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Kurzinfo Erstkommunion | Sakramente in der Gemeinde | Hausgottesdienst
Gemeinsam den Glaubensweg gehen
Familienkatechese in Schröck
  • Wie können Kinder in die Gemeinde hineinwachsen?
  • Wie soll Glauben vermittelt werden?
  • Wir stellen Ihnen unseren Versuch hierzu vor und laden ein, Begleiter auf diesem Weg zu sein.

 

Gruppentreffen zur Erstkommunionvorbereitung (1997/98)

Christuszeichen auf einer Erstkommunionkerze (1997)

Kommunionvorbereitung ist in Schröck und Moischt ein gemeinsamer Weg von Eltern und Kindern in einer Gemeinde, die sich als lebendige Gemeinschaft versteht. Interessierte Mütter und Väter sind eingeladen, zusammen mit dem Seelsorger, die Kinder zu begleiten. Darüber hinaus ist die Vorbereitung in der einzelnen Familie von größter Bedeutung - sie muss aber freiwillig und ungezwungen übernommen werden.
Die Dauer der Vorbereitung ist in den letzten Jahren bei uns immer wieder verlängert worden und soll künftig die Dauer eines ganzen Kirchenjahres (Advent bis Advent + halbes Jahr bis zum Weißen Sonntag) umspannen.

Den Eltern kommt dabei aus der Sache selbst – wie in den ersten 1600 Jahren unserer Kirchengeschichte – die entscheidende Rolle zu: Sie sind die eigentlichen Vermittler und Glaubenszeugen für ihre Kinder, wie sie es ja auch bei der Hochzeit und der Taufe öffentlich versprochen haben.

Die Kinder werden zur Erstkommunion geführt, wenn es ihrer persönlichen Reife entspricht und das können nur die Eltern entscheiden, die ihre Kinder am besten kennen.

Seelsorger, ggf. Katecheten und die Gemeinde unterstützen die Eltern bei dieser Aufgabe auf unterschiedliche Art und Weise. Sollten Familien sich nicht in der Lage sehen, diese Aufgabe zu übernehmen, ist es wichtig gemeinsam nach einer Patenfamilie zu suchen!

Der sogenannte »Weiße Sonntag« ist in unserer Region traditionell von großer Bedeutung. Einmal jährlich ist an diesem Tag das Fest für die Kinder und deren Eltern. Das ist gut und wichtig, führt aber gleichzeitig zu vielen Missverständnissen und ist manchmal ein Grund, warum das "kleine Scheibchen Brot" übersehen wird. Das Fest ist in der Gefahr, seine tiefere Bedeutung zu verlieren. Der Erstkommuniontag ist nicht selten der "Letztkommuniontag".

Eine Hilfe ist es aus meiner Erfahrung, auf einen anderen Tag auszuweichen, um die Bedeutung des "Heiligen Brotes" zu unterstreichen - nahe liegend wäre der Gründonnerstag und ein anderer günstiger Tag im Rhythmus der Gemeinde und des Kirchenjahres. 

Am Ende der gesamten Kommunionvorbereitung ist dann der Weiße Sonntag der Tag der gemeinsamen Kommunion aller Kinder, die im Laufe des Jahres (oder an einem gemeinsamen Tag) zur Erstkommunion gegangen sind, sowie der Tag der feierlichen Erneuerung ihres Taufversprechens, also ein Start in eine neue Phase des christlichen Lebens mit dem Wunsch: "Fortsetzung folgt..."

In vielen Gemeinden wird dies probiert und das Urteil der Eltern und Kinder, die sich ernsthaft auf diesen Weg eingelassen haben, ist einhellig positiv, was ihre Erfahrung mit dieser Praxis betrifft.

Wie geht das nun im einzelnen vor sich?

In einem Austausch mit Müttern der Kommunionkinder des Jahres 1997/98 haben wir nach gemeinsamen Überlegungen uns für den Gründonnerstag als gemeinsamer Tag der Erstkommunion ausgesprochen und  das Konzept der Familienkatechese mit Pfarrgemeinderat und Seelsorger verwirklicht.
Mit Pfarrer und Helferinnen treffen sich die Kinder 14tägig zum Gruppentreffen. In den dazwischenliegenden Wochen findet die Katechese zu Hause am "Familientisch" statt. Für "verschärft Interessierte" finden Gruppenleitertreffen statt. Alle Eltern beteiligen sich an den thematischen Elternabenden in regelmäßigen Abständen.

Gruppentreffen zur ErstkommunionvorbereitungIn mehreren Sitzungen hat der Mitarbeiterkreis (der bis zur Neuwahl 1999 die Aufgaben des Pfarrgemeinderates übernommen hat) über die Erstkommunionvorbereitung in Schröck beraten und das Konzept einstimmig unterstützt. Die Kirchenzeitung "Bonifatiusboten" hat an Ostern 2004 das Konzept in einem ganzseitigen Artikel vorgestellt.

Längfristig sollen die Eltern - das wird besonders wichtig für wachsende Seelsorgseinheiten - für sich mit ihrem Kind überlegen, an welchem Tag es zum ersten Mal mit zur Kommunion geht. Der Zeitpunkt ist nicht von Feiertagen abhängig!
Der Termin kann ein für die Familie wichtiger Tag sein. Hier einige Beispiele aus der Praxis: Tauftag oder Namenstag des Kindes, wenn dieser auf einen Sonntag fällt; der Besuch der im Ausland lebenden Patentante oder der Großeltern; es kann das Erntedankfest, ein Adventssonntag, der Gründonnerstagabend oder ein anderes Fest des Kirchenjahres sein; oder es sprechen sich einige befreundete Familien ab und wählen sich einen Sonntag aus.

Die Eltern teilen dann diesen Termin dem Pfarrer und melden ihr Kind an. In der Messe nehmen die Kinder mit ihren Eltern (und evtl. Taufpaten und Großeltern) vorn in der Kirche Platz. Sie werden namentlich begrüßt und so der Gemeinde vorgestellt. Für jedes Kind brennt auf dem Altar eine Kerze, die die Kinder auch als Erinnerung mitnehmen. In den Fürbitten wird besonders für das Erstkommunionkind gebetet. Zur Kommunion gehen die Kinder mit ihren Angehörigen als erste. Zum Abschluss überreicht ihnen der Priester ihr Kommunionandenken. Die Feier in der Familie sollte sich dann im kleinen Kreis abspielen. Das festliche Essen wird dazugehören (mit der brennenden Kommunionkerze auf dem Tisch) und eine Gestaltung des Tages, die kindgemäß ist - ohne Rummel, ohne Geschenke. Bei Tisch darf das Kommunionkind vorbeten. Die Feier im kleinen Kreis der Familie und einiger weniger Menschen, die dem Kind besonders nahe stehen, ist von bleibender Erinnerung für das Kind. Es ist "sein Tag" und lässt den religiösen Sinn dessen, was in der Kommunion geschieht, erfahren, ohne daß Hektik und eine Geschenkelawine alles zudecken.

Der Weiße Sonntag bleibt. Er bekommt seine alte Bedeutung wieder

Der "Weiße Sonntag" ist dann das große Gemeinschaftsfest, wo auch ruhig viele Verwandte und Bekannte zu Besuch kommen können und Geschenke gemacht werden. Der kirchliche Rahmen des "Weißen Sonntages" ist ja geläufig. Die Kinder können in der Festmesse festliche Kleidung - das Taufgewand - tragen. Ein übertriebener Aufwand ist da fehl am Platz. (Handschuhe, Hut und überflüssige Zutaten bleiben zu Hause).

Zur Erneuerung des Taufversprechens bringen die Kinder ihre Taufkerze mit (oder gestalten mit Ihren Eltern eine Kommunionkerze). Der "Weiße Sonntag" wird eingeleitet durch das gemeinsame Abendgebet, zu dem die Kinder und ihre Gäste eingeladen sind. Er klingt aus mit der Dankmesse am Tag nach dem "Weißen Sonntag".

Nach der Dankmesse gibt es auch die berühmten Erinnerungsfotos (da das Fotografieren und Filmen in der Festmesse stört und deshalb unerwünscht ist!).

Dem einzelnen Kind gerecht werden

Der Tag, an dem ein Kind zum ersten Mal zur Kommunion geht - in Schröck und Moischt 1998 der Gründonnerstag - wird als Fest im kleinen Kreis der Familie gefeiert und nicht von Nebensächlichkeiten überdeckt. Der Weiße Sonntag ist dann das große Gemeinschaftsfest für alle Kinder, die in dem vergangenen Jahr zur Erstkommunion gegangen sind.

Kinder entdecken den Glauben, z.B. im Familiengottesdienst

Grundgedanken des Konzepts

1. Die Eltern entscheiden, wann sie mit ihrem Kind an der Vorbereitung auf Erstkommunion und Beichte teilnehmen. Das ist sinnvoll, da die Eltern ihr Kind am besten kennen. Das Grundschulalter ist erfahrungsgemäß vernünftig. In einer Übergangszeit von "Jahrgangs-katechese" zur "Familien-katechese" ist das 3. Schuljahr eine gute Orientierung.

2. Die Inhalte der Vorbereitung sind eingebettet in den Ablauf des Kirchenjahres. Deshalb dauert die Vorbereitungszeit mehr als ein Jahr und beginnt mit dem Beginn des Kirchenjahres – dem Advent. Es wird erwartet, daß die Familien am gottesdienstlichen Leben der Gemeinde teilnehmen, die Elterntreffen wahrnehmen und bei den Gruppentreffen sich aktiv beteiligen und die Familienrunden zu Hause halten.

3. Der "Weiße Sonntag" wird als Tag der feierlichen Tauferneuerung weiterhin gemeinsam gefeiert, wie gewohnt mit Festgewand und Kerze, den äußerlichen Zeichen der Taufe. 

Der Tag der Erstkommunion kann von den Eltern gewählt werden. Für 1988 war das der Gründonnerstag, im Jahr 1999 wird das der Vorabend des Weißen Sonntags sein. Im Jahr 2000 wird es zwei Kommuniontermine geben, den Gründonnerstag und ein Sonntag im Juni.

An diesem Tag nehmen die Familien am Gottesdienst teil, die Kinder tragen das weiße Taufgewand (der Gemeinde).

4. Inhaltlich ist die Kommunionvorbereitung in den Ablauf des Kirchenjahres eingebunden, das sowohl in der Familie als auch in der Gemeinde erlebt wird. Während des Vorbereitungsjahres erhalten Eltern und Kinder durch gemeinsame Treffen der Gemeinde und ggf. in Familiengruppen Unterstützung. Dabei bieten sich viele schöne Erlebnismöglichkeiten. Wichtig ist aber auch die ständige Begleitung der Kinder durch die Eltern. 

Kursunterlagen und Hilfen gehören dazu.

Literatur, Tipps und Links

http://www.erstkommunion.de/ 

[ Zum Anfang ]

 

Der Taubrunnen: Wasser des Lebens. (Probe zum Weißen Sonntag, 17.04.98)

Probe zum Gottesdienst am Weißen Sonntag 1998

Als Kleinkinder getauft, sprechen die Mädchen und Jungen ihr "Ja" zu Kirche

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 Update 10.04.06

In der Familie, dort also, wo das Leben entsteht und begleitet wird, entsteht Sinn und Unsinn für Kinder. Ein Kind
ins Leben rufen heißt auch, es in die Sinnlosigkeit – oder eben in den Sinn des Lebens zu rufen. Lesen und
schreiben lehren kann man Lehrerinnen und Lehrern anvertrauen. Im Bereich von Ethik und Religiosität aber
reicht Delegation nicht aus. Die Gottesbeziehung muß in der Eltern-Kind-Kommunikation wachsen und gepflegt
werden.

Viele Kinder aber haben heute keine Chance, eingebettet in die alltägliche Familienkommunikation mit ihren
Eltern selbstverständlich religiöse Symbole, Riten und emotionale Geborgenheit in der Gottesbeziehung zu
erleben. Die Kirche sollte diese Entwicklung nicht einseitig den Eltern anlasten. Vielmehr sollte sie Eltern
anregen und unterstützen, sich gemeinsam mit dem eigenen Kind in der Familie gemeinsam auf die
Erstkommunion vorzubereiten.

 

Familienkatechese
Gemeinsam auf dem Weg zur Erstkommunion

Wir bereiten uns gemeinsam vor für die Erstkommunion im Jahr 2001. Auf dieses kleine Wörtchen "Wir" legen wir großen wert, denn "Wir", das sind die Erstkommunionkinder, deren Eltern, Geschwister und die Katecheten mit dem Pfarrer. Das nennen wir Familienkatechese. Wie geht das? Eltern, Kommunionkind und Geschwister setzen sich einmal wöchentlich gemeinsam an den Tisch. Sie sprechen, singen und beten miteinander, und zwar anhand anschaulicher Materialien, die an einem Elternabend besprochen wurden oder anhand des Kommunionbuches, das uns begleitet. Die Kinder treffen sich dann regelmäßig alle zwei Wochen zu den Gruppenstunden im Pfarrheim, um zu basteln, spielen, malen und singen. Oft arbeiten wir im Zusammenhang mit unserem Kommunionbuch "Kommt und seht". In diesem Jahr sind es drei Gruppen mit jeweils zwei Katecheten. Das heißt wir sind sechs Mütter und Pfarrer Stefan Krönung, die sich bereit erklärt haben, die Gruppenstunden mit den Kindern gemeinsam zu gestalten. Wir haben bereits am 1. Advent 1999 mit der Vorbereitung begonnen, um den Kindern das ganze Kirchenjahr thematisch aufzuarbeiten. Die Messfeier am Sonntag und auch der regelmäßige Familiengottesdienst in unserer Gemeinde ergänzen das Konzept neben dem Programm, das in der Pfarrgemeinde für Familien und Kinder geplant wird.

Christa Nahrgang, Anna Sauer (Weihnachtspfarrbrief 2001)