Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Pfarrei Aktuell | Diakon im Bistum Fulda | Diakonatskreis
Informationstage in Schröck
4./5. September 1999

Fulda/ Schröck. Der Bischöfliche Pressedienst ( http://www.bistum.fulda.net ) meldete nach dem Tag des Diakonats in Schröck die Gründung eines "Diakonatskreises" in der Region West des Bistums Fulda (Dekanate Amöneburg und Marburg).

Tag des Diakonats in Schroeck: Diakon Brachtl, Pfarrer Kroenung und Ministranten 4.9.99Seine Aufgaben umschrieb Regionaldechant Bernhard Klatt, der von Amöneburg gekommen war, kurz und zielgenau: "Er soll ein Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils in den Pfarreien fördern: den Dienst und den Beruf des Diakons."

Um für diese Aufgabe zu werben, zu informieren und Interesse zu wecken, hatte Pfarrer Stefan Krönung am 4./5. September in seiner Pfarrei St. Michael und St. Elisabeth in Marburg-Schröck zu Informationstagen zum Beruf des Diakons eingeladen. Diakon Robert Brachtl (Erlensee) und Dr. Joachim Pasenov (Amöneburg-Roßdorf) predigten in der Pfarrkirche Schröck vor 320 Zuhörern in den Gottesdiensten über die Aufgabe eines Diakons.

Anschließend fanden Informationsgespräche im Pfarrheim statt.

In seiner Predigt warb der 52jährige Robert Brachtl für den Dienst des Diakons. Er selbst sei nun seit fast 10 Jahren zum Diakon geweiht worden.Der Diakon hält das Evangelienbuch in seinen Händen: Robert Brachtl, 4.9.99
Man sieht nur bei genauem Hinsehen den Unterschied zwischen einem katholischen Priester und dem Diakon, wenn sie im Sonntagsgottesdienst predigen, die Taufe spenden, beerdigen oder beim Ehesakrament assistieren. Und sie werden oft mit dem Pfarrer verwechselt. Aber sie tragen ihre Stola (Amtszeichen) diagonal von links nach rechts, sind zudem in der Regel verheiratet und gehen einem "ordentlichen Beruf" nach, d.h. sie üben ihren Dienst als Diakon nach Feierabend und am Wochenende aus.

"Ständige Diakone" werden sie daher auch genannt, weil ihr Amt kein Durchgangsstadium zum Priestertum, sondern ein eigenständiges Dienstamt in der katholischen Kirche darstellt.

Mittlerweile gibt es in der Diözese Fulda 18 Ständige Diakone und mehr als 20 Bewerber bereiten sich auf die Weihe zum Diakon in den Diakonatskreisen in Kassel, Hanau, Fulda und demnächst auf der Amöneburg vor.

Robert Brachtl aus Erlensee war jahrelang als Bilanzbuchhalter in Frankfurt beschäftigt. Sein vierjähriges theologisches Grund- und Aufbaustudium hat er in seiner Freizeit absolviert und mit Zustimmung seiner Ehefrau, denn ohne letzteres hätte der Bischof ihn nicht weihen dürfen.

Informationstage in Schröck, 4.9.99Der Dienst am Menschen ist für den Familienvater keine bloße Floskel, sondern eine permanente Aufforderung, die sich aus dem Diakonenamt herleitet. Denn das Wort "Diakon" stammt aus dem Griechischen und bedeutet: "Diener".

"Und das will ich sein" rief er in den Gottesdiensten in der Schröcker Pfarrkirche den 320 Gottesdienstbesuchern zu. "Ich wünsche mir zahlreiche Bewerber auch aus ihren Pfarreien und danke ihrem Pfarrer Stefan Krönung, der diese Begegnung ermöglicht hat.

Hintergrund:

Vor über 25 Jahren wurden im Bistum Fulda die ersten Ständigen Diakone durch den damaligen Bischof Adolf Bolte geweiht. Einer der ersten und leidenschaftlichsten Verfechter des Ständigen Diakonats war damals der 1971 verstorbene Fuldaer Landgerichtsdirektor Josef Hornef.

Bereits 1959, also in dem Jahr, in dem Papst Johannes XXIII das Zweite Vatikanische Konzil ankündigte, hatte der promovierte Jurist mit seinem Buch "Kommt der Diakon der frühen Kirche wieder?" einen wichtigen Denkanstoß zur Wiederbelebung des Diakonats gegeben.

Am Ende seines Lebens konnte Hornef noch sehen, wie seine Ideen im Bistum Fulda vorbereitet durch das Konzil und konkretisiert durch das päpstliche Schreiben "Sacrum diaconatus ordinem" von Paul VI umgesetzt wurden.

 

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11

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