Richtiger
Rettungswagen begeistert Kindergruppen
Das ist an diesem
Freitagnachmittag keine Einsatzfahrt mit Sondersignal
gewesen, die den Rettungswagen der DRK Rettungsdienst
Mittelhessen gemeinnützige GmbH in den Marburger
Stadtteil Schröck geführt hat. Die Überraschung
galt den beiden Kindergruppen, die Jasmin Schopferer,
Linda Balzer und Angela Stöhr dort jede Woche
leiten.
Bald zwei Stunden
steht dann der Krankenwagen vorm Pfarrheim in der
Kolpingstraße und alles kann von den zahlreichen
6-12jährigen Kids begutachtet und untersucht werden.
Dabei sind auch die
beiden Rettungsassistenten Marc Buchholtz und Thomas
Hielscher nicht ausgenommen, die sich für diese
Vorführung Zeit genommen hatten.
Von der Rettungstrage
*) bis zum professionellen Kopfverband, vom
Handwerkszeug bis zur Demonstration kleiner
Erste-Hilfe-Kniffe fehlt nichts, was nicht
anschließend zu Hause mit kleineren oder größeren
Geschwistern ausprobiert werden kann.
"Das macht einen
Riesenspaß", kommentiert Kristin Schäfer (11
Jahre), die im Auftrag der KinderKirchenZeitung (KKZ)
die ersten Notizen für den Exclusivbericht im
Kindermagazin mit nach Haue trägt.
"Und lehrreich
ist es obendrein", freut sich Pfarrer Stefan
Krönung über die gelungene Aktion, "denn jetzt
weiß jedes Kind im Dorf, was zu tun ist, wenn der
Opa keine Luft mehr bekommt oder der Julius vom Baum
gefallen ist: Sofort Hilfe holen, die Notrufnummer
112 wählen, sagen, wer man ist, wo und was passiert
ist..." und Lukas Nahrgang (9 Jahre), der stolz
den Kopfverband trägt, ergänzt: "Und erst den
Mann fragen, ob man jetzt schon auflegen darf und ob
er schon alles weiß..." Denn ob Kind oder
Greis, für den Notfall muß jeder fit sein.
Daß die beiden
Mitarbeiter des DRK Rettungsdienst Mittelhessen mit
viel persönlichem Einsatz und unendlicher Geduld den
Kinderfragen standhalten, hilft sicherlich die
Rettungskette in allen Gliedern zu stärken. Und
Katharina Nau (9 Jahre), die noch die Armschiene
trägt, faßt zusammen: "Die beiden Sanitäter
kennen wir jetzt, und die kennen uns. Wenn der
Krankenwagen ins Dorf kommt, helfen die! Da bin ich
sicher."
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| Kristin ist
gut versorgt |
Kopfverband
für Lukas |
Für jede
Hilfe gerüstet |
*) Für Profis: Marc weißt
mich darauf hin, daß es sich um eine "Trage
oder Fahrtrage" gehandelt hat.
Lit.: .
Lukas trägt einen Kopfverband. Kindergruppen durften
Rettungswagen "untersuchen". In: Bonifatiusboten, Nr. 3/17. Januar 1999 (BF), S. 19.