das Sakrament der Ehe ist grundgelegt durch das Ja-Wort,
das die Brautleute vor der Kirche einander geben und
durch den Vollzug dieses Ja-Wortes in der
geschlechtlichen Vereinigung. Das daraus folgende
Eheleben ist als Ganzes sakramentalen Charakters: es lebt
aus der Liebe Gottes und macht diese Liebe sichtbar bzw.
soll diese Liebe sichtbar machen. Die ganze Ehe und vor
allen Dingen auch die Geschlechtsgemeinschaft ist als
Vollzug dieser grundlegenden Wirklichkeit zu sehen, und
das gegenüber einer Tradition, die der
Geschlechtlichkeit auch in der Ehe eher skeptisch und auf
Sünde verdächtigend gegenüberstand. Von dieser
Tradition hat sich das Vaticanum II eindeutig
verabschiedet, wenn es in der Pastoralkonstitution ,,Die
Kirche in der Welt von heute" sagt: ,,Diese Liebe
wird durch den eigentlichen Vollzug der Ehe in besonderer
Weise ausgedrückt und verwirklicht. Jene Akte also,
durch die die Eheleute innigste und lauter eins werden,
sind von sittlicher Würde; sie bringen, wenn sie human
vollzogen werden, jenes gegenseitige Übereignetsein zum
Ausdruck und vertiefen es, durch das sich die Gatten
gegenseitig in Freude und Dankbarkeit reich machen."
(49) ,,Sittliche Würde", ,,Freude und
Dankbarkeit", das sind die bestimmenden Merkmale der
Geschlechtsgemeinschaft in der Ehe. Diese Gemeinschaft
steht zugleich auch immer unter dem Anspruch der Liebe:
das heißt, den anderen als Person zu meinen und nicht zu
einem Mittel der eigenen Befriedigung zu machen. So kann
die ganze Lebens- und Liebesgemeinschaft als Spenden und
Empfangen des Sakramentes gesehen werden. Eine Ehe, die
aus dieser Glaubenswirklichkeit lebt, wird nie alt,
sondern empfängt sich selbst tatsächlich immer wieder
neu aus der Liebe der Partner, die sich letztlich
gründet in der Liebe Gottes zu allen Menschen, auch und
gerade zu diesen beiden Ehepartnern.
Haben Sie, liebe Leserinnen
und Leser, persönliche Anliegen, Fragen zu Themen wie
Glauben, Lebensbewältigung, Kirche oder Gesellschaft?
Dann schreiben Sie mir. Gern werde ich auf Ihre Fragen
eingehen oder - bei sehr persönlichen Anliegen - Ihnen
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Hans Peters SvD, Redaktion STADT GOTTES, Postfach 2460,
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FAQ zur Ehe
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