Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Kolpingfamilie Schröck | Inhalt Festschrift
Fit für Fünzig

Kleine Festschrift zum 50. Jubiläum (1948-1998) [ Seite 2 ]

Stefan Krönung

Die 50 Jahrfeier unserer örtlichen Kolpingfamilie ist der Anlaß, das Kolpingwerk in Erinnerung zu rufen und zugleich die Einladung auszusprechen, mit Idee und Tat die Zukunft von Kirche, Präses Pfarrer Stefan KrönungPfarrgemeinde und Verband zu gestalten.

Das Kolpingwerk ist eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft, in der die Grundlagen und Ideen des Gründers Adolph Kolping weiterleben. Unsere Kolpingfamilie ist dabei eine der rund 2 800 örtlichen Gruppen, die zusammen mehr als 275 000 Jugendliche, Frauen und Männer aus allen Berufen vereinen. Sie haben das Ziel jeden einzelnen im christlichen Glauben zu stärken und zum tatkräftigen Einsatz in Familie, Arbeitswelt, Kirche, Gesellschaft und Staat fit zu machen. So spricht sich beispielsweise das Kolpingwerk Deutschland mit vielen anderen kirchlichen Gruppen für die Einführung des Ständigen Diakonates der Frau in unserer Kirche aus.

Als Pfarrer der Gemeinde und Präses der örtlichen Kolpingfamilie bin ich froh und dankbar, daß wir dieses Werk vor Ort haben, mit allen seinen Gliedern. Das Gemeindeleben wird in vielerlei Hinsicht von Kolpingschwestern und Kolpingbrüdern gestaltet. Und es gibt keine Arbeit in und vor Pfarrheim und Kirche, die nicht fachkundig, liebevoll und rasch erledigt wird.

Gebe Gott, daß auch weiterhin Frauen und Männer zu diesem Tun bereit sind. Er vergelte den Gründern und Mitgliedern ihre Mühen und segne unsere Pfarrgemeinde St. Michael u. St. Elisabeth in Schröck und Moischt.

Für das Jubiläumsjahr rufe ich auf zur Aktion: "Fit mit Fünfzig - neue Mitglieder für unsere Kolpingsfamilie"!

Präses Stefan Krönung, Pfr

 

 

Der Schuster blieb nicht bei seinem Leisten

Adolph Kolping (1813-1865) war Priester, Sozialreformer, Publizist, Seelsorger und "Gesellenvater". In Kerpen bei Köln geboren, wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach einer kurzen Schulbildung begann er im Alter von 13 Jahren eine Lehre als Schuhmacher. Zehn Jahre arbeitete er in diesem Beruf und wanderte wie andere Gesellen von Ort zu Ort.

Im Alter von 23 Jahren wagte er einen ungewöhnlichen Schritt und entschied sich, Priester zu werden. Seinen Lebensunterhalt mußte er selbst verdienen. Er studierte in München und Bonn Theologie. Am 13. April 1845 wurde Adolph Kolping in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht. Als Kaplan erhielt er seine erste Stelle in Elberfeld, wo er dem Elend der Arbeiter im gesellschaftlichen Wandel der Industrialisierung begegnete. Die Handwerksburschen hatten durch den Zusammenbruch des Zunftwesens ihr Zuhause in der Familie des Meisters verloren. In der Stadt an der Wupper lernte Kolping den kurz zuvor vom dortigen Lehrer gegründeten Gesellenverein kennen und wurde dessen Präses. In einem solchen Zusammenschluß erkannte er ein geeignetes Mittel zur Bewältigung sozialer Probleme. Hilfe zur Selbsthilfe, sozialer Wandel durch Veränderung des Menschen, so wird sein Ansatz später charakterisiert.

Kolping kam bald nach Köln, wo er am 6. Mai 1849 den ersten Katholischen Gesellenverein gründete. Innerhalb kurzer Zeit verbreitete sich die Idee der Selbst- und Gemeinschaftshilfe bis an die Grenzen Europas und nach Übersee.

Am 27. Oktober 1991 wurde Adolph Kolping in Rom von der Kirche selig gesprochen. Heute setzt sich sein Lebenswerk in mehr als 50 Ländern in allen Erdteilen fort.

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11

1998