
Aktuell
Elisabethjahr 2007
www.bistum-fulda.de
Fernsehgottesdienst über die Hl.
Elisabeth am 10.8.2003 aus Schröck
Die "Heilige Elisabeth-Tage" finden
jährlich in Sárospatak/Ungarn statt. Schöne Bilder von der
kleinen Stadt, die übrigens auch "Athen am Ufer des
Bodrog-Flusses" genannt wird, kann man unter www.sarospatak.net anschauen.
Wallfahrten
und Auskünfte:
Kontaktformular
Stefan Krönung
Kettelerstr. 12
35043 Marburg-Schröck
Tel. 06424/92230
|
- Elisabeth von
Thüringen (Attribute: Grafen-Krone,
Rosen, Brot, Fische, Bettler) Elisabeth
ist die Tochter des Königs Andreas II.
von Ungarn und Gertrud von Andechs. Als
Einjährige wird sie mit dem späteren
Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen
verlobt und zur Erziehung "in
deutscher Umgebung" nach
"Thüringen" geschickt. Die
Erziehung obliegt ihrer Schwiegermutter
Sophie. Elisabeth und Ludwig gewinnen
sich schon als Kinder lieb, aber die
wilde, maßlose und kaum zu bändigende
Elisabeth wurde von der Familie mehr als
skeptisch betrachtet. Es wird aber eine
glückliche Ehe; Elisabeth und Ludwig
bekommen drei Kinder. Nach dem Tod ihres
Mannes (Kreuzzug) wird sie dann doch von
der Familie des Mannes von der Wartburg
vertrieben - das heißt: Sie geht - des
Schutzes ihres Mannes beraubt - freiwillig
und führt nun ein Leben in Armut und
mildtätiger Liebe zu den Arme, das bald
von vielen Wundererzählungen verklärt
wird.
Ihr "Seelenführer",
"Beichtvater" in den letzten
Jahren ist ein strenger, asketischer
Priester: Konrad von Marburg, der
seinen Ergeiz darin sieht, "die
Heilige zu einer Heiligen zu
machen". Er verfolgt sie mit seinen
Bußübungen und geißelt sie schon für
kleine "Vergehen" bis auf's
Blut. Als aber andererseits Elisabeth aus
Überzeugung ganz arm sein will, von Tür
zu Tür betteln gehen, will, als sie
öffentlich auf all ihren - ihr
juristisch ja noch zustehenden Reichtum -
verzichten will, muss er sie vom Altar
wegziehen, um ihr (?) oder der Kirche (?)
ihr Vermögen zu retten. Mit ihrem
Witwenvermögen errichtete Elisabeth in
Marburg ein Spital und arbeitete dort
selbst als Pflegerin. Bereits vier Jahre
nach ihrem Tod erfolgt ihre
Heiligsprechung.
-
- Bauernregel:
"St. Elisabeth sagt es an, was der
Winter für ein Mann."
-
Literatur
- Hömig, Herbert
(Hrsg.): Das Leben der Heiligen Elisabeth
von Thüringen. Cronica sant Elisabet szu
Deutsch (Erfurt, Matthes Maler, 1520),
Verlag Dietrich Phaehler, 1981.
- Kranz, Gisbert:
Elisabeth von Thüringen. Wie sie
wirklich war. Augsburg 1957 (2.Aufl.)
- Lang, Alois: Predigt
zum Elisabethjubiläum 1996. Pfarrbrief
Schröck, 1996
-
Leinweber, Josef: Das kirchliche
Heiligsprechungsverfahren bis zum Jahre
1234. Der Kanonisationsprozeß der hl.
Elisabeth von Thüringen.
- Meuser, Bernhard:
Liebe Elisabeth! Schwabenverlag, 1992
(Für Kinder und Jugendliche!)
- Müller, Rüdiger: Die
heilige Elisabeth. Das Leben der
Landgräfin von Thüringen.
Christopherusverlag, 1990 (8.Aufl.)
- Nigg, Walter:
Elisabeth von Thüringen. Bildbiographie.
Herder.
- Sartory, Gertrude u.
Thomas: Elisabeth von Thüringen -
Befreiende Demut. (Herderbücherei).
Freiburg 1983. (****)
- Die Geschichte der
heiligen Elisabeth den Kindern erzählt.
Von Maria-Regina Bottermann-Broj mit
Bildern von Gertrud Schrör. Kevelar,
1997. ISBN 3-7666-0102-4 (*****)
Zurück
zum Seitenanfang
Geb. 1207 auf der Burg
Sáros Patak (Nordungarn) als Tochter des
ungarischen Königs Andreas II. Kam 1211 an den thüringischen Hof wo sie 1221 mit Ludwig IV.
vermählt wurde. Aus der sechsjährigen
glücklichen Ehe gingen drei Kinder hervor.
Beeinflußt von franziskanischer
Armutsspiritualität brach sie schrittweise mit
der höfischen Lebensweise. Provozierende
Solidarisierungsaktionen mit Armen. Kranken.
Hungernden. 1227/1228 Flucht von der Wattburg.
Nutzte ihr Erbteil für den Bau eines
Krankenhauses in Marburg/Lahn. Bis zum Tod 1231:
Leben in völliger Armut und Hingabe an die
Pflege von Kranken und Sterbenden. Ihr Leben
wurde zum Inbegriff christlicher Barmherzigkeit.
Heiligsprechung: Pfingsten 1235.
Legende
Rosenwunder: Überrascht
von ihrem Gatten, als sie Gaben zu den Armen
trug, verwandelte sich das Brot in ihrem Korb in
Rosen. Aussätzigenwunder: Elisabeth nahm einen
Aussätzigen auf, wusch ihn, pflegte ihn und
legte ihn in das Ehebett, das sie mit Ludwig
teilte. Als der erzürnte Landgraf herbeieilte
und die Decke zurückschlug, sah er statt des
Aussätzigen den Gekreuzigten.
Name
Hebr.: Mein Gott (eli) die
Sieben (Sibuah). Sieben als Zahl der
Vollkommenen. Daher auch: Mein Gott ist
vollkommen. Andere Namensformen: Else, Elsa,
Isabel. Elly, Bettina. Lisette (Settchen), Liese,
Lilly, Ella, Ilse, Elsbeth, Lisbeth, Elise, Lisa,
Liza, Libeth, Betty.
Darstellungen
In fürstlicher Kleidung
mit Krone, Almosen austeilend, Armen die Füße
waschend. Korb mit Broten und Weinkrug oder eine
Schüssel mit Fischen in der Hand. Rosen in einem
Korb oder in der Schürze. Hockender Bettler
neben ihr.
Wallfahrtsorte/Reiseziele
Wartburg, Eisenach,
Marburg,
Schröck, Wiener Elisabethinenkirche.
Patronin
Bäcker, Bettler, Witwen,
Waisen, unschuldig Verfolgte. Auch Patronin der
Ordensgenossenschaften der hl. Elisabeth, der
Elisabeth-Vereine und der Caritas.
Sie ist Patronin der
deutschen »Franziskaner-Minoriten Provinz, der Thüringischen
Franziskanerprovinz (Fulda), ...
Verehrung
Heilige der noch
ungeteilten Christenheit. Weltweite Verehrung.
Ungezählte Einrichtungen zur Ausübung
praktischer Nächstenliebe tragen ihren Namen.
Verwandtschaft
Die biblische Elisabeth.
Eliza Doolittle, Elsa von Brabant, Königin
Elisabeth I, Liz Taylor, Liza Mmdli, Lilly
Marleen, Lisa Fitz, Ella Fiugerald, Else
Stratmann.
Zurück
zum Seitenanfang
"Ich habe Euch
immer gesagt, ihr müßt die Menschen froh
machen", Elisabeth
|