Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Historische Orgel

Ratzmann Orgel aus Gelnhausen (1895)

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Orgeln im
Bistum Fulda

Die mit einem Kegelladenwerk versehene Orgel wurde in den Jahren 1895 (?) durch die Geb. Ratzmann aus Gelnhausen gefertigt. Einschneidende Veränderungen stammen u. a. aus dem Jahre 1939: Teilweise wurde das Gehäuse entfernt und die Prospektfront durch ein Freipfeifenprospekt ersetzt, auch fanden Änderungen in der Disposition statt.Schröcker Orgel Die Orgel befand sich vor der Restaurierung in einem unbefriedigenden Zustand. Sowohl der Klang wie auch das äußere Erscheinungsbild sollte mit der Restaurierung verbessert werden. Da die wichtigsten Ausstattungsstücke wie Haupt- und Seitenaltäre mit der im westlichen Bereich liegenden Empore dem 18. Jahrhundert zuzurechnen sind. sollte sich das Gehäuse maßvoll dem Ambiente der vorgegebenen historischen Ausstattung anpassen.

Die Schadensbehebung begann zunächst mit dem kompletten Abbau der Orgel und dem Transport zur Orgelbaufirma Oberlinger. Hier wurde das Werk überholt (Entfernung einiger schadhafter bzw. nicht mehr zu gebrauchender Bestandteile der Umbauten des 20. Jahrhunderts). Restaurierungsziel war, keinen Neubau unter Verwendung alter Teile anzufertigen. Vielmehr sollte an die Stelle nicht mehr vorhandener Originalteile Rekonstruktionen treten, wie sie typisch für die Ratzmann-Werkstatt waren. So trägt die heutige Disposition (Reihenfolge der Register vom Prospekt nach hinten) denn auch der Enstehungszeit wie den späteren Veränderungen Rechnung - dabei ist das heutige Klangbild überzeugend harmonisch.

Die Orgel in der Schröcker Pfarrkirche

Beim Gehäuse fiel die Entscheidung auf eine dreifeldrige Kastenform

(entsprechend der alten Windladengliederung): Das braunrot- und grünmarmorierte Orgelgehäuse besteht jetzt an der Frontseite aus drei Arkaden mit überhöhtem Mittelbogen. Die Arkaden werden durch Halbsäulenvorlagen, das Mittelfeld zusätzlich durch ein Wappen betont (dargestellt ist das Mainzer Rad - die Ortschaft Schröck gehörte bis 1803 zum Bistum Mainz - mit den namensgebenden Kirchenheiligen Elisabeth und Michael sowie das Fuldaer Stiftskreuz). Der obere Abschluß wie auch die untere Begrenzung des Oberbaues wird durch umlaufende und vergoldete bzw. grünmarmorierte Gesimse gebildet. Während die Dreifeldrigkeit an der Schauseite des Orgelfußes durch kleinere Arkadenfriese die Bogen-formen des Orgelgesichtes variiert, sind seine Seitenwände durch drei schlichte hochrechteckige Kassetten gegliedert, deren Spiegel die Farbigkeit der Leisten aufnimmt.

Da die Orgel einziges ,,nachbarockes" Ausstattungsstück dieses Raumes ist, sollte sie sich möglichst weit - bis hin zur Marmorierung in den Bestand einfügen. Der romantische ,,Ratzmann-Charakter" erscheint in der ruhigen Großgliederung der Front. Durch die Säulenvorlagen, das Wappen und die angeglichene Farbigkeit ist eine Integration in die vorhandene Ausstattung geglückt.

Orgelrestaurierung: Firma Oberlinger. Windesheim ( http://organisten.de )

 

 

I. Manual, C - f3

Principal 8' C-G Holz, innenlabiert, 1895.
    Gis-fis 1 Zinn, im Prospekt. 1994.
    gl -f3 Zinn, 1895
Octave 4' C-E und B-f3 Zinn, 1895.
    F-A Zinn, im Prospekt, 1994.
Floete 8' Holz, offen, ab fis 1 doppelt labiert, 1895.
Salicional 8' C-H Holz, innenlabiert, 1895.
    cO-f3 Zinn, 1895.
Trompete 8' Zungenpfeifer, Becher und Stiefel Zink, Köpfe
    Blei, Kehlen Messing, 1957/1971. (anstelle der
    Gambe 8' von 1895).
Mixtur 3A fach   Zinn, 151 Pfeifen 1895, 41 Pfeifen 1994.

Zusammensetzung: C 2 2/3' 2' 11/3

c 1 4' 22/3' 2' 11/3'

II. Manual, C-f3

Flauto dolce 4' C-hO Holz, offen, 1895.
    c 1-f3 Zinn. offen, 1994.
Dolce 8' C-H Holz, innenlabiert, 1895.
    c 0-f3 Zinn. trichterförmig, 1895.
Liebl. Gedackt 8' C-g2 Holz, ab gO doppelt labiert, 1895.
    gis2-f3 Zinn, 1994.
Pedal. C-d 1    
Violonbaß 8' Holz, innenlabiert. 1994.
Subbaß 16' Holz. gedeckt, 1895.

Nebenzüge

Normalkoppeln 11-1. I.-Ped.

Tuttitritt

Tritt für Mezzoforte (feste Kombination)

Quellenangabe
Wegner 1994,
Preussler 1995
Kirchenmusik im Bistum Fulda

Kirchenmusik in Schröck

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 Update 31.05.11