Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Kettelerstr. 12 Tel. 06424/ 92230
 
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Pfarrei St. Michael
und St. Elisabeth
Marburg-Schröck


Die Heilige Elisabeth
von Thüringen
1207 - 17.11.1231

Elisabeth verschenkt Brot. Sansteinplastik am Eingang der Pfarrkirche Schröck

Elisabethjahr 2007
www.bistum-fulda.de

Fernsehgottesdienst über die Hl. Elisabeth am 10.8.2003 aus Schröck

Die "Heilige Elisabeth-Tage" finden jährlich in Sárospatak/Ungarn statt. Schöne Bilder von der kleinen Stadt, die übrigens auch "Athen am Ufer des Bodrog-Flusses" genannt wird, kann man unter www.sarospatak.net  anschauen. 

Wallfahrten und Auskünfte:

Pfarrbüro
Kettelerstr. 12
35043 Marburg-Schröck
Tel. 06424/92230
Detail der Figur über dem Kircheneingang (06.08.98)
 
 
Elisabeth von Thüringen (Attribute: Grafen-Krone, Rosen, Brot, Fische, Bettler) Elisabeth ist die Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und Gertrud von Andechs. Als Einjährige wird sie mit dem späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt und zur Erziehung "in deutscher Umgebung" nach "Thüringen" geschickt. Die Erziehung obliegt ihrer Schwiegermutter Sophie. Elisabeth und Ludwig gewinnen sich schon als Kinder lieb, aber die wilde, maßlose und kaum zu bändigende Elisabeth wurde von der Familie mehr als skeptisch betrachtet. Es wird aber eine glückliche Ehe; Elisabeth und Ludwig bekommen drei Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes (Kreuzzug) wird sie dann doch von der Familie des Mannes von der Wartburg vertrieben - das heißt: Sie geht - des Schutzes ihres Mannes beraubt - freiwillig und führt nun ein Leben in Armut und mildtätiger Liebe zu den Arme, das bald von vielen Wundererzählungen verklärt wird. 
Ihr "Seelenführer", "Beichtvater" in den letzten Jahren ist ein strenger, asketischer Priester: Konrad von Marburg, der seinen Ergeiz darin sieht, "die Heilige zu einer Heiligen zu machen". Er verfolgt sie mit seinen Bußübungen und geißelt sie schon für kleine "Vergehen" bis auf's Blut. Als aber andererseits Elisabeth aus Überzeugung ganz arm sein will, von Tür zu Tür betteln gehen, will, als sie öffentlich auf all ihren - ihr juristisch ja noch zustehenden Reichtum - verzichten will, muss er sie vom Altar wegziehen, um ihr (?) oder der Kirche (?) ihr Vermögen zu retten. Mit ihrem Witwenvermögen errichtete Elisabeth in Marburg ein Spital und arbeitete dort selbst als Pflegerin. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod erfolgt ihre Heiligsprechung.
 
Bauernregel: "St. Elisabeth sagt es an, was der Winter für ein Mann."
 

Literatur

  • Hömig, Herbert (Hrsg.): Das Leben der Heiligen Elisabeth von Thüringen. Cronica sant Elisabet szu Deutsch (Erfurt, Matthes Maler, 1520), Verlag Dietrich Phaehler, 1981.
  • Kranz, Gisbert: Elisabeth von Thüringen. Wie sie wirklich war. Augsburg 1957 (2.Aufl.)
  • Lang, Alois: Predigt zum Elisabethjubiläum 1996. Pfarrbrief Schröck, 1996
  • Leinweber, Josef: Das kirchliche Heiligsprechungsverfahren bis zum Jahre 1234. Der Kanonisationsprozeß der hl. Elisabeth von Thüringen.
  • Meuser, Bernhard: Liebe Elisabeth! Schwabenverlag, 1992 (Für Kinder und Jugendliche!)
  • Müller, Rüdiger: Die heilige Elisabeth. Das Leben der Landgräfin von Thüringen. Christopherusverlag, 1990 (8.Aufl.)
  • Nigg, Walter: Elisabeth von Thüringen. Bildbiographie. Herder.
  • Sartory, Gertrude u. Thomas: Elisabeth von Thüringen - Befreiende Demut. (Herderbücherei). Freiburg 1983. (****)
  • Die Geschichte der heiligen Elisabeth den Kindern erzählt. Von Maria-Regina Bottermann-Broj mit Bildern von Gertrud Schrör. Kevelar, 1997. ISBN 3-7666-0102-4 (*****)

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Fest 19. November.

Geb. 1207 auf der Burg Sáros Patak (Nordungarn) als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. Kam 1211 an den thüringischen Hof wo sie 1221 mit Ludwig IV. vermählt wurde. Aus der sechsjährigen glücklichen Ehe gingen drei Kinder hervor. Beeinflusst von franziskanischer Armutsspiritualität brach sie schrittweise mit der höfischen Lebensweise. Provozierende Solidarisierungsaktionen mit Armen. Kranken. Hungernden. 1227/1228 Flucht von der Wattburg. Nutzte ihr Erbteil für den Bau eines Krankenhauses in Marburg/Lahn. Bis zum Tod 1231: Leben in völliger Armut und Hingabe an die Pflege von Kranken und Sterbenden. Ihr Leben wurde zum Inbegriff christlicher Barmherzigkeit. Heiligsprechung: Pfingsten 1235.

Legende

Rosenwunder: Überrascht von ihrem Gatten, als sie Gaben zu den Armen trug, verwandelte sich das Brot in ihrem Korb in Rosen. Aussätzigenwunder: Elisabeth nahm einen Aussätzigen auf, wusch ihn, pflegte ihn und legte ihn in das Ehebett, das sie mit Ludwig teilte. Als der erzürnte Landgraf herbeieilte und die Decke zurückschlug, sah er statt des Aussätzigen den Gekreuzigten.

Name

Hebr.: Mein Gott (eli) die Sieben (Sibuah). Sieben als Zahl der Vollkommenen. Daher auch: Mein Gott ist vollkommen. Andere Namensformen: Else, Elsa, Isabel. Elly, Bettina. Lisette (Settchen), Liese, Lilly, Ella, Ilse, Elsbeth, Lisbeth, Elise, Lisa, Liza, Libeth, Betty.

Darstellungen

In fürstlicher Kleidung mit Krone, Almosen austeilend, Armen die Füße waschend. Korb mit Broten und Weinkrug oder eine Schüssel mit Fischen in der Hand. Rosen in einem Korb oder in der Schürze. Hockender Bettler neben ihr.

Wallfahrtsorte/Reiseziele

Wartburg, Eisenach, Marburg, Schröck, Wiener Elisabethinenkirche.

Patronin

Bäcker, Bettler, Witwen, Waisen, unschuldig Verfolgte. Auch Patronin der Ordensgenossenschaften der hl. Elisabeth, der Elisabeth-Vereine und der Caritas.

Sie ist Patronin der deutschen »Franziskaner-Minoriten Provinz, der Thüringischen Franziskanerprovinz (Fulda), ...

Verehrung

Heilige der noch ungeteilten Christenheit. Weltweite Verehrung. Ungezählte Einrichtungen zur Ausübung praktischer Nächstenliebe tragen ihren Namen.

Verwandtschaft

Die biblische Elisabeth. Eliza Doolittle, Elsa von Brabant, Königin Elisabeth I, Liz Taylor, Liza Mmdli, Lilly Marleen, Lisa Fitz, Ella Fiugerald, Else Stratmann.

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"Ich habe Euch immer gesagt, ihr müsst die Menschen froh machen", Elisabeth

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Hl. Elisabeth von Thüringen - Glasfenster aus der Schröcker Kirche. Heute Museum Schloß Marburg

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Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11

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