Hallöchen!
Sie wollen heiraten? Sie
wollen Ihrer Beziehung, die nicht mehr bloße
Bekanntschaft oder Freundschaft ist, sondern zu einer
tiefen menschlichen Verbundenheit geworden ist, auch
nach außen hin eine klare feste Form geben?
Meinen Glückwunsch und den
Segen unseres Gottes dazu!
Für die nächsten Wochen
und Monate der Vorbereitung wünsche ich noch Ausdauer, Geduld
und Phantasie...
An so viele Dinge ist zu
denken: Die Papiere sind zu beschaffen, das Aufgebot
beim Standesamt muß bestellt werden, eine Wohnung
ist zu suchen und einzurichten, das Fest muß
vorbereitet werden und vieles andere mehr. Vielleicht
stehen Sie auch vor der Frage:
Sollen wir kirchlich
heiraten oder
belassen wir es bei der zivilen Trauung? Was spricht
dagegen, was spricht dafür?
Dagegen könnte sprechen,
daß sich heute viele nicht kirchlich trauen lassen,
daß sich Ihre kirchlichen Bindungen im Laufe der
Zeit sehr gelockert haben. Auch daß eine kirchliche
Trauung die standesamtliche an Festlichkeit weit
überragt, dürfte kaum ein Grund sein, eine kirchliche
Heirat anzustreben.
Was spricht also
für eine »kirchliche Trauung?
,,Die
natürlichen Voraussetzungen für eine Ehe mögen
noch so günstig sein, das Entscheidende dieser
Bindung bleibt der menschlichen Berechnung
entzogen", schreibt dazu das
Erzbischöfliche Seelsorgereferat München. Wer weiß
schon genau, ob seine Zuneigung oder die Liebe des
Partners auf Dauer wirklich tragfähig ist? Und weil
dem so ist - die erschreckende Höhe der jährlichen
Scheidungsziffer betätigt es -, bleibt nichts
anderes übrig, als zu sagen ,,Glück muß der
Mensch haben" oder besser ,,Unsere Ehe soll
gesegnet sein."
Es ist sinnvoll, sich mit
diesem nicht mehr kalkulierbaren Risiko in die Hände
dessen zu geben, den wir als Gott und Schöpfer
ansprechen, der den Menschen als Mann und Frau
geschaffen hat und der ihm die Fähigkeit zur Liebe
gab. Das ist das erste, was eine kirchliche
Trauung will.
Das zweite ist dies: Wer
kirchlich heiratet, nimmt Jesus Christus als Dritten
im Bunde auf. Jesus
ist den Weg des Menschen in Treue gegangen und hat
selbst Leid und Tod auf sich genommen. Er hilft den
Paaren, ja zu sagen zu einer lebenslangen
Gemeinschaft, ja zu sagen zu einer Liebe, die sich
durch Treue bewähren will. Er hilft auch, ja zu
sagen zu Kindern.
Wer kirchlich heiratet,
stellt sich als Ehepaar in die Gemeinschaft der
Kirche. Die Ehe unter Christen ist ein Abbild der
liebenden Gemeinschaft zwischen Christus und der
Kirche. Darum nennen katholische Christen die Ehe ein
Sakrament,
ein heiliges Zeichen.
Dieses Sakrament, dieser heilige Bund, trägt die
Ehepartner ,,in guten und in bösen Tagen, in
Gesundheit und in Krankheit". Besonderen
Halt gibt nach unserer Ansicht gerade der Glaube.
Unterstützt werden Frau und
Mann dabei auf Wunsch von einem Seelsorger oder
anderen Mitgliedern der Pfarrgemeinde. In persönlichen Gesprächen sollen
dabei Ängste und Unsicherheiten, die vor einer
festen Bindung auftreten, abgebaut werden.
Dazu und für alles andere
ist auch die "Feier der Trauung" im Netz. Finden Sie Hilfen, suchen Sie Kontakte!