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| Kirchenjahr in Schröck | Bildstöcke | |||||||||||||
| Zechspannkreuz (1792) | |||||||||||||
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| Geschichte In den Wirren der Reformation wurde die Kreuzkapelle oberhalb des Elisabethenbrunnens durch den Landgrafen Philipp der Großmütige (1527) geschlossen und dann abgebrochen. Dorthin waren die Bewohner von Schröck zweimal im Jahr gewallfahrtet. Als Ersatz wurde dann der Bildstock auf ehem. Mainzer (kath.) Gebiet 1792 "DEM HEILIGEN KREUZ ZU EHREN" errichtet. Johann Peter Nau (Hausname: "Hampetersch" Nr. 24, * 13.2.1737 in Schröck, oo 27.4.1763 in Schröck, +31.7.1798 in Schröck) und seine Ehefrau Sybilla (geb. Nau) stiftete am 30. Mai 1792 30 fl (Gulden) für die Abhaltung einer Prozession am Sonntag nach dem alten Fest "Kreuzauffindung" (früher 3. Mai) zu dem von ihm errichteten Bildstock. Drei Jahre später stiftete derselbe weitere 30 fl. (Gulden) für eine Kreuzpredigt, die am Bildstock durch den Ortspfarrer gehalten werden sollte. Am 20. Mai 1798 richtete Pfarrer Gloos die Bitte an das Commissariat, diese Predigt am Sonntag nach dem Fest Kreuzauffindung halten zu dürfen, der entsprochen wurde. Die "Zechspann" ist der Platz, auf dem die Fuhrleute zur Zeche - Frühstück - die Pferde ausspannten. Eine Variante des Begriffs ist die Verstümmelung aus "Geschützspann", also schwere Fuhrwerke, denen die Schröcker beim überqueren der Lahnberge helfen mussten. Die älteste Straße nach Marburg führte von Schröck durch die Schwarzenborner Hohle über Zechspann durch die bequemste Stelle, die rechts von der jetzigen neuen Marburger Strasse lag. Von dem in der Inflation 1922 verlorene Stiftungskapital wurde noch zu Pfarrer Laufers Zeiten eine "Festgebühr" von 10,25 RM aus der Kirchenkasse bezahlt. Für die Pfarrer der letzten Jahre sind keine "Predigtgelder" mehr am Festtag bekannt. Bis 1963 fand die Prozession in jedem Jahr dorthin statt. Infolge des schlechten Zustandes der Feldwege bemerkt der Schröcker Chronist (S. 112) wurde in den folgenden Jahren die Prozession zum Marktgrundkreuz und einmal zur Ruine der Kreuzkapelle am Elisabethbrunnen verlegt. In den letzten Jahren (1996-2002) fand die Prozession im Anschluss an das Hochamt um 10 Uhr ausnahmslos statt. Im Jahr 2003 endete der Bittgang am Zechspannkreuz und ein einfaches Mittagessen bei gemütlichem Beisammensein wurde gereicht. Inschrift
Der
Dorfchronist Karl Schober konnte die Inschrift 1967 noch
lesen. Notiert hat er sie 1935. Sie ist heute kaum noch
zu entziffern. Gebete Z.: Lasset uns beten. Herr, unser Gott, nach
altem Brauch sind wir den Weg zum Kreuz (an der Zechspann
seit 1792) gegangen. Lass uns Dir in deinem
Leiden und Sterben begegnen. A.: Amen. oder Z.: Lasset uns beten. Gott, unser Vater, du hast uns durch den Kreuzestod und die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Fülle des Lebens befreit. In der jährlichen
Kreuzprozession erinnern wir uns des bitteren Leidens,
das er für uns ertragen hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A.: Amen. Nau, Schröcker Chronik, S. 112 Weitzel, Karl: Bildstöcke S. 34f. (er verlegt das Fest "Kreuzauffindung" fälschlicherweise generell auf den 1. Maisonntag, was nicht in jedem Jahr stimmt, da es nach dem alten liturgischen Kalender am 3.5. gefeiert wurde.) - Er hat sich wohl an der Inschrift vor dem Bildstock orientiert, die ebenfalls diesbezüglich fehlerhaft ist. G.Willeke, Gottesdienstordnung für die Woche 6.5.-12.5.1973 |
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