Am Aschermittwoch beginnt
die 40tägige Fastenzeit, mit der sich katholische
Christen auf das Fest der Auferstehung Jesu von den
Toten vorbereiten. Diese Wochen werden darum auch
österliche Bußzeit" genannt.
Für das Jahr 2003 rufen Bischöfe und Papst vor allem zu
Friedensgebeten auf.
Fastenzeit intensiv für Gebet und
Gottesdienst nutzen
Landpfarrei ruft zur Erneuerung auf
Schröck bei Marburg: Im Bistum Fulda
ist für die Fortführung des Jubeljahres 2000 das Motto:
"Eucharistie - Anfang, Mitte
und Ziel unseres Lebens" als
Impuls für die Gemeinden gegeben worden. Für die katholische
Landgemeinde Schröck bei Marburg kommt die Vorbereitung auf das
Kirchweihjubiläum 275 Jahre Kirche St. Michael und St. Elisabeth
hinzu. Beide Anliegen möchte Pfarrer Stefan Krönung in der
anstehenden Österlichen Bußzeit (Fastenzeit) aufgreifen und in
Gottesdienst und Gebet die Gläubigen einstimmen und Impulse geben
im Sinne von "Exerzitien im Alltag". Jeden Donnerstag ist Eucharistische Anbetung in der Pfarrkirche (18
Uhr), jeden Dienstag gestaltet die Frauengemeinschaft (kfd) den
Kreuzweg, mehrmals in der Woche werden zum ersten Mal gesungenes Morgen- oder
Abendlob angeboten, an den Wochentagen und Sonntags finden
Eucharistiefeiern statt. Zu Bussgottesdienst und Beichte sind die
Gläubigen aufgerufen.
Pfarrer Krönung merkt an: In einer
Zeit, da Hektik und Betriebsamkeit oberste Priorität haben, hat es
Zeugnischarakter, wenn gläubige Menschen scheinbar sinnlos Zeit
für Meditation, für Gebete und für Anbetung verschwenden. Als
Christen sagen wir natürlich: Wir schenken Sie Gott, von dem wir
unsere vielen Millionen Lebensminuten erhalten haben.
Anregung für die Fastenzeit: www.autofasten.de
oder die Themenseite auf http://www.katholisch.de
Hintergrundinfo:
Bereits das Konzil von Nicäa (325)
kannte eine 40tägige Vorbereitungszeit auf das Fest
der Auferweckung Jesu von den Toten. Vorbild hierfür
war Jesus selbst, der nach der Taufe im Jordan 40
Tage auf Nahrung verzichtete, wie die Evangelisten
Matthäus und Lukas berichten. Ursprünglich stand
nicht der Aschermittwoch, sondern der sechste Sonntag
vor Ostern am Anfang der Quadragesima".
Doch die Kirche konnte sich den Sonntag nur als
Festtag vorstellen, an dem man folglich auch nicht
fastete. So wurde schon im sechsten oder siebten
Jahrhundert der Beginn der Fastenzeit vom sechsten
Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch
festgelegt. Die 40-Tage-Frist war damit gewahrt.
Seinen Namen
Aschermittwoch" hat dieser Tag von der
Praxis öffentlicher Buße, wie sie die Kirche einst
kannte. Die Büßer legten ein Bußgewand an und
wurden mit Asche bestreut. Schon in der Antike und im
Alten Testament galt Asche als sichtbares Zeichen der
Nichtigkeit und Vergänglichkeit. Im 10. Jahrhundert
entfiel die öffentliche Kirchenbuße. Was blieb, war
der Ritus der Aschenbestreuung. Etwa seit dem 12.
Jahrhundert wird dazu die Asche der im Vorjahr am
Palmsonntag benutzen Palmzweige verwandt. Bis zum
heutigen Tag lassen sich katholische Christen am
Aschermittwoch im Gottesdienst mit Asche ein Kreuz
auf die Stirn zeichnen - eindrucksvolles Symbol für
die Vergänglichkeit allen Lebens: Bedenke,
Mensch, daß Du Staub bist und wieder zum Staub
zurückkehrst."
Konsumverhalten
einschränken
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Der Aschermittwoch ist neben
dem Karfreitag heute der einzige vorgeschriebene
strenge Fasttag in der katholischen Kirche; an ihm
soll sich der Gläubige gemäß der kirchlichen
Bußpraxis nur einmal satt essen und auf
Fleischspeisen verzichten. So erinnern die von den
deutschen Bischöfen erlassenen Weisungen zur
Bußpraxis alljährlich.
Die Bischöfe sehen den Sinn der Fastenzeit darin,
sich selbst und den eigenen Lebensstil so zu
ändern, daß durch Besinnung und Gebet, heilsamen
Verzicht und neue Sorge füreinander Christus wieder
mehr Raum" im Leben gewinne. Sie unterstreichen
den Sinn eines besonderen Fastenopfers und laden
nicht zuletzt zum Empfang des Bußsakraments ein.
Durch Fasten, Gebet, Umkehr und Buße sollen die
Christen ihrem Leben neuen Sinn geben. Durch die
Einschränkung des eigenen Konsums als Hilfe für die
Armen in aller Welt soll die Fastenzeit auch eine
soziale Dimension erhalten.
...im Dorf
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Rein äußerlich unterbleibt in
der Fastenzeit das Halleluja vor dem Evangelium. Der
Altar ist nicht mit Blumen geschmückt. Ein neues
Hungertuch ziert den Altarraum und am Aschermittwoch
erhalten die Gläubigen ein Exemplar der
"Weisungen zur Fastenzeit" der Deutschen
Bischöfe.
In unserer Pfarrei halten wir
wöchentlich Kreuzwegandachten (Dienstag, 19.00 Uhr) und bei der Messfeier am
Mittwoch (19.00 Uhr) werden Elementen des kirchlichen Stundengebetes
(Abendlob/Vesper) verwendet.
(>Pfarrnachrichten)
Die Kinder sind zum Kreuzweg am
Karfreitag eingeladen.
Information zu Religiösen
Vortragsabenden, das Angebot der Beichte und der Bußgottesdienst vor der
Heiligen Woche finden Sie im Pfarrbrief neben allen
anderen Veranstaltungshinweisen.
Schröck, am Aschermittwoch 2000-2006