Die Feier der Trauung .
Siehe auch:
Die Christliche Ehe
25 Jahre
60 Jahre
Dankgottesdienst

 

Hochzeitsjubiläen

Schon im Frühmittelalter läßt sich der Brauch finden, die Feier von Ehejubiläen mit einem Gottesdienst zu begehen. Es ist jeder Jahrtag einer Hochzeit ein Anlaß zur Dankbarkeit. Die Hochzeitsjubiläen haben je nach lokaler Tradition eigene Namen und Bräuche.
Man beschenkt einander und begeht das Fest mit Freunden.

1 Jahr:

"Baumwollene Hochzeit" - Man schenkt Praktisches, also etwa baumwollenes Tuch.

5 Jahre:

"Hölzerne" Hochzeit - Die Ehe scheint Bestand zu haben. Man schenkt Beständiges, also etwa Holzgeschnitztes.

6 1/2 Jahre:

Zinnerene Hochzeit - Die Ehe sollte von Zeit zu Zeit wieder aufpoliert werden. Geschenke, die dies ebenso brauchen, gibt es ja zahlreich, über Zinn hinaus.

7 Jahre:

Kupferne Hochzeit - Die Ehe scheint so beständig zu sein, daß sie Patina (Altersschmuck) anzusetzen verspricht. Man schenkt Kupferpfennige als Unterpfand des Glücks.

8 Jahre:

Blecherne Hochzeit - Die Ehe hat ihren alltäglichen und nutzbringenden Weg gefunden. Beliebtes Geschenk sind Kuchenformen auch Kuchenblech genannt.

10 Jahre:

Rosenhochzeit - Die Ehe, jetzt ruhig und rund, kann sich über die Rosen wieder der Martern des 1. Hochzeitstages erinnern. Es ist schon ein Fest mit Gästen, die den Eheleuten wichtig sind. Und was kann man guten Freunden nicht alles schenken.

12 1/2 Jahre:

Petersilienhochzeit - Die Ehe soll grün und würzig bleiben. Das, was zu diesem Tag an Schmackhaftem verzehrt wird, bringen die Gäste mit.

15 Jahre:

Gläserne oder Kristallene Hochzeit - Die Ehe soll in den Beziehungen zwischen Mann und Frau durchsichtig und klar sein. Als Geschenk bieten sich Gläser und Kristall an, denn einiges davon mag in der Ehe bereits in Scherben gegangen sein.

20 Jahre:

Porzellanhochzeit - Fest, glänzend und zugleich empfindlich ist die Ehe geworden. Neues Geschirr kann eingeweiht werden.

25 Jahre:

Silberne Hochzeit - Die Ehe, die nun ein viertel Jahrhundert dauert, hat ihren bleibenden Wert unter Beweis gestellt. Das Fest vereint die Verwandten, das Jubelpaar trägt Silberkranz und Silbersträußchen.
Zur Silberhochzeit ist ein "Dankgottesdienst" möglich. So kann z.B. nach dem Evangelium und der Homilie (Predigt) das Paar eingeladen werden, einander die Hände zu reichen. Dabei umwindet der Priester die ineinandergelegten Hände mit der Stola (wie bei der Hochzeit) und spricht dazu ein Gebet und einen Segen.

30 Jahre:

Perlenhochzeit - Die Ehejahre reihen sich aneinander wie die Perlen einer Kette. Es ist Gelegenheit, der Ehefrau eine neue Perlenkette zu schenken.

35 Jahre

Leinwandhochzeit - Wie gute Leinwand hat sich die Ehe als unzerreißbar erwiesen. Manches ist allerdings aufgebraucht; der Wäscheschrank muß neu aufgefüllt werden.

37 1/2 Jahre:

Aluminiumhochzeit - Die Ehe und da Glück waren dauerhaft. Als Geschenk ist alles das geeignet, was mit Erinnerungen zu tun hat. Ein ruhiges Fest der Erinnerungen kann gefeiert werden.

40 Jahre:

Rubinenhochzeit - Das Fest der Liebe hält und trägt immer noch. Der Ehering bekommt mit dem Rubin den Edelstein der Liebe und des Feuers.

50 Jahre:

Goldene Hochzeit - Wie Gold hat die Ehe allem standgehalten und sich als fest und kostbar erwiesen. Manche Ehepaare wechseln neue Ringe.

60 Jahre:

Diamantene Hochzeit - Nichts kann die Ehe mehr angreifen, sie ist unzerstörbar geworden.
Ein Gottesdienst zur Danksagung (vgl. Silberhochzeit) ist zu empfehlen.

Dies wird bei den folgenden Jubiläen noch verstärkt ausgedrückt:

65 Jahre:

Eiserne Hochzeit

67 1/2 Jahre:

Steinerne Hochzeit

70 Jahre:

Gnadenhochzeit

75 Jahre:

Kronjuwelenhochzeit


LESETIP
Bug/Hartung/Wagner, Hochzeit, S. 78f.


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Start Stichwort (c) 1995-2000 Stefan@Kroenung.de Update 20.04.99