Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
HOME PFARREI GOTTESDIENST 35043 Marburg-Schröck
Kettelerstr. 12 Tel. 06424/ 92230
 
Pfarrei | Kirchenjahr | Pfarrkirche
Geschichte & Gegenwart
Die Ruine der Kreuzkapelle
Ehrfürchtige Waldeinsamkeit in der Nähe des Elisabethbrunnenes Ruine der 1527 zerstörten Kreuzkapelle bei Schröck (20.08.98)

Nur ein Sonntagsspaziergang weit entfernt im Wald beim Elisabethbrunnen

In der Kapelle zum heiligen Kreuz "hinset dem Loneberg" lebte bis zum Jahre 1527 der letzte Klausner und Bruder "Das arme Henche von Martorff".
Die Wallfahrtskapelle, die zwei Altäre hatte, wurde in den Wirren der Reformation geschlossen. Die Kultgegenstände wurden der lutherischen Pfarrkirche zugewiesen, Steine und Beschläge von Türen und Fenster beim Bau der Rathaustreppe in Marburg verwendet.
Gottesdienst in der Ruine der Kreuzkapelle/Elisabethbrunnen (2002) Waldarbeiter entdeckten 1925 die verloren gegangen Reste der Kapelle. Sie wurden durch den Marburger Geschichtsverein freigelegt. Jahrzehnte später nahm sich die Schröcker Kolpingsfamilie der Stätte an, sanierte die verbliebenen Grundmauern und errichtete ein Erinnerungskreuz.
Die Errichtung der Kapelle könnte im Sinne der heiligen Elisabeth, Landgräfin von Thüringen und Hessen, entstanden sein.

Landgraf Philipp der Großmütige ließ 1520 durch den Pfarrer von "Schrickta" (Schröck) Johannes Stark, genannt Hatzfelt, der in Marburg wohnte, ein Verzeichnis aller Kultgegenstände anfertigen, das im Pfarrarchiv in Marburg erhalten geblieben ist.

Am 14. September eines jeden Jahres ist eine Kreuzprozession von Schröck aus zu dieser altehrwürdigen Stätte. Gelegentlich feiern wir Gottesdienst in der "Kirche ohne Dach". Die Malteser führen Ihr Banner mit. Die Prozessionsbegleitung ist Ihnen von Pfarrer Krönung im Gründungsjahr 2000 als Aufgabe genannt worden.

Die Schröcker pilgerten früher an den beiden Kreuzfesten (Kreuzauffindung, früher 3.5. und Kreuzerhöhung 14.9.) zur Kapelle. Nach Vertreibung und Zerstörung zog die erste Wallfahrt am 1. Maisonntag zum Zechspannkreuz und unregelmäßig mindestens seit 1985 wieder zur Ruine der Kreuzkapelle.

"Laßt die Kirchen Kirchen sein"

Kirchen und ihre Ruinen sind "aus dem Boden der Tatsachen herausgesprengter Freiraum. Hier werden nicht im üblichen Sinn die menschlichen Bedürfnisse befriedigt, keine Waren produziert oder gelagert, keine Dienstleistungen erbracht, hier wohnen keine Menschen. Sie sind in einem elementaren Sinn funktionslose Räume..., deren Funktion die Darstellung des Übernützlichen ist und in denen die christliche Gemeinde die unsichtbare Gegenwart Gottes feiert."
(Bischof Joachim Wanke, Erfurt, 2000)

 

Bittgang im Jahr 2002 - seit einigen Jahren ziehen wir am 14. September zur Ruine der Kreuzkapelle beim Elisabethbrunnen (Foto: Alex Brons) Bittgang im Jahr 2002

Weitere Links:

Aktuelle Suche im » Pfarrbrief:
http://de.groups.yahoo.com/group/pfarreischroeck/messagesearch?query=Kreuzkapelle 

Die Hl. Kreuzkapelle beim Schröcker Brunnen (DPQ)

Das Kirchenjahr in Schröck

Der Elisabethbrunnen und Inschriften

Malteser Hilfsdienst

Lit.:

Dithmar, G. Th.: Aus der Vorzeit Marburgs und seiner Umgebung. Denkwürdige Sagen und Geschichten erzählt von... Marburg. Kommissions-Verlag von W. Braun, 1872 (Nachdrucke im Umlauf)

Bauerbacher Chronik im Internet:  Spaltungen Alter Glaube und neue Lehre im Kampf. Pfarrer der frühen katholischen Zeit:
http://www.marburg-bauerbach.de/index.php?mid=61&load=modules/buch_cont.php&ida=61  

 

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

 © 1996-2007  - www.pfarrei-schroeck.de  

 Update 31.05.11

1999 Up 2000-11-28 www.pfarrei-schroeck.de