Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Pfarrei aktuell | Gottesdienst und Sakramente
Sieben Schritte

Kirchliche Feiern auf dem Lebensweg

Taufe Erstkommunion Firmung Ehe
Krankensalbung Buße/Beichtsakrament Priesterweihe ... bei uns in Schröck
       
Beichte/Bußsakrament

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Beichtgelegenheit in Schröck

Die Beichte ist ein Zeichen der Versöhnung, ein Sakrament, mit dem Gott und Mensch einen neuen, gemeinsamen Anfang wagen. Indem der Beichtende sein Vergehen aufrichtig bereut, wendet er sich Gott wieder zu; er darf von neuem hoffen, daß sein Leben gut wird. Der Glaube an die Beichte gründet in den Worten Jesu an seine Jünger: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben." Schon die Urkirche lebte diese Versöhnung, im Lauf der Kirchengeschichte erlebte das Bußsakrament jedoch sehr verschiedene Formen: Zur Vergebung alltäglicher Fehler hielt man damals Gebet, Fasten und Almosen für ausreichend. "Kapitalsünden" wie Glaubensabfall, Mord oder Ehebruch wurden mit einer öffentlichen Buße belegt. Der Büßer wurde von Teilen des Gottesdienstes ausgeschlossen. Die Wiederaufnahme in die Gemeinde geschah meist am Gründonnerstag. Später entwickelten sich andere Bußverfahren mit leichteren Bußwerken. Die heute gängige Praxis entstand im 16. Jahrhundert.

Sie sieht meist so aus: Der Beichtende betritt den Beichtstuhl oder das Beichtzimmer und wird vom Priester begrüßt. Er bekennt seine Schuld und führt mit dem Priester ein Gespräch, in dem beide überlegen, wie das Leben des Büßenden in guter Weise weitergehen kann. Oft entschließt sich der Beichtende von nun an auf einen Fehler besonders zu achten, um sich so allmählich zu bessern.

Daraufhin erteilt der Priester im Namen Jesu die Lossprechung: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich Dich los von Deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und Heiligen Geistes."

Viele Gemeinden sind mit dem "stillen Sterben des Sakramentes" nicht einverstanden und versuchen andere, bekannte und neue Formen. Über unsere Versuche berichten wir im Internet.

 
Ehe / Heiraten / Ehesakrament

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Die katholische Kirche versteht die Ehe als ein Sakrament, also als ein Zeichen, in dem Gott den sich Trauenden seine Liebe und Hilfe für das gemeinsame Leben zusagt. Zudem gilt die Ehe als Abbild des Bundes zwischen Christus und der Kirche: Wie Christus und die Kirche eins sind, so gilt die Ehe als unauflösbare Gemeinschaft.

Das Ehesakrament spenden sich Frau und Mann selbst; in der Regel geschieht das in einer Kirche und vor einem Priester. Für das gültige Zustandekommen einer Ehe stellt die Kirche Bedingungen wie zum Beispiel den aufrichtigen Ehewillen der Partner und die Bereitschaft für Nachkommen. Nur wenn die Bedingungen erfüllt sind, gilt eine Ehe zwischen Christen als grundsätzlich unauflöslich.

 
Erstkommunion

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Für ein
Kommunionkind beten

Was ist Familienkatechese?

Besuch in der Bäckerei

Stephanie und Kathrin im "Kirchenzelt" - Gruppentreffen um Pfingsten 1998 herumNach der Taufe ist die Erstkommunion ein weiterer Schritt zur Aufnahme in die volle Gemeinschaft der katholischen Kirche. Das Wort "Kommunion" bezeichnet die Teilnahme am Abendmahl und entstammt dem lateinischen "communio", das soviel wie "Gemeinschaft" bedeutet. Zur Erstkommunion gehen die Kinder meist im Alter von neun oder zehn Jahren. Sie empfangen geweihtes Brot, in dem nach katholischem Glauben Jesus Christus, der Sohn Gottes, gegenwärtig ist. Die Erstkommunion ist in den Familien eine der bedeutendsten christlichen Feiern. Das zeigt sich auch in der Kleidung der Kinder. Während Jungs meist einen festlichen Anzug tragen, gehen die Mädchen in weißen Kleidern. Immer mehr Kirchen-Gemeinden gehen allerdings dazu über, ihre Kommunion-Kinder in gleichen, schlichten Gewändern erstmals am Abendmahl teilnehmen zu lassen.

Erstkommunionfeier 2000Die Feier des Abendmahls in den christlichen Kirchen geht auf den Gründonnerstag zurück, den Tag vor der Hinrichtung Jesu. Den Abend dieses Tages verbrachte er im engsten Freundeskreis. Als Jesus bei einem gemeinsamen Essen von seinem baldigen gewaltsamen Sterben sprach, forderte er die Freunde auf, zum Gedächtnis an seinen Tod fortan gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Der Gründonnerstag gilt von daher in den Kirchen als Ursprung der Abendmahlsfeiern. Später verlagerten sich die Feiern auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag.

 
Firmung

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Firmpatenschaft

Nach dem Firmgottesdienst mit Weihbischof Johannes Kapp am Nikolaustag 1997Beim Sakrament der Firmung bestätigen die Jugendlichen nach Taufe und Abendmahl öffentlich ihr Ja zum Glauben und werden zugleich voll in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Der Begriff "Firmung" kommt von dem lateinischen Wort "confirmare". Er wird übersetzt mit "festmachen" und "bestätigen". Bei der Spendung der Firmung legt der Bischof dem Firmling die Hand auf den Kopf, zeichnet mit einem wohlriechenden Öl ein Kreuz auf die Stirn und spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

Dieser Ritus der Salbung ist sehr alt und entspringt den Königserhebungen im Alten Orient. Schon vor mehreren tausend Jahren wurden die Herrscher bei ihrer Krönung gesalbt. So sollte ihnen eine besondere Kraft verliehen werden. Die katholischen Christen glauben, daß in der Firmung der Geist Gottes auf sie herabkommt. Mit seinem Geist, meinen sie, will Gott bei den Menschen sein und ihnen helfen, das Leben in guter Weise zu bestehen.

 
Krankensalbung

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Die Krankensalbung zählt zu den sieben Sakramenten der katholischen Kirche und macht das Heilshandeln Gottes an den Menschen greifbar. Früher "Letzte Ölung" genannt, war die Krankensalbung mehr gefürchtet denn begehrt. Wer die "Letzte Ölung" empfing, dachte damals ans Sterben.

Der heute gebräuchliche Name trifft die Bedeutung dieses Sakramentes besser: Die Krankensalbung spendet ein Priester meist einem sehr kranken Menschen. Sie soll zeigen, daß Gott dem Menschen auch in seinem Leiden beistehen will, und sie soll den Betroffenen an Seele und Leib stärken. Schon die Bibel berichtet, wie Jesus Kranken geholfen und sie geheilt hat. Auch seine Jünger salbten Kranke mit Öl.

Beim Spenden der Krankensalbung legt der Priester dem Gläubigen die Hände auf und salbt ihm mit geweihtem Öl Stirn und Hände. Dabei spricht er: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen und stehe dir bei mit der Kraft des heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich; in seiner Gnade richte er dich auf."

Im Notfall können auch evangelische Christen bei Abwesenheit des eigenen Geistlichen bei rechter innerer Verfassung die Krankensalbung erbitten.

 
Taufe

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Nikis (11 Jahre):  Es ist schön Christ zu sein - bei seiner Taufe am 7.12.97.Die Taufe steht am Beginn eines jeden Christenlebens, sie ist sozusagen die Eintrittskarte zur Kirche. Die volle Eingliederung in die katholische Kirche erstreckt sich allerdings über einen längeren Zeitraum und ist erst nach Erstkommunion und Firmung ganz vollzogen.

Das Grundsymbol der Taufe ist das Wasser. Damit wird der Täufling übergossen und so von jeder Schuld gereinigt. Für ihn beginnt ein neues Leben; ein Leben, dessen Maßstab das Handeln und Reden Jesu ist. Daran erinnert auch das Weihwasser an der Tür jeder katholischen Kirche. Weitere Zeichen der Taufe sind ein weißes Kleid und die Salbung: Das Kleid erinnert in seiner Reinheit an die Vergebung der Sünden, die Salbung verweist auf die Erwähnung zum Kind Gottes.

Während am Anfang der Kirche nur Erwachsene getauft wurden, ist der Täufling heutzutage meist unmündig. Aus diesem Grund legen für ihn Eltern und Paten das Taufversprechen ab. Im Namen des Kindes bekennen sie sich zum Glauben der Kirche. Vor der Gemeinde versprechen sie, für eine christliche Erziehung zu sorgen.

Die Taufe als ein Zeichen der Zuwendung Gottes zu einem Menschen kann nicht rückgängig gemacht werden. Auch wer später aus der Kirche austritt, bleibt ein getaufter Christ.

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(Nach einem Text der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Magdeburg)

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11