PfarreiiSchröckx2007
St. Michael & St. Elisabeth
 
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35043 Marburg-Schröck
Kettelerstr. 12 Tel. 06424/ 92230

 
 
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Thesen

Wort der Bischöfe

 

Vorbereitung auf das Jahr 2000 in der Pfarrei Schröck

Übersicht Predigt 1.12.96 zum Beginn der Vorbereitungszeit    
  Weihnachtspfarrbriefe - 1996 | 1997 | 1998 1999 2000
  Firmung 1997 1999
  Heilig-Geist-Katechesen / Zeugen des Glaubens/Kirchengeschichte 1998  
  Gemeindemission und -erneuerung 1999/  
  Jahr 2000 in der Pfarrei    
  275 Jahre Kirchweih (2001)    

Advent 1996

Der digitale Pfarrprospekt von St. Michael u. St. Elisabeth - 1996-98(Predigt zur Pfarrversammlung, 1. Advent 1996)

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Liebe Schwestern, liebe Brüder

Sehr gerne greife ich die Anregung der Bischöfe auf: Es ist gut mit einer Vision in die Zukunft zu gehen! Es ist gut, die Türen des Advent weit aufzutun und mutig hindurchzuschreiten - über die "Schwelle der Hoffnung" zu gehen!

Denn nicht nur in den wenigen Jahren, die uns von der Jahrtausendwende trennen, sondern in den nächsten Zeiten stehen gewaltige Aufgaben an. Wir können Sie nur lösen, im Vertrauen auf den Herrn der Zeit und mit unser aller Mittun.

Es besteht nämlich die Gefahr, die Kirchentüren schließen zu müssen,

  • weil niemand mehr kommt.
  • Der Glaubensweg abgeschnitten ist.
  • Die Traditionen leer und ausgebrannt sind.

Lassen Sie mich das ein einigen Punkten aufzeigen. Sie sind unvollständig. Als frischgebackener Landpfarrer fehlen mir Weit- und Umsicht. Ich sage mal so, die Punkte müssen diskutiert werden. Es muß weiter geforscht werden. Ich verspreche mir da sehr viel von unserem neuen Pfarrgemeinderat.

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Weniger Hochzeiten und dreimal so viele Scheidungen in unserem Land und unserer Gesellschaft. Das ist eine Feststellung. Die kirchliche Eheschließung ist damit ebenfalls betroffen. Im Umgang mit gescheiterten christlichen Ehen tut sich die Kirche schwer. Der Vorstoß einiger deutscher Bischöfe ist in Rom zurückgewiesen worden: "Geschiedene und Wiederverheiratete Christen dürfen nicht zur Kommunion gehen" heißt die Parole. Auch in unseren Gemeinden wird von einigen so gesprochen. Stimmt das? Wie gehen wir hier am Ort damit um, daß Bindungen auseinander brechen? Wie können wir helfen? Wie kann es weitergehen?

"Zwölf mal mehr Ungläubige" soll es dem Spiegel nach im Land geben als noch 1950. In Zahlen heißt das: 25 Millionen Menschen in Deutschland gehören keiner christlichen Konfession an. Unsere Jesusgeschichten, christliches Grundwissen, unsere Riten und Bräche drohen in weiten Kreisen in Vergessenheit zu geraten. Wenige kennen sich aus im Glauben. Wie soll unser "Schatz" weitergeben werden? Was erzählen wir über unseren Glauben? Welchen Grund für unsere Hoffnung geben wir an? - Wir brauchen dringend kleine Gruppen und Gemeinschaften, die miteinander das Wort Gottes lesen und meditieren. Die miteinander beten und planen. (Bibelkreise)

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Gottesdienstbesuch ist bei den Katholiken in den letzten 20 Jahren von 40 auf 28 Prozent gesunken. Wir haben in Schröck von 1990 auf 1996 100! sonntägliche Gottesdienstbesucher eingebüßt. Von 4 Schwestern und Brüdern findet eine/r den Weg zur prächtigen Pfarrkirche. Wie müssen unsere Gottesdienste aussehen, daß Mehrheiten sich angesprochen fühlen, daß es "Feiern des Glaubens" werden. Was muß geschehen, daß sie die "Gemeinschaft der Gläubigen" auch repräsentieren und nicht nur den "Heiligen Rest"?

Wie sieht unser "Gottesdienstprogramm" aus? - die Frage muß gestellt werden. Wer weiß, wie lange noch ein Priester am Ort sein wird. Und an welchen Orten dann auch noch? Welche Vorbereitungen treffen wir, damit auch Gottesdienste stattfinden können, wenn in Zukunft Gemeinden zusammengelegt werden. Für den Priesternachwuchs ist keine Besserung in Sicht! - In der Diözese Würzburg ist inzwischen jede dritte Pfarrei ohne Priester. Sie können ja mal die Nachbargemeinden und -dörfer abzählen, was das bedeuten würde!

Von den fast 3000 Einwohnern in Schröck und Moischt (2933) sind 1242 katholisch. Beinahe die Hälfte derer, die durch die Taufe jährlich dazukommen, verlieren wir durch Kirchenaustritt! Da sind unserer Verstorbenen noch nicht dazugezählt. Bei den Kindern, die zur Taufe gebracht werden, suchen wir oftmals die Eltern in unserer Gemeinde. - Woran müssen wir arbeiten, daß der eine Glaube auch in unserem Alltag überzeugt? Wie wird Glaube weitergegeben? Was muß passieren, daß Frauen und Männer mitziehen? Welche Kontakt müssen wir zu Kirchenfernen suchen? Was muß passieren, daß auch "Kirchenmüde" den "Neuanfang" riskieren?

Und mehr wäre aufzuzählen. Aber nicht heute!

Glauben Sie nicht, daß ich in alledem keine Hoffnung habe. Ganz im Gegenteil. Ich traue dem Gottesgeist und unserer Gemeinde unendlich viel zu. "Das Volk das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht!"

Denn "Advent", das ist nicht nur die "Ankunft unseres Gottes", sondern es ist (frei übersetzt) unsere "Zukunft."

Durch Christus und mit ihm und in ihm.

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Meine Bitte lautet:
Tragen und gestalten Sie die anstehenden Veränderungen im Geist des Glaubens, der Hoffnung und Liebe mit. Verschließen Sie sich nicht. Überlegen Sie auch, in welcher Form, sie mitarbeiten wollen und können. Die Wahl zum
Pfarrgemeinderat ist nur eine Möglichkeit. Viele unserer Gruppen und Aktionskreise freuen sich über Zuwachs. Ein Bibelkreis fehlt uns. Frauen und Männer, die Aufgaben in unseren Gottesdiensten übernehmen (Lektor(in), Kommunionhelfer(in), Vorbeter(in), Ministrant(in), Kantor(in)...) werden immer benötigt.

Herzlichen Dank! Stefan Krönung, Pfr

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Weihnachtspfarrbrief 1996

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Liebe Schwestern, liebe Brüder!

"Macht hoch, die Tür, die Tor macht weit!" ist das Lied der Adventtage, das unsere Herzen öffnen will für die Ankunft des Herrn. In besonderer Weise will uns in ihm das menschliche Antlitz Gottes begegnen: Jesus Christus. Er will bei uns zu Gast sein.

Auf Initiative von Papst Johannes Paul soll in diesem Jahr die Tür des Advent aufgestoßen werden in Richtung des Gnadenjahres 2000, das für die ganze Menschheit ein großes Ereignis werden soll. Ein jeder ist aufgerufen

  • die Grundfragen des menschlichen Lebens im Licht des Glaubens neu zu bedenken sich mit der eigenen Glaubens- und Lebensgeschichte zu versöhnen

  • auf Höhen und Tiefen von 2000 Jahren Christentum zurückzublicken

  • die Einheit im Glauben zu suchen

  • Menschen für die Gemeinschaft der Kirche zu gewinnen

  • mit Kirchenfernen und Nichtglaubenden sprechen

  • sich für Arme und Schwache einzusetzen

  • Versöhnung und Frieden zu schaffen

  • und wichtiges mehr.

Das diese Richtung unseren Herzen in Schröck und Moischt gelingt, wünsche und erbitte ich vom Herrn mit allen guten Wünschen für Sie, liebe Schwestern und Brüder am Fest der Geburt unseres Gottes,
(Stefan Krönung, Pfr.)

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Weihnachtspfarrbrief 1997

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Liebe Schwestern, liebe Brüder!

"Himmlischer König, Tröster Geist, Geist der Wahrheit,
allgegenwärtig und Fülle der Dinge,
Schatz alles Guten und Quelle allen Lebens,
komm, nimm Wohnung in unseren Herzen,
reinige und heilige uns, denn du bist der Ewig-Gute"

(Gebet aus der Byzantinischen Liturgie)

Sagen Sie selbst, läßt sich das Weihnachtsfest trefflicher in Gebet und Betrachtung erschließen? Der Trost der armen Christenheit ist Gott selbst, menschgeworden in Jesus Christus durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Im Jahr 1997 haben wir die drei Vorbereitungsjahre auf das Heilige Jahr 2000 begonnen. Wir setzen diese seit dem 1. Adventssonntag mit dem "Heilig-Geist-Jahr" fort, das wir mit der feierlichen Firmung (Bild) von 24 jungen Mitchristen durch Weihbischof Johannes Kapp am 6.12.97 so passend begonnen haben.

Nun laßt uns in Schröck und Moischt unserem Gott eine würdige Wohnung in unseren Herzen bereiten, in den letzten Tagen dieses Jahres und an allen Kommenden 1998, daß wir uns dabei inspirieren lassen vom Ewig-Guten, wünscht Ihnen allen und sich selbst von ganzem Herzen

Stefan Krönung, Pfarrer

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Weihnachten 1998

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Drei Jahre dauert die Vorbereitung auf das Heilige Jahr 2000. Wir sind seit 1996 dabei... Mit dem ersten Adventsonntag in diesem Jahr bereiten wir uns auf das anstehende nächste Weihnachtsfest vor, blicken aber schon weit nach vorne auf den 2000. Geburtstag unseres Religionsgründers Jesus, des Zimmermanns aus Nazareth und Erlösers aller Menschen.

Er ist der "Weg zum Vater" und wir sind aufgerufen, unsere "Anhänglichkeit an Christus, den Erlöser der Menschen" zu erneuern und einen Weg echter Umkehr zu beschreiten. Auf diesem Weg sollen wir uns vom "Bösen" befreien und das "Gute" bewußt wählen. Wahrlich ein Programm, das ein Jahr füllen kann!

Folgende Anregungen unserer Kirche sollen uns hierbei helfen, ich empfehle sie Ihnen und mir:

  • Die Liturgie als Feier der Großtaten Gottes und als Verherrlichung des Vaters bewußt feiern.
  • Das Bußsakrament neu beleben
  • Die Schöpfung und Neuschöpfung in Christus entdecken, bewahren, schützen.
  • Die Bittage, den Erntedanksonntag und die Segensfeiern im Alltag neu entdecken und gestalten.
  • Bußgottesdienste mitfeiern und persönliche Gewissenserforschung zur Gewohnheit machen.
  • Eine Wallfahrt an der Seite Mariens als "Weg mit Christus" feiern.

Unsere Familien, die Gemeinden, unsere kirchlichen Vereinigungen seien für diese letzte Wegstrecke der Vorbereitung auf das Heilige Jahr 2000 daran erinnert, daß es nicht ein Weg ins Ungewisse, sondern ein "Weg zum Vater" ist. Dieser Weg wird auch ein Weg der Umkehr sein müssen. Auch vor Ort ist die Kirchengeschichte der letzten Jahrhunderte nicht immer von Glaube, Hoffnung und Liebe geprägt gewesen. Eine Gewissenserforschung wollen wir in geeigneter Form im kommenden Jahr halten. Gott schenke uns dazu den Geist der Liebe, der dies erst möglich macht.

Wir wollen den Weg in unserer Pfarrgemeinde St. Michael und St. Elisabeth gehen im Vertrauen auf Gott, der uns Vater und Mutter ist.

Für Sie alle, Ihre Angehörigen und Freunde erbitte ich den Segen unseres menschgewordenen Gottes!
Ihr Stefan Krönung, Pfarrer


Weihnachten 1999

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

"Mit Bonifatius begann gewissermaßen die Geschichte des Christentums in Eurem Land." rief Papst Johannes Paul II. am 18.11.1980 auf dem Domplatz in Fulda. "Viele sagen, diese Geschichte neige sich jetzt ihrem Ende zu. Ich sage Euch: Diese Geschichte des Christentums in Eurem Land soll jetzt neu beginnen, und zwar durch Euch, durch Euer im Geist des heiligen Bonifatius geformtes Zeugnis!"

Dieses Zeugnis gilt Jesus Christus, dem Herrn der Welt und ihrer Zeit und wir feiern das Große Jubiläum seiner Menschwerdung im Heiligen Jahr 2000.

Wir sind eingeladen mitzufeiern, weil wir berufen sind, die Bedeutung dieses Datums und damit den Sinn der ganzen Menschheitsgeschichte bewußt zu machen – uns selbst und allen Menschen. Hier in unserer Umgebung, in unseren Dörfern, Familien und Verwandtschaften und Nachbarschaften.

Mit vorliegendem Weihnachtspfarrbrief halten Sie Rückblick, Ausblick und Dokumentation unserer altehrwürdigen Landgemeinde in den Marburger Stadtteilen Schröck und Moischt in Händen. Viele unserer 1270 Seelen haben daran mitgewirkt und viele stimmen mit ein in den Dank und Lobpreis Gottes, dem unser Wirken gilt.

Für Sie alle, Ihre Angehörigen und Freunde erbitte ich den Segen unseres menschgewordenen Gottes am Weihnachtsfest des Jahres 1999

Ihr dankbarer,
Stefan Krönung, Pfarrer


Weihnachten 2000

Gemeindebrief

Aufruf der deutschen Bischöfe zum Beginn der Vorbereitungen für das Jahr 2000 am 1. Advent 1996

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Liebe Brüder und Schwestern!

Nur noch wenige Jahre trennen uns vom Jahr 2000. Dieses Datum soll nach dem Wunsch unseres Heiligen Vaters ein besonderes Ereignis für die Christen sein auf das wir uns von jetzt an vorbereiten.

Papst Johannes Paul II. lädt mit seinem Schreiben ,,Tertio Millennio Adveniente - Das 3. Jahrtausend kommt auf uns zu" die ganze Kirche dazu ein, neu zu erfahren, wie nahe Gott uns Menschen sein will. Davon sollen die kommenden Jahre bestimmt sein.

- Gott zeigt uns in seinem Sohn Jesus Christus sein menschliches Gesicht. Das jetzt beginnende Kirchenjahr, das 1. Jahr der Vorbereitung, soll ein besonderes Christusjahr sein, in dem wir neu erfahren, wer der Herr ist.

- Das folgende Jahr erinnert an das Wirken des Heiligen Geistes.

- Das Jahr 1999 ist Gott, dem Vater aller Menschen, gewidmet.

- Im Jubiläumsjahr 2000 feiern wir auf der ganzen Welt die Gegenwart des dreifaltigen Gottes. Die katholische Kirche lädt zu einem Heiligen Jahr nach Rom ein. Jerusalem, die Stadt unseres Herrn Jesus Christus, wird ein Ort für weltweite Begegnungen sein.

Wir laden Sie ein, den Weg auf das Jahr 2000 hin zu gehen: die Gemeinden, die Gruppen und Verbände und ganz persönlich jeden einzelnen von Ihnen.

Beten Sie in Gemeinde und Familie um den Beistand des Heiligen Geistes! Jeder ist aufgerufen, aus der Kraft seines Glaubens seinen Beitrag zu leisten.

Wir wollen den Weg in ökumenischer Partnerschaft gehen und gemeinsam mit den evangelischen und orthodoxen Christen Zeugnis geben.

Vergessen wir nie: Christus begegnet uns in seinen und unseren Brüdern und Schwestern. Er ruft uns in die Solidarität mit den Armen und Notleidenden.

Unsere Kirche in Deutschland sucht in vielfältiger Weise nach Wegen, die eine gute Zukunft führen. Das Bekenntnis zu Gott ruft uns zur Ordnung. In der Leidenschaft für IHN finden wir Kraft zur Erneuerung aus der Mitte des Glaubens.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Advent in der Nähe und Erwartung unseres Herrn Jesus Christus.

Fulda, im September 1996

Für das Bistum Fulda

+ Johannes, Erzbischof, Bischof von Fulda

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