Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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30 Jahre Frauengemeinschaft Schröck

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Pfarrei St. Michael, Marburg- Schröck

Im Jahre 1950, als Pfarrer Laufer die Pfarrei Schröck betreute, wurden vom Generalvikariat der Diözese Fulda die Frauen in den Pfarrgemeinden aufgefordert, Vertreterinnen zu den Dekanats- und Diözesantagungen zu entsenden. Frau Agnes Fischer und Frau Eilsabeth Bodenbenner waren aus Schröck die ersten Teilnehmerinnen an einer Tagung in Fulda, auf der die Bildung der Frauengemeinschaft angestrebt wurde. Weihbischof Adolf Bolte bemühte sich in dieser Zeit als Referent für Frauenseelsorge um den Aufbau und die Organisation. Ihm zur Seite stand Frau Mally Kühn. Es dauerte aber noch eine Zeit, bis sich die Organisation entwickeln konnte.

Im Franziskanerkloster in Kirchhain fanden in den folgenden Jahren die Tagungen des Dekanates Amöneburg statt. In der Pfarrgemeinde wurden monatlich Versammlungen gehalten, die von Pfarrer Laufer geleitet wurden. Nach seiner Pensionierung 1958 übernahm Pfarrer Gesang die Pfarrei. Dieser wurde durch einen plötzlichen Tod am 12.06.1960 in die Ewigkeit abberufen. Ihm folgte Pfarrer Lehndeckel.

Auf der Dekanatstagung im Februar 1961 forderte Frau Mally Kühn die Tagungsteilnehmerinnen auf, sich in jeder Pfarrei zusammenzuschließen. Sie gab hierzu ausführliche Anweisungen. An dieser Tagung nahmen teil:

Frau Elisabeth Sprenger, Frau Auguste Schmitt, und Frau Agnes Fischer.

Zur Werbung von Mitgliedern wurde eine größere Zahl der Zeitschrift ,,Frau und Mutter" bestellt und in der Gemeinde verteilt. Daraufhin haben 105 Mitglieder Ihren Beitritt erklärt.

Am 08.12.1961 erhielt Pfarrer Lendeckel die Genehmigung zur Gründung der Frauengemeinschaft in Schröck. In der Versammlung am 06.03.1962 wurde der Vorstand gewählt. Die Wahl ergab:

l. Vorsitzende: Frau Agnes Fischer
l. Stellvertreterin: Frau Rosine Müller
2. Stellvertreterin: Frau Paula Pfeffer

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Frau Agnes Fischer hat seit der Gründung 1962 bis 1980 unsere Gemeinschaft geleitet und mit Eifer und Umsicht geformt und geführt. Von 1980 bis 1990 war Frau Maria Pfeffer 1. Vorsitzende unserer Gemeinschaft. Mit großem persönlichen Einsatz und viel Humor meisterte Sie alle Aufgaben unseres Vereins. Von 1990 leitet bis 2001 Frau Maria Rhiel die zwischendurch 170 Mitglieder zählende Frauengemeinschaft.

Pfarrer Lehndeckel, der sich seit der Gründung der Gemeinschaft als Präses viel Mühe um die Ausgestaltung der Versammlungen gemacht hat, mußte sich wegen seiner Kriegsleiden schon 1968 pensionieren lassen. Die Frauengemeinschaft ernannte Ihn in der Versammlung vom 5.8. zum Ehrenpräses.

Seit Juli 1968 war Pfarrer Willeke Präses der Gemeinschaft. Ab 1988 ist Pfarrer Wegner unser Präses.

Besonderes Anliegen des Diözesanreferenten Dr. H. Schmitt, Fulda, war die Unterstützung des Priesterhilfswerkes in Lateinamerika. Die Übernahme einer Patenschaft mit einem jährlichen Beitrag von DM 600,- wurde beschlossen und bis zum heutigen Tag durchgeführt. Außer dieser Patenschaft wurden auch für andere Zwecke Geldmittel erübrigt.

So z.B. die Kosten für 3 Kreuzwegstationen, die Erneuerung der Meßdienerröcke, die Anschaffung von Tischen, Stühlen und Geschirr, sowie eine große Anzahl von Liederbüchern zum gemeinsamen Singen. Bei der Errichtung des alten Kirchhofkreuzes im Jahr 1968 neben der Kirche wurde ein Teil der Kosten mitgetragen. Allein in den letzten 10 Jahren wurden für verschiedene Aufgaben der Mission DM 16.000,-- zur Verfügung gestellt.

Zur Fertigstellung des Pfarrheims wurden Spenden in Höhe von DM 5.000,- überwiesen. Zur Ausstattung der Küche irrt Pfarrheim wurden für 100 Personen Gedecke angeschafft. Auch eine Kaffeemaschine und Stuhlkissen schaffte die k.f.d. an.

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In jedem Jahr finden mit großer Beteiligung Bus-Wallfahrten und Ausflüge statt. Seit 1976 machen wir jährlich eine Maiwanderung mit selbstgestalteten Maiandachten unter freiem Himmel. Ähnlich gestalten wir auch unseren ersten Abend nach der Sommerpause, nämlich mit einem Abendspaziergang und anschließendem Eisessen.

Seit einigen Jahren feiern wir mit den Frauen aus dem Dekanat Marburg gemeinsam Erntedankfest. An jedem 2ten Sonntag im Monat haben wir Gemeinschaftsmesse, in der ein Mitglied unserer Gemeinschaft die Lesung vorträgt. Am Weltgebetstag 1981 beteten zum ersten Mal evg. und kath. Frauen aus Moischt, Wittelsberg, Beltershausen und Schröck gemeinsam in unserer Kirche. Dies tun wir bis heute abwechselnd in diesen vier Gemeinden. Seit Bestehen der Gemeinschaft werden jährlich religiöse Adventfeiern gestaltet, an die sich ein geselliger Teil anschließt.

Auch unsere Faschingsabende bereiten allen Mitgliedern immer wieder viel Unterhaltung und Freude.

Seit unsere Gemeinschaft besteht, wurden von unseren Mitgliedern die Sammlungen für die Caritas übernommen. Dazu stellen sich 16 Frauen für die Haussammlungen im Frühjahr und Herbst zur Verfügung. Die Kranken im Ort und in den Marburger Kliniken wurden und werden immer wieder besucht.

Die Mithilfe bei Altennachmittagen ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Seit Bestehen der Pfarrgemeinderäte sind Frauen aus der Gemeinschaft als gewählte Mitglieder tätig. 1980 wurde zum lten Mal ein Basar vorbereitet und aus eigenen Mitteln der Mitglieder ausgestattet. Seitdem findet jährlich ein Bazar statt. Der Erlös wird für verschiedene Aufgaben der Mission und für caritative Zwecke zur Verfügung gestellt.

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Unter weiteren Aktivitäten wäre noch zu berichten von: Spinnstuben, Porzellanmalerei, Ostereiermalen, Bastelabende, Operetten,- und Operbesuche, Gymnastik, Kosmetik. Wir haben Kurse gehabt in Ikebana, Hessenstickerei, Krankenpflege und Tanzen. Wir konnten uns in Vorträgen über gesunde Ernährung aufklären lassen.

Einige Male waren wir auch bei der EAM Marburg, um uns in die neuen Techniken der Küche einführen zu lassen.

Sehr wichtig war für unsere Gemeinschaft die Mitwirkung bei den Feierlichkeiten im Gedächtnisjahr der hl. Elisabeth 1981. An einem Tag hat die Frauengemeinschaft das steinerne Elisabethbild am Rathauseingang mit Tannengirlanden und roten Rosen geschmückt.

Mit Fußwallfahrten und großer Teilnahme an allen Gottesdiensten und Veranstaltungen feierten wir unsere zweite Kirchenpatronin.

Am 14.3.1982 feierten wir, damals noch im Saal Reinse, unser 20jähriges Bestehen. Wir begannen mit einem Festgottesdienst und hatten am Nachmittag ein kleines Programm mit vielen Gästen. Ähnlich wie damals feiern wir heute unser 30- jähriges Bestehen in der Hoffnung, daß unsere Vereinsarbeit noch viele Jahre fortgeführt werden kann.

(Verfasser unbekannt, Jahr 1992)

 

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Maschinengeschriebenes Skript aus dem Pfarrarchiv o.J.
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Siehe auch:
-
Digitalisierung von pfarrgeschichtlichen Quellen und Abhandlungen
-
Literaturverzeichnis und Quellenangaben
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kfd - Eine Gemeinschaft von Frauen für Frauen

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11