Die Feier der Trauung .
Die Christliche Ehe | Literaturverzeichnis

Zeichen und Symbole zur Hochzeit

Siehe auch:
Hochzeitsbräuche
Wie Christen über die Ehe denken...

 

Der Ring

Untrennbar mit der Eheschließung ist der Ring verbunden. Die geschlossene Form ist ein Zeichen der Bindung.
Seit dem Hochmittelalter ist dem Verlöbnis, dem auf absehbaren Zeit stattfindenden Eheabschluß, großes Gewicht zugekommen. Man bekräftigt einander den Entschluß durch Förmlichkeiten, zu denen besonders die Übergabe eines Ringes an die Braut gehört.
Dies ist ebenfalls Brauch bei heidnisch-römischen Verlobungsfeiern.
Erst als mehr und mehr sich eine "kirchliche Vermählung" durchsetzt, verlagert sich dieser Brauch und wird zum Trauritus. Der "anulus pronobus" wird zum Trauring.

Die beiderseitige Ringgabe findet sich seit dem 11. Jahrhundert im byzantinischen Verlobungsritus. In Deutschlands war die Kirche seit dem 13. Jahrhundert bemüht, den gegenseitigen Ringtausch in den Trauritus einzubauen, um vor allem die Treuepflicht des Mannes stärker ins Bewußtsein zu stellen.

Das Hochzeitskleid in weiß

Mit der Farbe weiß werden "Reinheit, Vollkommenheit, Freude und Festlichkeit, Leben und ungebrochenes Licht" verbunden. So ist seit urchristlicher Zeit Weiß die Farbe des Taufkleides. Sie ist darüber hinaus die Farbe für die Kleidung bei allen Festen, an denen eine Lebenswende gefeiert wird, so bei der Hochzeit, bei der Erstkommunion, beim Eintritt ins Kloster oder beim Tod.
In Verbindung mit dem (Braut-)Schleier drückt sich im weißen Brautkleid die Suche nach Schutz und Geborgenheit aus.

Die Blumen (folgt)

Die Traukerze (Hochzeitskerze)

[ Meditation ]

In manchen Gemeinden findet die "Traukerze" (Brautkerze) Verwendung. Freunde oder Verwandte schenken dem Paar eine Kerze, die die Namen der Beiden trägt und ein Symbol mit dem Datum der "Hochzeit". Die Kerze steht während der Feier der Trauung am Altar und kann am Jahrestag der Hochzeit Verwendung finden. Der Brauch ist seit dem Mittelalter bekannt.

Natürlich können Eheleute Ihre Kerze auch selbst gestalten und Gedanken und Empfindungen Ihres gemeinsamen Weges einfließen lassen.

Haben Braut und Bräutigam ihre Tauf- oder Erstkommunionkerzen, ist es schön, diese auch am Hochzeitstag in den Gottesdienstablauf einzuplanen.

Die Liturgie unserer Kirche lebt in und aus vielen Zeichen und Symbolen. Im Licht der Kerze können Glanz und Wärme der Ehe gedeutet werden, in dem Versprechen, das sich Mann und Frau in der Ehe geben. Mehr noch ist Licht das Zeichen der übergroßen Liebe Jesu Christi, der die neuvermählten trägt und sie auf dem Lebensweg begleitet.

Für solche Elemente gilt aber, das sie nur der verwenden soll, der damit auch etwas "anfangen" kann. Eine Hochzeitskerze ist eine Möglichkeit, kein fester Bestandteil des Ritus.

So sie verwendet wird, ist es sinnvoll, sie während der Trauungszeremonie brennen zu lassen oder nach der Predigt an der Osterkerze (Zeichen für Christus) zu entzünden.

Schöne, ansprechende Wachskerzen gibt es fast überall zu kaufen. Zum anderen kann man sich eine solche Kerze auch selbst herstellen und verzieren. In jedem Bastelgeschäft erhält man Dochte und Wachs, um sich eine Kerze selbst zu gießen oder zu ziehen. Oder man kauf sich eine neutrale, bereits vorgeformte Kerze und verziert diese mit bunten Wachsplatten oder Kerzenwachsfarbe. Für Motive ist zuerst die eigene Phantasie gefragt. Typisch christliche Ornamente und Symbole sind das Kreuz, die Sonne, der Fisch, das Chi-Rho-Monogramm, die Taube...

Zusammenlegen der Hände

Menschenhände, Werkzeuge aus 27 Knochen, 33 Muskeln, 28 Gelenken und 17.000 Sensoren: Was wäre der Mensch ohne seine Hände... Es gibt keine zwei Menschen auf der Welt, deren Hände gleich aussehen. In der Form seiner Hand spiegelt sich die Persönlichkeit eines Menschen. Die Wellen, Schlaufen oder Wirbel auf den Fingerspitzen sind die einzigartigen Merkmale, die sich ein Leben lang nicht verändern.

Die menschliche Hand ist aber auch ein hervorragendes und hochkompliziertes Werkzeug, das Kraft und Präzision auf das Vortrefflichste vereinigt. Man hat geschätzt, daß sich die Finger im Laufe eines Lebens mindestens 25 Millionen Mal biegen und strecken.

In der Feier der Trauung reichen Braut und Bräutigam einander die rechte Hand und der Priester (Diakon) legt die Stola und seine Hand darüber: "Was Gott verbunden hat, das darf der Menschen nicht trennen."

 

 

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