Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Initiative in der Pfarrei
Hausgottesdienste und Andacht in Pfarrei & Familie

Aktuell: 
  • "Familien feiern das Kirchenjahr" - Projekt im Advent  in der Pfarrei Schröck gestartet
  • Friedensgebete und Hausandachten
  • Einfache Gestaltungshinweise
  • Buchtipp: Sonntagsbibel. Frohe Botschaft zum Sonntag und Hausandachten (Innsbruck-Wien 2003, Hg. W. Egger, 3.verb.Aufl.) - Ein gutes Arbeitswerkzeug für Wortgottesdienstleiter, Familien und Beter!

Aus der Apostelgeschichte und vielen anderen Quellen wissen wir, dass Kirche Ihren Anfang in den "Häusern" von Privatleuten genommen hat. Die Eucharistie wurde zu Beginn in Häusern gefeiert (Apg 2,46). Dieser Brauch der "Hausmesse" blieb auch lebendig nach dem Bau von Kirchen und Gotteshäusern. 

Das gemeinsame Gebet, das gemeinsame Lesen in der Heiligen Schrift und das religiöse Gespräch sind von grundlegender Bedeutung für Ehe und Familie und damit für den Aufbau der Kirche und der Pfarrgemeinden.

In den letzten Jahren haben viele Bistümer Anregungen und Hilfen zum häuslichen Gebet in der Familie, dem Nachbarschaftskreis oder sonstigen häuslichen Versammlungen gegeben, oft ganze Texthefte für die Gestaltung.

Für die Fastenzeit 2002 hat unsere Mitarbeiterin Katharina Krater eine solche Vorlage mit "unseren" Liedern und Ideen aufgearbeitet und ich habe dies zum Anlass genommen, die Gottesdienstform "Hausgebet" neu zu beleben und zu bewerben. Ich habe ein gutes Gefühl dabei, das gottesdienstliche Tun so in die Häuser zu geben, da zum 1.3. mein Pfarrstelle in Schröck und Moischt auf 60% reduziert worden ist und in diesen "Freiraum" solche Angebote gut und würdig passen!

In der Pfarrei Schröck wünsche ich mir, dass  Wortgottesdienste an Werktagen, auch in der Form des liturgischen Stundengebetes angenommen werden. Fördern möchte ich Gebetsgruppen, das Familiengebet und den Hausgottesdienst sowie andere Formen des spirituellen Wachstums.

Der Hausgottesdienst hat nicht nur die Familie im Blick. Auch können sich Gruppen zusammenfinden, Angehörige verschiedener Familien, Nachbarn, Alleinstehende, Mitglieder von Vereinen, etc.  Stefan Krönung, Pfr.

Ökumenisches Hausgebet kommt an 
http://www.kath.de/bistum/freiburg/bistum-neu/aktuell/aktuell-nachrichten.php?id=45 
Über 900.000 Exemplare für Kirchengemeinden in Baden-Württemberg / Anfragen aus anderen Bundesländern
Stuttgart/Freiburg – Das ökumenische Hausgebet im Advent kommt gut an. Nach Angaben des Geschäftsführers der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg, Johannes Ehmann, bestellen inzwischen sogar Gemeinden aus Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern die 8-seitige Gebetsvorlage mit Gebetstexten, Meditationen und Liedern zur Adventszeit.
Allein in Baden-Württemberg mit rund 6.000 Kirchengemeinden werden über 900.000 Exemplare verteilt, die in den Kirchen ausliegen. Das seit 1980 von der ACK herausgegebene Hausgebet wird im Wechsel von den Kirchen im badischen und württembergischen Landesteil verantwortet. Am Abend des 16. Dezember laden die Glocken der christlichen Kirchen in Baden-Württemberg zum Hausgebet im Advent ein.
Die in diesem Jahr von der ACK Lörrach gestaltete Gebetsvorlage steht unter dem Thema „Aus der Wurzel sprießt Hoffnung“. Es zeigt auf dem Titel das Bild „Die Wurzel Jesse“ des indischen Künstlers Jyoti Sahi und verbindet nach Angaben des Malers „im Sinne eines interreligiösen Diskurses in seiner Form und Sprache Christliches mit Östlich-Buddhistischem, etwa im Lotussitz der Madonna“. Die fremdartige Darstellung lasse „die vertrauten biblischen Gestalten in einem neuen Licht“ erscheinen, wird in der Bildmeditation erläutert. Die Begegnung mit Andersartigem lasse „die eigenen Wurzeln tiefer verstehen und eröffnet neues Leben“. (pef)

Links und Tipps:

Gottesdienstmöglichkeiten im Jahreskreis

Werkzeugkiste und Gelegenheiten

Hausgottesdienst praktisch - einfache Gestaltungshinweise

Ein Hausgottesdienst gelingt vor allem dann, wenn jemand die Initiative ergreift und für einen guten Verlauf der Feier sorgt.
Es ist hilfreich, den Ort des Gebetes durch einige Zeichen zu gestalten: 

  • eine Kerze bereitstellen
  • die Hl. Schrift aufschlagen, aus der dann das Wort Gottes vorgelesen wird
  • Gebetbuch bzw. Texte der Lieder (Effata) bereitliegen

Wichtig ist es,
- die verschiedenen Aufgaben zu verteilen;
- das Vorlesen der Texte aufteilen;
- den Zeitpunkt der Feier absprechen und sich dafür Zeit nehmen;
- die Lieder probieren, kurz ansingen;
- vor dem Beginn der Feier kurz den Ablauf absprechen und die Rollen verteilen.

Familie, Freunde, Verwandte und Nachbarn einladen!

Links zu unseren Webseiten:

Lit.: Pastoraltheologisches Handlexikon, Art. Hausgottesdienst [MAB R/401]

 

Texte:
"Christliches Leben in der Familie zeigt sich im täglichen Gebet (vgl. Nr. 20), im gemeinsamen Gottesdienstbesuch und im helfenden Dienen; es bewährt sich in der Treue zu  Gottes Gebot und im gläubigen Ertragen der Nöte und Sorgen des Alltags." (Gotteslob, Nr. 72)

 

 

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

 © 1996-2007  - www.pfarrei-schroeck.de  

 Update 31.05.11

 

 

 

Bitte um Erneuerung der Firmgnade,
der Gaben des Heiligen Geistes
Wie die Christen in der Osternacht ihrer Taufe gedenken und
das Taufversprechen erneuern, so sollen alle, die gefirmt sind, etwa zu
Pfingsten oder in Verbindung mit dem Firmtag in der Pfarre ihrer Firmung
gedenken und um die Erneuerung der Firmgnade bitten. Jeder kann nur einmal
gefirmt werden, das Geschenk und der Auftrag aus der Firmung bleiben bestehen.
Es bleiben aber auch die Verantwortung und die Gefährdung. Deshalb ist es
sinnvoll, zu Pfingsten bzw. am Firmtag in der Pfarre sich der eigenen Firmung
bewusst zu werden und den Willen zu einem Leben aus dem Heiligen Geist zu
bekunden.
Dieses Feierelement soll nach der Predigt gehalten werden.
1. HINFÜHRUNG (etwa mit folgenden Worten)
P: Liebe Schwestern
und Brüder!
Heute (am Fest der
Geistsendung, am Tag der Firmung) bedenken wir: auch wir haben den Geist Gottes
empfangen. Wir sind "Tempel des Heiligen Geistes".
Dieser Tempel des
Heiligen Geistes wird durch die Sakramente der Kirche aufgebaut:

in der Taufe wird
der Grundstein gelegt

durch die Firmung
wird dieser Bau gefestigt

in der Eucharistie
wird er immer wieder erneuert.
Dennoch sind wir in
Gefahr, dem Wirken des Heiligen Geistes in uns zu wenig Raum zu geben.
Ich bitte Sie heute
(am Pfingstfest, am Tag der Firmspendung), sich dem Wirken des Geistes Gottes
ganz zu öffnen und um die Erneuerung der Firmgnade, der Gaben des Heiligen
Geistes, zu bitten.
(Antworten Sie bitte
auf meine Fragen mit den Worten: ICH BIN BEREIT.)
2. FIRMERNEUERUNG
P: Liebe Schwestern
und Brüder!
Bei der Firmung wurden
wir mit dem Chrisamöl gesalbt. Der Geist Gottes hat uns gestärkt zu einem
Leben als Christen.
Seid ihr bereit, in
dieser Welt als Christen zu leben, um so beizutragen, dass die Kirche Jesu
Christi für die Menschen fruchtbar bleibt?
A: ICH BIN BEREIT. P: Der Firmspender hat
uns die Hände aufgelegt. Gott ist mit uns, und wir sind seine Kinder.
Seid ihr bereit, aufs
Neue euer Leben als einen Dienst vor Gott zu sehen und euch nach seinem Willen
auszurichten?
A: ICH BIN BEREIT. P: Bei der Firmung
wurden wir auf unserer Stirn mit einem Kreuz bezeichnet.
Seid ihr bereit, euer
Leben unter das Kreuz Jesu Christi zu stellen und euch vom Evangelium prägen zu
lassen, damit die Menschen eure guten Taten sehen und den Vater im Himmel
preisen?
A:
ICH BIN BEREIT.
3. GLAUBENSBEKENNTNIS
P: Lasst uns nun
gemeinsam unseren Glauben bekennen:
A:
Ich glaube an Gott, / den Vater, den Allmächtigen, / den Schöpfer des Himmels
und der Erde, ...
4. FÜRBITTEN
P: Herr Jesus, du hast uns in der Firmung den Heiligen Geist
in besonderer Weise geschenkt. Heute wollen wir dankbar und froh daran denken
und dich bitten, die ganze Welt und uns in deinem Geist zu erneuern.
Fürbittruf:
V: Sende aus deinen
Geist und alles wird neu geschaffen.
A: Und du wirst das
Angesicht der Erde erneuern.
(Oder der gesungene
Ruf: GL 253/1) V: Wir bitten für die
Kirche. Belebe sie mit Mut deine frohe Botschaft zu verkünden, und die Menschen
zu einem Leben aus deiner Botschaft zu begeistern
Sende aus deinen Geist
und alles wird neu geschaffen.
A: Und du wirst das
Angesicht der Erde erneuern. V: Wir bitten für
unsere Welt. Versöhne die verfeindeten Völker, damit sie wieder zum Frieden
und zu gegenseitiger Achtung finden.
Sende aus deinen Geist
und alles wird neu geschaffen.
A: Und du wirst das
Angesicht der Erde erneuern. V: Wir bitten für
alle, die den Boden unter den Füßen verloren haben.
Lass sie entdecken,
dass du jedem Menschen Halt geben und durch deine Erlösung ein sinnvolles Leben
schenken willst.
Sende aus deinen Geist
und alles wird neu geschaffen.
A: Und du wirst das
Angesicht der Erde erneuern. V: Wir bitten für uns
selbst. Führe uns zu einem bewussten Leben aus dem Glauben.
Sende aus deinen Geist
und alles wird neu geschaffen.
A: Und du wirst das
Angesicht der Erde erneuern. P: Herr Jesus
Christus. Alles Leben ist aus deinem Geist, und du durchdringst alles mit deiner
Kraft. Deine Gabe ist es, wenn wir einander lieben und dir vertrauen. Wir danken
dir in alle Ewigkeit.
A: Amen.
ANHANG (Elemente zur Auswahl)
I. Fürbitten
(1) P: Der Geist Christi
ist für alle Zeiten der Kirche verliehen. In diesem Geist beten wir
vertrauensvoll:
V: Herr Jesus
Christus, sende allen Gläubigen den Geist der Weisheit, damit sie das Wort
Gottes verstehen und mit Freude aufnehmen.
Christus, höre uns.
A: Christus, erhöre
uns. V: Gib Einsicht den
Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Kultur, dass sie alles tun, was dem
Frieden unter den Menschen dient. V: Erfülle Eltern,
Seelsorger und Erzieher mit der Gabe des Rates, dass sie die ihnen Anvertrauten
den Weg zu einem erfüllten Leben führen. V: Stärke alle mit
deinem Geist, die wegen ihres Glaubens verspottet, benachteiligt oder verfolgt
werden. V: Schenke allen, die
in der Forschung tätig sind, die Gabe der Erkenntnis, damit sie mit ihren
Einsichten dem Wohl der Menschen dienen. V: Erfülle die
Glaubenden mit dem Geist der Frömmigkeit, damit ihr Leben von der Liebe zu Gott
und zu den Menschen geprägt sei. V: Mach uns bereit,
Gott und den Menschen in Ehrfurcht und Liebe zu dienen als Zeugen vor der Welt. P: Allmächtiger Gott,
du Vater unseres Herrn Jesus Christus, du hast uns in der Taufe aus dem Wasser
und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt. Wir bitten dich: Erneuere in uns
und allen Menschen das Wirken des Heiligen Geistes. Durch ihn, Christus, unseren
Herrn.
A: Amen.

(2) P: Herr und Gott, wir
bitten dich: Sende aus deinen Geist. Lass ihn lebendig werden in uns. Lass die
Erde anders und neu werden durch uns. Lass uns Menschen werden, die dir
gleichen. V: Wir bitten dich um
Augen, die hellsichtig sind für Zeichen der Not. - (Fürbittruf)
V: Wir bitten dich um
offene Ohren, die uns auch die leisen Bitten anderer hören lassen. -
V: Wir bitten dich um
Fingerspitzengefühl im Umgang mit schwierigen Menschen; um das Erinnern an die
Sorgen, die uns jemand anvertraut hat, und an die Dinge, die wir zu tun
versprochen haben. -
V: Wir bitten dich um
Freude, die aus dem Herzen kommt. - P: Gott, du bist uns
zugetan wie ein Freund; lass uns zu Freunden der Menschen werden. Lass uns in
allem so gesinnt sein, wie Jesus Christus gesinnt war. Das bitten wir dich durch
ihn, Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der in der Einheit des Heiligen
Geistes mit dir lebt und zum Leben führt, jetzt und alle Tage unseres Lebens.
A: Amen.
II. "BEKENNTNIS
ZUM HEILIGEN GEIST"
(Dieser Test kann als
Meditation nach der Kommunionspendung genommen werden.)
V/A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er für mich das Leben will.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mir den Reichtum des Wortes Gottes erschließt.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich erlöst aus Unentschlossenheit, Halbheit und Schuld.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich aus Zwängen befreit und mir meine Ängste nimmt.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich zur Liebe für Gott und meine Mitmenschen fähig macht.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich in meinem ganzen Wesen durchdringen und heiligen wird.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich zum glaubwürdigen Zeugnis vor den Menschen stärkt.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich auf meinem Lebensweg begleitet und auch in der Not bei mir bleibt.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
V: Ich vertraue, dass
er mich zum Sinn und Ziel meines Lebens führt.
A: Ich glaube an den
Heiligen Geist.
Leicht
bearbeiteter Text der Liturgiekommission der Diözese Linz, 1984;
Bearbeitung:
Mag. Hans Stockhammer, Linz 2001  

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Stand: 29. Juni 2001