Die Feier der Trauung .
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Ehe-Annulierung
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Was tun, wenn die Ehe zerbrochen ist?

Mit einer mehrstufigen Öffentlichkeitsoffensive will der Gerichtshof des Bistums Münster, das Bischöfliche Offizialat, dem Umstand Rechnung tragen, dass immer mehr Ehen scheitern  http://www.bistum-muenster.de/aktuelles/monatsarchiv/ag01/20000125ehegericht.html

 

*** Münster (pbm). "Was tun, wenn die Ehe zerbrochen ist?", fragen gleichlautend ein Faltblatt, eine 16-seitige Broschüre und ein ausführliches Taschenbuch für Leute, die tiefer in eine zumeist schmerzhafte Materie einsteigen wollen. Mit einer mehrstufigen Öffentlichkeitsoffensive will der Gerichtshof des Bistums Münster, das Bischöfliche Offizialat, dem Umstand Rechnung tragen, dass immer mehr Ehen scheitern. Doch um Scheidung geht es nicht bei den so genannten "Ehenichtigkeitsverfahren" in der katholischen Kirche: Bei den anhängigen "Ehesachen" wird untersucht, ob eine Ehe überhaupt gültig zustande gekommen ist.***
Mit Faltblatt, Broschüre und ausführlichem Taschenbuch wird jetzt auf breiter Basis Aufklärung betrieben, wie man es richtig anstellen muß, um auf eine Gott wohlgefällige Art und Weise die ewigen Bande zu lösen: Eine kirchenrechtlich ungültige Ehe ist das Ei des Kolumbus.
*** 242 Mal ist dies im vergangenen Jahr offenbar nicht der Fall gewesen: So oft kamen die Diözesanrichter zu dem Schluss, dass die Ehe kirchenrechtlich ungültig ist. Die Betroffenen können demnach erneut kirchlich heiraten. Jeweils 13 Verfahren wurden negativ beschieden bzw. eingestellt. ***
Die Erfolgsausaussichten eines Ehenichtigkeitsverfahrens stimmen zuversichtlich. Lediglich 5 Prozent der Anträge gingen in die Hose. Das Ergebnis wäre sicher noch besser gewesen, wenn die jetzt in Gang gesetzte Öffentlichkeitsoffensive schon früher stattgefunden hätte.
*** Als Klagegrund ist im Jahr 2000 in 160 Fällen "mangelnder Ehewille" angegeben worden. 107 Mal wurde Eheunfähigkeit genannt, im Vorjahr 86 Mal, 1999 noch 39 Mal. Dieser Klagegrund hat also stark zugenommen und zieht zudem eine recht aufwendige Beweisaufnahme nach sich ***
Ein wertvoller Hinweis für das interessierte Publikum. Der Klagegrund der Eheunfähigkeit erfreut sich zwar zunehmender Beliebtheit, dennoch ist wegen des mit der Beweisführung verbundenen Aufwands davon abzuraten und dem “mangelnden Ehewillen“ allemal der Vorzug zu geben.
*** In 13 Fällen spielten Irrtum, Bedingung und Täuschung eine Rolle, in zehn Fällen "Furcht und Zwang". Es sind immer sehr konkrete, von Zeugen zu bestätigende Gründe, warum eine kirchliche Trauung keinen Bestand hat. Etwa wenn die Unauflöslichkeit der Ehe ganz konkret in Frage gestellt wird nach dem Motto: "Solange es zwischen uns läuft, bleiben wir zusammen, im anderen Fall trennen wir uns." Weitere Gründe für die Nichtigkeit sind der Ausschluss von Nachkommen oder die Beeinträchtigung des freien Ehewillens. ***
"Wenn die mehrstufige Öffentlichkeitsoffensive des Bistums Münster auch von den anderen Bistümern eingeleitet wird, dürfte sich das Problem der wiederverheiratet Geschiedenen bald in Wohlgefallen aufgelöst haben. Auch der Dümmste weiß dann, wie man es richtig macht. Mit Ausnahme weniger Pechvögel wird es Geschiedene dann nicht mehr geben, sondern nur noch “Eheannullierte“"
( www.kath.de   / Forum)

Ehe-Annullierung:
http://members.aol.com/BenzKanonist/LINK2.html 

Eine Infoseite unterhält auch das Bistum Hildesheim
"Kirchliche Eheschließung  nach staatlicher Scheidung?"
"Was aber Gott verbunden hat,  das darf der Mensch nicht trennen" - auf diesem Wort Jesu beruht die katholische  Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe. Sie besagt, dass Ehepartner  aneinander gebunden sind, solange sie leben. Daran ändert auch die  staatliche Scheidung nichts. Eine geschiedene Person kann in aller Regel  nicht ein zweites Mal kirchlich gültig heiraten. Aber nicht immer steht eine 
geschiedene Ehe der kirchlichen Wiederheirat im Wege!
http://www.bistum-hildesheim.de/hilfemen/hmkframe.htm  

http://www.bistum-hildesheim.de/hilfemen/BO-info.htm 

Dort wird erklärt:

Es gibt Möglichkeiten der kirchlichen  Ehenichtigkeitserklärung 

  • wenn die Ehe nicht in der vorgeschriebenen Form geschlossen wurde. 
  • wenn bei einem der beiden Partner ein Ehehindernis vorlag oder wenn er aus psychischen Gründen nicht imstande war, eine Ehe einzugehen oder zu führen.
  • Wenn wenigstens ein Partner keinen oder keinen vollständigen Ehewillen hatte, weil er z.B. von vornherein die Unauflöslichkeit der Ehe oder die eheliche Nachkommenschaft oder die eheliche Treue ausgeschlossen hat oder weil er arglistig über eine wichtige Eigenschaft des anderen  Partners getäuscht wurde oder zur Ehe gezwungen wurde.

Es gibt die Möglichkeit der kirchlichen Eheauflösung 

  • wenn einer der beiden Partner nicht getauft ist oder bis zur endgültigen Trennung der Gatten nicht getauft war 
  • wenn die Ehe leiblich nicht vollzogen wurde.

Jeder Katholik, aber auch jeder, der einen katholischen Partner heiraten möchte, kann bei dem zuständigen Diözesangericht (Offizialat) in einem Eheverfahren  prüfen lassen, ob seine zivilrechtlich geschiedene Ehe kirchlich für nicht erklärt oder aufgelöst werden kann.

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2001