Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Die gemeinschaftliche Feier der Versöhnung mit Bekenntnis
und Lossprechung der einzelnen

Die Weichen für eine Erneuerung des Bußsakramentes hat bereits das II. Vatikanische Konzil gestellt. Mehr und mehr Gemeinden nehmen es nicht länger hin, dass "die Beichte tot ist" und das Sakrament der Versöhnung in Vergessenheit gerät. So etwas ist möglich! Liturgiewissenschaftler schreiben über die Kirche der Kopten, dass in vielen Gemeinden man nur noch von einem "Beichten beim Rauchfaß" sprechen kann, das meint ein stilles Bekenntnis während des Eingangsinzenses des Gottesdienstes, worauf eine feierliche Absolutionsformel gesprochen wird. (PHL, S.86) 

Vor Ostern 2000 hat Kardinal Wetter im Münchner Dom den persönlichen Empfang des Bußsakramentes im Rahmen einer Feier der Versöhnung der Gemeinde zelebriert. Dieser Gottesdienst und viele vergleichbare Formen haben die Form des Bußgottesdienstes mitgeprägt, wie er sich in Schröck seit einigen Jahren entwickelt und sich korrekt an die "Gemeinschaftliche Feier der Versöhnung mit Bekenntnis und Lossprechung des einzelnen" (Rituale S. 45ff) anpaßt.

Diese Form macht das Sakrament zu einer wirklichen Feier – und nicht länger zur "Privatsache" im Beichtzimmer oder Beichtstuhl. Sie zeigt damit, dass Sünde nicht nur ein private Sache zwischen Gott und dem einzelnen Menschen ist, sondern immer auch die Gemeinschaft der Gemeinden und der Kirche berührt.

Nach dem Eingangslied, der Wortliturgie mit der Schriftlesung und der Ansprache folgt die Gewissenserforschung und das Schuldbekenntnis. An diese Stelle haben Gottesdienstbesucher die Gelegenheit zur persönlichen Beichte.

Sie treten an die vorderste Altarstufe zum Priester und bekennen Ihre Sünden. Nachfolgende Gläubige halten gebührenden Abstand voneinander. Die Gläubigen beichten stehend.
Er erhält einen Zuspruch, kann niederknien, und erhält durch Handauflegung die Lossprechung. Dabei ist Orgelspiel und Gemeindegesang, damit sichergestellt ist, dass das Beichtgeheimnis gewahrt bleibt.

Nach der gemeinsamen Feier ist selbstverständlich auch Gelegenheit auf den Priester im Beichtstuhl der Kirche zu warten.

Für unsere Gemeinde ist damit die Möglichkeit geschaffen im Rahmen des Bußgottesdienstes in der Advent- oder Fastenzeit das Sakrament zu empfangen. An allen Samstagen während der Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche (ab 18 Uhr) oder während einem Beichtgespräch nach Vereinbarung mit dem Ortspfarrer sowieso. Die starke Resonanz der Gemeinde ist ein Hinweis auf eine Entwicklung in eine gute Richtung. Unsere Beichtzahlen haben sich verZIGfacht ;-))

Wir bieten seit dem Jahr 2002 mehrmals im Jahr diese Gottesdienstform an!

Literatur/ Link:

PHL= Neus Pastoralliturgisches Handlexikon, Freiburg 1999

Die Gemeinschaftliche Feier der Versöhnung mit Bekenntnis und Lossprechung der einzelnen. Nach: www.liturgie.de/publikationen/gd/archiv/gd01_13-14.htm 

Die Feier der Busse - Gemeinschaftliche Feier der Versöhnung mit Bekenntnis und Lossprechung der einzelnen (Eröffnung - Wortgottesdienst - Versöhnung - Entlassung )nach: www.sbg.ac.at/pth/links-tipps/past_ein/busse/inhalt.htm 

Aus dem Erwachsenenkatechismus http://www.der-glaube.de/kathechismus/kathechismus_teil_6.htm :
"1482 Das Bußsakrament kann auch in einer gemeinschaftlichen Feier stattfinden, in der man sich gemeinsam auf das Bekenntnis vorbereitet und zusammen für die erhaltene Vergebung dankt. Hier werden das persönliche Sündenbekenntnis und die individuelle Absolution eingegliedert in einen Wortgottesdienst mit Lesungen und Homilie, gemeinsamer Gewissenserforschung, gemeinsamer Bitte um Vergebung, gemeinsamem Beten des Vaterunsers und gemeinsamer Danksagung. Eine solche gemeinschaftliche Feier bringt den kirchlichen Charakter der Buße klarer zum Ausdruck. Wie immer es gefeiert werden mag, das Bußsakrament bleibt stets seiner Natur nach eine liturgische und somit kirchliche und öffentliche Handlung [Vgl. SC 26—27]."

Weltjugendtag in Toronto: Katechese von Kardinal Lehmann - http://www.kath.de/bistum/mainz/bischof/Lehmann/katechesen_toronto_2002.htm      

Dienste in der Pfarrei

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11