Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
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Pfarrei Schröck | Dekanat Marburg | Internetschematismus der Region
Pastoralplanung im Bistum Fulda
Kirchenstrukturen der Region Marburg
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Inhalt: Vorwort | Chronik der Ereignisse | Neueste Informationen

 

Erwartete Entwicklungen

Wahr ist, dass im Vergleich mit anderen hessischen Bistümern in Fulda statistisch gesehen auf einen Diözesanpriester 1.324 Gläubige kommen (Mainz 1.757, Limburg 2.130 /1997). Wahr ist auch, dass es einen Mangel gibt und Priester und Gemeinden sich neuen Formen der Kooperation öffnen müssen. Kooperation wird das zukünftige Stichwort in der 450.000 Katholiken zählenden Diözese Fulda lauten müssen. Nach dem Tod von Bischof Dyba musste schließlich auch  sein Nachfolger Bischof Algermissen aufrufen "gelassen und nüchtern Veränderungen nachzugehen" und "Neuland unter den Pflug zu nehmen". Das Bistum Fulda ist nicht länger eine "Insel der Seligen".

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"Um die Zukunftsfähigkeit der katholischen Kirche in Marburg zu garantieren, muss die Pastoral optimiert werden." Das gab Weihbischof und Generalvikar Ludwig Schick den Pfarrern der Stadt Marburg und angrenzenden Gemeinden nach einer Zusammenkunft im März d.J. mit einem Auftrag auf den Heimweg: Sie sollten auch untereinander sich zu Beratungen zu treffen und das gewonnene Meinungsbild mit einem verbindlichen Signal nach Fulda melden. Mit diesen Voten wolle Diözesanbischof Johannes Dyba dann anstehende Entscheidungen fällen.

Bei diesen Entscheidungen geht es zu allererst um die Einsparung von Priestern, die in der kath. Kirche Europas „Mangelware" geworden sind (Weltweit steigend!). Von diesen Entwicklungen wird keine der Marburger Pfarreien in den nächsten Jahren verschont bleiben.

Für Schröck denkt Pfarrer Stefan Krönung, dass die „katholisch geprägte Substanz der Gemeinde noch erstaunlich stark ist. Das ermöglicht nach wie vor eine Fülle von gemeindlichen Glaubensvollzügen. Denkbar wäre daher eine Ausdehnung der Pastoral in den Ebsdorfergrund und/oder bis nach Cappel, weniger in Richtung Roßdorf oder Bauerbach."

Personalchef Weihbischof Kapp: „Was immer die Planung bringen wird – in jedem Falle wird die Konzentration aller vorhandenen Kräfte erforderlich. Wenn Bewerber um den Ständigen Diakonat aus der Region Marburg kämen, wäre an deren Einbindung vor Ort zu denken, um die Priester für das Proprium ihres Dienstes zu entlasten. Auch könnten manche Aufgaben an haupt– und nebenamtliche Laien gegeben werden." (SK)

Chronologie

3.3.1999 Kommt der Priestermangel auch ins Bistum Fulda?

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"Da kann der Frömmste nicht in Frieden fasten.... Ich habe das "Medienfasten" ( http://www.gep.de/7wochenohne/welcome.html ) in diesen Tagen aufgegeben", schreibt der Chronist der Ereignisse und ruft hinaus:."Hier muss zu lesen sein, was sich in dieser Bistums-Region tut."
Nämlich: In den nächsten Tagen ruft die Bistumsspitze überraschend eilig Pfarrer aus dem Südteil des Dekanates Marburg in Fulda zusammen. Ihr Anliegen: Kirchliche Strukturen der Zukunft in der Region.
Als ich in der letzten Woche einen
Gesprächs- und Informationsabend zum Thema im Pfarrheim angeboten hatte, kam niemand zum Zuhören. Jetzt wird wenig Zeit sein, sich fundiert auf Veränderungen einzustellen, ist meine Befürchtung. Die Gemeinden sind schlecht vorbereitet.

[Schreiben v. 2.3.1999 an alle betroffenen Pfarrer]

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Liebe Mitbrüder!
Nach vielen Gesprächen die durch die Pfarrei St. Johannes in Marburg angeregt wurden, haben wir, d. h. Herr Erzbischof, Herr Weihbischof Kapp, Herr Bischofsvikar Lang und ich, uns entschlossen, Sie, die Pfarrer der Stadt Marburg sowie Herrn Pfarrer Schmank, zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen, um die Zukunft der Pastoral in Marburg zu besprechen. Eine eingehende Erörterung der gegenwärtigen pastoralen Situation und der zu erwartenden Gegebenheiten scheint uns unbedingt notwendig, bevor weitere strukturelle Entscheidungen getroffen werden. (....)
Ich hoffe sehr, daß Sie alle diesen Termin wahrnehmen können, damit wir in dieser wichtigen Angelegenheit bald weiterkommen.

Mit freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen

+ Weihbischof (Prof. Dr. Ludwig Schick)

Nachzulesen lohnt, was 1993 die Dekanatskonferenz unter Dechant Leinweber für die Zukunft überlegt hatte:

[Archiv] Stellenbesetzung und Priestermangel

8.3.1999 Schröcker beraten

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Bei einem Treffen von Vorstand Mitarbeiterkreis und VWR sind am Dienstagabend Überlegungen besprochen worden, wie Schröck und Moischt ohne eigenen Priester in Zukunft arbeiten kann. Dabei sind Modelle bedacht worden: Die Achse Bürgeln, Ginseldorf, Bauerbach, Schröck könnte als Pfarrei zusammengefasst und von einem Pfarrer betreut werden. Die Kombination von Schröck und Roßdorf ist unglücklich. Neue Idee war von Schröck aus die Pfarrei Cappel zu verwalten und den Ebsdorfergrund mitzuversorgen.

9.3.1999 Pfarrer zusammengerufen

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Pfr. Thomas Günst schaffte es kurzfristig die betroffenen Pfarrer zu einem Treffen in St. Peter u. Paul zusammenzurufen. An Laienmitarbeiter oder betroffene Pfarrgemeinden hat bislang niemand gedacht... Konzeptionelle Überlegungen kamen dabei nicht heraus. Niemand wollte sich zur Bistumseinladung äußern oder wusste "Interna". Alle Pfarrer sind nach eigener Überzeugung unersetzlich: Die Hochschulgemeinde muss bestehen bleiben (18.000 Studenten), die Klinikseelsorge ist unverzichtbar (1 Priester und Team), die Stadtpfarreien (Kugelkirche, Peter u. Paul, Liebfrauen) müssen bestehen bleiben... Fronhausen ist schon eine weitläufige Diasporapfarrei und die Dörfer Schröck und Bauerbach sind kirchliche Paradiesgärten, unantastbar. Was aber dann?

10.3., 11.3.1999 Pfarrei nimmt Kenntnis

Ich mache keine Hehl aus der bekannt gewordenen Information. Die typische und kirchliche Geheimniskrämerei war mir immer schon suspekt. Ich spreche Gemeindeglieder auf die Vorgänge an, bitte in den Gottesdiensten um das Gebet und informiere über den Pfarrbrief.

Nachgelesen:

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Predigt zum Priestermangel (1997)

Wir sind Kirche: Priestermangel als Chance der Gemeinde

Bischof Johannes zum Stichwort: Priestermangel und weitere LINKS

15.3.1999 Treffen der Bistumsleitung mit den Pfarrern

Montagnachmittag saßen die Pfarrer des neu zu verplanenden "Pastoralraums" mit der Bistumsleitung zusammen. Überlegungen aus dieser Sitzung habe ich zur Information der Betroffenen knapp zusammengetragen und werde sie weiter ergänzen.

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Ein Rundbrief an MitarbeiterInnen berichtet über den Stand der Beratungen und bringt Hintergrundinformation zum Stichwort "Priestermangel".

Mit großer Erleichterung und Zukunftsplänen werden in der Pfarrei Schröck die Ideen aufgenommen, "den halben Pfarrer am Ort zu behalten und die Zusammenarbeit mit der Pfarrei Cappel zu suchen."

22.3.1999 Kleine Pfarrerrunde berät auf der Amöneburg

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Anschließend Protokoll nach Fulda geschickt - hier als Update der Planung und in der Datenbank

In diesen Tagen erscheint der "Herdenbrief" von Christen aus dem Bistum Stuttgart-Rottenburg
http://www.we-are-church.org/de/rottenburg/

Karwoche: Dechant Dr. Hilbert sieht keine Notwendigkeit, die Pfarrerrunde weiterzuführen: Mit Berufung auf sein Dechantenamt verbietet er sich weitere Planungen. Er werde zu gegebener Zeit zu weiteren Planungen einladen. Er verbietet sich "Einmischungen in die inneren Angelegenheiten seiner Pfarrei." Er war auch nicht zu bewegen, das Gespräch mit den Pfarrern auf der Amöneburg zu suchen. Er hatte keine Zeit.

www.publik-forum.de/ bringt einen Artikel über den Priestermangel in den Nachbarländern: Die letzten Priester von Frankreich. Verlassene Kirchen und Dörfer.

12.4.1999 In Schröck informiert Pfr. Krönung Mitarbeiterkreis und Verwaltungsrat über den Stand der Dinge. Für die zu planende Zusammenkunft der betroffenen Gemeinden wird Heinrich Nau zum Delegierten einstimmig gewählt.
Einhelliger Wunsch der Gremien ist es, eine Zusammenarbeit mit der Pfarrei Cappel zu suchen.
In verschiedenen Redebeiträgen äußern sich die GemeindevertreterInnen zur Problematik. Der Schlüssel, der die Katholikenzahl für Priesterzuteilung, Zuschüsse, Personaleinsatz etc. zu Grunde legt, benachteiligt die kleinen und aktiven Pfarreien. Nicht alle Dienste und Aufgaben können dem stark strapazierten Ehrenamt von der Kirchenleitung aufgegeben werden. Die Bereitschaft Veränderungen mitzutragen ist vorhanden.

Auch der Verwaltungsrat der Pfarrei St. Peter und Paul hat bereits getagt. Die Gremien in der Pfarrei Fronhausen haben beraten. Bekannt wird, daß vier Wochen nach den Gesprächen in Fulda noch nicht alle Leitungsgremien in den betroffenen Pfarreien informiert wurden!

Eine weitere Planungsrunde der Pfarrer tagt am Freitag, 16.4., 10.30 Uhr in Schröck mit Pfr. Günst, Pfr. Krönung, Pfr. Köchling, Pfr. Schmank. Sie war beim Treffen auf der Amöneburg vereinbart worden. In den letzten Jahren hat das Dekanat bereits 3 Priester "eingespart" (Kapläne!). Verteilungen müssen gerecht geschehen ist der Tenor. Knackpunkt ist die Konzentration in der Kernstadt Marburg.

Für Irritation sorgt ein Schreiben von Dechant Dr. Hilbert (vom 11.4.99), daß die Pfarrer für Mo 26.4.99 einlädt, das aber nur zwei Pfarrer erhalten haben.
Für weitere Verwunderung sorgte dann ein Schreiben des Dechanten vom 18.4.99, daß den verbleibenden Pfarrer zuging. "Sinnvolle Pastoral und das recht verstandene "Heil der Seelen" hängen sicher nicht von hektischer Betriebsamkeit ab." schrieb Dr. Hilbert, lies in diesem Schreiben aber die Unterstellungen gegenüber Pfr. Köchling und Pfr. Krönung weg. ("Ist der Mann noch bei Trost?" Pfr. Krönung)

In Fuldaer Zeitung (17.4.99) und Gelnhäuser Tageblatt (15.4.99) sind Äußerungen von Bischof Dyba zu lesen: Kein Priestermangel im Bistum Fulda.  Ab 1.8. muß Pfr. Oswald (FD-Johannesberg) die Pfarrei in Bronzell (mit Kohlhaus) übernehmen. Im Freigericht sind Pfarreien zusammengerückt. 15 Geistliche gehen im Sommer in Ruhestand. (...) Derzeit sind es mehr als 40 Pfarreien und Seelsorgsstellen, die "mitverwaltet" werden ohne eigenen Pfarrer vor Ort.

OP 21.4.1999: Pfarrgemeinderat von St. Johannes sucht Anstöße für einen Neuanfang
Marburg. Der Pfarrgemeinde der Kirche St. Johannes lädt am Sonntag, 2. Mai, zu einem Treffen in das Gemeindehaus der Matthäuskirche in Ockershausen ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.
Anlaß für das Treffen ist die aktuelle Situation der katholischen Kirchengemeinde, wie der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Dr. Wilgried Meyers, mitteilte. Die Arbeit des Pfarrgemeinderates von St. Johannes ruht zur Zeit (die OP berichtete). Im gemeinsamen Gespräch erhofften sich die Mitglieder, Anstöße für einen Neuanfang zu finden, so Meyers.

Zum Weltgebetstag der Geistlichen Berufe (25.4.99) meldet die Bischofskonferenz u.a.
"In Deutschland ist die Zahl der Welt- und Ordenspriester von über 25.000 Anfang der siebziger Jahre auf 17.931 (1997) gesunken. 13.535 der Priester sind im aktiven pastoralen Dienst tätig. 1998 sind in den 27 deutschen Bistümern insgesamt 215 Männer in ein Priesterseminar eingetreten, 171 Kandidaten wurden zu Weltpriestern, 35 zu Ordenspriestern geweiht. Der Priestermangel führt dazu, daß sich viele und zunehmend mehr Gemeinden den Pfarrer teilen und daß Gemeinden zusammengelegt werden müssen."
http://www.kath.de/sdbk/presse/pm1999/pm1999042502.html

In Schröck betet die Gemeinde im Familiengottesdienst: "Laß unseren Bischof eine gute Lösung, für den Priestermangel in unseren Gemeinden, finden."

Auf Einladung von Dechant Dr. Hilbert tagen wir ohne Ergebnis im "Kirchensälchen" der Kugelkirche. Der VWR der Gemeinde ist gegen eine Zusammenlegung der Pfarreien und beharrt auf einem eigenen Pfarrhaus in St. Johannes. Zwei Modelle stehen gegeneinander: A) Die Pastoral läuft gut in Marburg A1) es muß noch ein Kaplan fürs Stadtgebiet hinzukommen. B) Ein Seelsorgeteam (Hochschulpfarrer, Pfarrer und Kaplan) versorgt Kugelkirchengemeinde und St. Peter u. Paul - zur Entlastung wird die Gottesdienststelle im ev. Gemeindezentrum in Ockershausen aufgegeben und Wenkbach wird von Liebfrauen, die damit einverstanden ist, mitversorgt.

Ein Protokollentwurf (=P26.04.99) der Sitzung sendet Dr. Hilbert allen Pfarrer zu und er wird am 17. 5. in der anstehenden Dekanatskonferenz alle MitarbeiterInnen informieren. Besorgniserregend ist die ungute Konfrontation in der Pfarrei St. Johannes zwischen Pfarrer und Gremien. Eine Pfarrversammlung am 2.5.99 bringt schwere Differenzen zum Vorschein.

Für weitere Planungen sollen die "Karten auf den Tisch" und die "seelsorglichen Tätigkeiten" bewertet werden.

Ebenso ist in P26.04.99 festgehalten: "In die Überlegungen sollen auch die pastoralen Mitarbeiter/innen miteinbezogen werden."

Für Dienstag, 22.06.1999, 20 Uhr (Roncalli-Haus) sind die Pfarrer und je ein Beauftragter aus den Gremien der Pfarrei zu gemeinsamen Beratungen eingeladen. ("soll ein weiteres Gespräch stattfinden, zu dem die Pfarrer auch ein Mitglied eines Gremiums mitbringen sollten." P26.04.99)

Anläßlich seines 70. Geburtstages äußerte sich im Mai1999 Weihbischof Johannes Kapp: "Wenn der Wind der Kirche massiv ins Gesicht blase, wenn viele sich distanzierten und ihren Glauben nicht mehr praktizierten, dann sei umso mehr das Miteinander des gemeinsamen Priestertums aller Getauften gefordert". Weiter: "Der Priestermangel ist für mich eine Gewissensfrage aller Gläubigen." Das Wachstum geistlicher Berufe durch Gebet und gläubige Solidarität zu fördern, sieht er als wichtige Aufgabe besonders der Pfarrgemeinden an. Sein eindringlicher Aufruf zu einem "Bündnis für Berufungen" hat im Bistum vielfältiges Echo gefunden. Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz ist Weihbischof Kapp gerade in Fragen geistlicher Berufe und kirchlicher Dienste kompetenter Ansprechpartner. Besondere Verdienste hat sich Kapp im Bistum auch um die Förderung des Ständigen Diakonats erworben.

Zu Pfingsten 1999 erscheint der Rundbrief der KirchenVolksBewegung "Pfingstbrief an die Vorstaende aller Pfarrgemeinderäte in Deutschland" ( www.we-are-church.org/de ) zum Thema: Priestermangel, Zusammenlegung von Pfarrgemeinden, Rückgang des Gottesdienstbesuchs ...

Zum 1. August 1999 gehen die Pfarrer der Pfarreien Schöneck, Fulda-St.Paulus (nur noch Kaplan), Bronzell (zu Johannesberg), Freigericht-Altenmittlau (jetzt Mitverwaltung durch Bernbach), und Ulmbach in den Ruhestand. ?Lediglich Ulmbach erhält einen Pfarrer.

Nächstes Treffen zum Thema "Analyse der Marburger Pfarreien": Mittwoch, 8.9.99, 20 Uhr (Peter & Paul)
Die in den örtlichen Medien offen diskutierten Probleme der Pfarrei St. Johannes belasten die Gespräche. Der Konflikt um Dechant Dr. Hilbert blockiert das Gespräch.

Am 15.9.99 feiert Erzbischof J. Dyba seinen 70. Geburtstag. Im OP-Interview fragt Matthias Mayer u.a. auch zum Stichort "Priestermangel":
OP: Sie haben kürzlich im Fuldaer Dom sechs Diakone zu Priestern geweiht. Gleichwohl macht im Bistum das Wort vom Priestermangel die Runde. Besonders in den katholischen Paradiesgärten östlich von Marburg befürchten die Christen ihre Pfarrer zu verlieren.

"Diese Gebete sind gut und richtig, aber die Gemeinden müßten für mehr Priesternachwuchs beten. Ich kann nur die Priester in die Gemeinden entsenden, die die Gemeinden vorher ins Seminar schicken. Die Gemeinden sollten dafür beten, dass mehr Interesse für das Priester-Amt und für die Ordens-Berufe gewecket wird und in ihren Reihen auch entsprechende Atmosphäre dafür schaffen." (OP, 15.9.99)

Juni-August 2000: Pfarrer Bilo (Cappel) erkrankt plötzlich an einem Schlaganfall. Die Pfarrei wird von Schröck aus vorrübergehend mitverwaltet. Darüber hinaus sind alle andere Beratungen "eingeschlafen". Kleiner Schritt: Die Vorabendmesse (bislang ca. 30 Besucher, davon noch (!) Gäste aus den Nachbarpfarreien) fällt ab 19.8. weg.

Durch den Tod von Bischof Dyba im August 2000 werden weitere Planungen unbestimmt verschoben. Allerdings scheint man im Generalvikariat an einem Konzept "Kooperative Pastoral" zu werkeln. Die Anfragen zu "pastoralen Leitlinien" um die Fuldaer Domtürme herum sind angekommen. Am 31.3.2000 hielt Weihbischof Johannes Kapp vor der Vollversammlung des Diözesanrates der Katholiken ein richtungweisendes Referat zur "Personalsituation und - entwicklung bei Priestern und pastoralen Mitarbeiter-/innen".

Beim Neujahrsempfang 2002 rief der neue Bischof Heinz Josef Algermissen das Bistum auf: "Fulda stehe vor einer großen pastoralen Herausforderung und müsse sich unbedingt auf den Weg einer "verbindlichen Sammlung und Kooperation der Gemeinden" machen." (Boniboten Nr. 3, 13.1.02)

Der PGR in Schröck lädt für 2.3.2002 die PGRs mit ihren Pfarrern aus Cappel, Liebfrauen, Bauerbach/Ginseldorf und Roßdorf  zu Informationsrunde ein. Information geht an den Katholikenrat im Bistum Fulda und an den Regionaldechanten. Erste Reaktionen: Pfarrer: "Spielst Du Dich jetzt als Regionaldekan für Marburg auf?!" - Katholikenrat: "Gute Idee, haltet uns auf dem Laufenden".

Mangels vernünftiger Kommunikationsstrukturen errichte ich ein FORUM für weitere Basisgespräche unter http://www.webmart.de/nlhistory.cfm?id=40543 , das öffentlich zugänglich ist.

In der Kugelkirche hat Anfang Februar 2002 Pfr. Franz Langstein die Arbeit aufgenommen. Zum 1. März übernehmen Pastoralreferent Günter Tucher und Pfr. Stefan Krönung die Studentenseelsorge in Marburg. Die Pfarrstelle in Schröck kann dann nur noch mit 60% von einem Priester betreut werden. Für Bauerbach mit Ginseldorf stehen ebenfalls Veränderungen bevor. Pfarrer Krönung: "Ich suche mir jetzt schleunigst bessere Hälften!"

Im Herbst 2002 hat sich der PGR mit Eifer an eine Bestandsaufnahme der Pfarrei gemacht. Die Ergebnisse werden bald veröffentlicht.

Mit dem 1. Advent startet der Pastorale Prozess im Bistum Fulda: Um der Menschen willen gemeinsam auf der Suche nach Gott.

24. Januar 2003: Marburger Pfarreien treffen sich 16.30 Uhr zu Pastoralplanung. Wie kann Kooperation zwischen den Gemeinden zukünftig aussehen?

Pfr. Bilo bricht am Fr 21.2. zusammen und muss in ein Krankenhaus/ Pflegeheim übersiedeln. Die Sonntagsmesse wird von Vertretungspriestern übernommen.

Das Bistum Fulda berichtet über den "Pastoralen Prozess" im Internet unter www.bistum-fulda.de 

Nach verschiedenen Veröffentlichungen warten wir auf das Hirtenwort des Bischofs zum Beginn der Fastenzeit 2004. Die Veröffentlichungen und Ideen zum Pastoralen Prozess sind selten. Bis zum Jahr 2006 soll die Bistumskarte "neu gezeichnet werden".

Nach den PGR-Wahlen im Herbst 2003 trifft sich am 26.2.2004 zum ersten Mal der Arbeitskreis Kooperation der Pfarreien Bauerbach und Schröck. In regelmäßigen Abständen sollen Überlegungen und Planungen angestellt werden.

Zweimal tagte der Kooperationsausschuss Schröck/Bauerbach, jetzt hat er am 27.4.2004 eine große Vision: Von Amöneburg bis Kirchheim und von dort über Anzefahr, Bauerbach, Schröck, Roßdorf nach Mardorf: 10.500 Katholiken finden auf Zukunft zueinander - Kann so eine zukunftsfähige Kirche aussehen?! Eine kleine Gruppe arbeitet an der Idee: Pfarrverbund Oberhesssen.

Bischof Algermissen veröffentlicht in der 1. Maiwoche die "Eckdaten" zum Pastoralen Prozess. Die Erwartungen an die Pfarrverbünde sind 5.000 bis 10.000 Katholiken. ( www.bistum-fulda.de )

Schröcker Pfarrgemeinderat und Dekanatskonferenz Amöneburg stimmen einstimmig für den Pastoralverbund Amöneburg (s.o.).

Die außerordentliche Pfarrversammlung in Schröck am Sonntag, 23.5.2004 beschließt mit übergroßer Mehrheit das Modell Pastoralverbund Amöneburg. 5 Gegenstimmen wünschen sich eine Kooperation mit einem Pastoralverbund Marburg.

Der Katholikenrat hatte im Dekanat Amöneburg für den 25.5.2004  zur Dekanatsversammlung nach Stadtallendorf eingeladen. Auch hier war eine klare Mehrheit für die Lösung "Zwei Pastoralverbünde" auf dem Gebiet des Dekanates ( 4 stimmten bei 1 Enthaltung für kleinere Einheiten).

Ideenskizze zum Pastoralverbund Amöneburg (2004)

Februar 2005 - Statuten werden vorgestellt für die Arbeit im Pastoralverbund

26.02.2005 - Start- und Impulstag in der Stiftsschule Amöneburg

Der Schröcker Pfarrgemeinderat wählt einen neuen Vorstand und startet das Projekt zur Gemeindeleitung: Ein Pastoralgremium soll entstehen.

12.04.2005 - Erste Sitzung des Pastoralverbundsrates auf Amöneburg

Erste Skizzen zur Leitungsstruktur in der Pfarrei Schröck beschreibt Pfr. Krönung in einem Pfingstbrief 2005

Sommer 2005: Schulpfarrer Markus Blümel verlässt die Stiftschule. Für einige Monate ist der 2006 zur Vertretung in Oberhessen.

[ Aktuell ]

Mit einem Abendlob im Frühjahr/Sommer 2006  in allen 13 Kirchen des Pastoralverbunds St. Bonifatius, Amöneburg bereiten sich die Gläubigen auf die neue Seelsorgsstruktur vor.

12.7.2006 - Antrag der Pfarrgemeinde zum Pastoralverbund St. Bonifatius – Amöneburg

Sehr geehrte Herr Bischof Heinz Josef Algermissen!
Mit dem Begriff Pastoraler Prozess bezeichnen Sie uns den Weg des Bistums Fulda in die Zukunft. Vor dem Hintergrund der veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, die sich in vielfältiger Form auf das kirchliche Leben in der Diözese Fulda auswirken, haben Sie uns in unseren Gemeinden zur verbindlichen Kooperation aufgerufen.
Der grundlegende Wandel unserer Zeit zeigt sich in der zurückgehenden Zahl von Hauptamtlichen, daneben auch in den geringer werdenden finanziellen Mittel, ganz grundlegend jedoch im tief greifenden – auch demographisch bedingten – Wandel unserer Gemeinden. Sie ermutigen, dass wir uns vom Alten lösen und Neues zu wagen.

In Zukunft sollen die Pfarreien stärker als bisher zusammenzuarbeiten, die pastoralen Aufgaben neu organisieren und auch gemeinsame Projekte durchführen, z.B. im Bereich der Gottesdienste, der Sakramtenkatechese aber auch in der Sorge für Menschen in Not.

Nach einem längeren Dialogprozess haben wir in unseren Gremien und Gruppen im Schröcker Pfarrheim vor einigen Jahren den Pastoralverbund Amöneburg umschrieben und den Vorschlag im Bistum über unseren Dechanten Pfr. Klatt vorgestellt.
Heute beantragen wir selbst die Zugehörigkeit zu diesem Vorbund und schlagen den Namen unseres Bistumspatrons „St. Bonifatius“ vor.
Unsere Eigenständigkeit als Gemeinde ist uns wichtig, darüber hinaus aber werden wir in Zukunft in den Pastoralverbünden verbindlich zusammenarbeiten.
In unseren Dörfern wollen wir Menschen neu für Jesus Christus und sein Evangelium gewinnen. Wir wollen uns neu über das Fundament unseres Christseins aber auch der Kirche vergewissern.

Pfarrer Stefan Krönung
Heinrich Nau, Stv. Vs. Verwaltungsrat
Brigitte Braun, Sprecherin des Pfarrgemeinderates

29.Juli 2006: Stationsgottesdienst an der Lindaukapelle auf dem Weg zum Pastoralverbund mit Prof. Stanke

Bischof errichtet zum 3.12. den Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg

Mit Schreiben vom 27.11.2006 an die Pfarrer errichtet Bischof Heinz Josef Algermissen auf der Grundlage von Art. 4, Abs. 1 des Grundstatuts für Pastoralverbünde im Bistum Fulda vom 1. März 2006 (KA Fulda, St. IV, Nr.49; im folgenden: GS) mit Dekret zum 03.12.2006 den Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg. Moderator dieses Pastoralverbundes ist Regionaldechant Msgr. Bernhard Klatt, Pfarrei St. Johannes der Täufer, Amöneburg.
Die Pfarrer tragen die seelsorgliche Verantwortung für die betreffenden Pfarrgemeinden. In seinem Schreiben erwartet der Bischof dass die Pfarrer den Moderator in seiner Sorge für die Zusammenarbeit im Pastoralverbund und in der pastoralen Dienstgemeinschaft unterstützen. Dies gilt insbesondere für die Teilnahme am Dienstgespräch gem. Art. 7, Abs. 3 GS, für die Mitarbeit im Pastoralverbundsrat gem. Art. 8 GS sowie für die Teilnahme am Pfarrerkollegium gem. Art. 14 GS.

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

 © 1996-2007  - www.pfarrei-schroeck.de  

 Update 31.05.11

März 1999 - 2006