Mitmachen bei der Hilfe, die ankommt
Malteser bitten die Bevölkerung im Mithilfe beim Packen von Weihnachtsgeschenken
für Kinder auf dem Balkan.
Schröck/Amöneburg-Roßdorf:
Noch vor wenigen Wochen war die Malteserärztin Dr. Astrid Dörner vor Ort in
Mostar (Bosnien-Herzegowina) und weiß wovon sie spricht, wenn sie an die
Menschen auf dem Balkan erinnert. Der Krieg ist seit Jahren vorbei, aber seine
Spuren, Armut und Arbeitslosigkeit, Zukunftsangst und Hoffnungsarmut sind in
Bosnien augenfällig. Ruinen auf den Fahrten über Land und in den Städten,
verminte Landstriche und Militärpräsenz darin eingeschlossen.
Die Malteser kennen durch Ihre Balkanengement viele Orte, wo Menschen Hilfe
benötigen. Bei der Aktion Hoffnungszeichen sind Kinder im Blick, die bei aller
großer Weltpolitik nicht selten hintenanstehen.... im vergangenen Jahr konnte
ein Konvoi mit mehreren Lastwagen mehr als 30.000 Weihnachtsgeschenke zu Ihnen
bringen und in diesem Jahr laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren.
Pfarrer Stefan Krönung, Chef des Auslandsdienstes der Schröcker Malteser, wirbt
in Kirchengemeinden, Schulen und der Öffentlichkeit: "Helft uns helfen! – Gebt
uns Päckchen und wir bringen Sie nach Bosnien, Kroatien und in den Kosovo.
Ehrenamtliche Fahrer nehmen den Weg auf sich und garantieren, dass die Hilfe
auch ankommt.
Besonders aufmerksam hören die Mitarbeiter des TeGut Marktes in
Amöneburg-Roßdorf ist die Anfrage nach Hilfe und Unterstützung. Mehrmals schon
durften die freiwilligen Malteser vor den Toren des Lebensmittelladens betteln
und die Großzügigkeit erfahren.
Zum 10jährigen Firmenjubiläum in diesen Tagen überreichten heute Pfr. Sefan
Krönung und der stv. Ortsbeauftragte Thomas Jakobi Glück- Segenswünsche.
Die junge Truppe der Schröcker Ortsgliederung bettelt wieder am Samstag, 16.
November persönlich vor dem TeGut-Einkaufsmarkt in Amöneburg-Roßdorf um
Süßigkeiten für Päckchen und stellt die Aktion vor.
Abgabe von selbstgepackten Geschenken ist an vielen Stellen bis Ende November
möglich. (INFO-Telefon 0177 / 220 12 91)
Pfarrer Krönung, der das Pfarrheim in Schröck als Zwischenlager für einige
Tausend Päckchen zur Verfügung stellt, schmunzelt und mahnt: "Wir fahren am
Samstag, 28. November, 10 Uhr los... bis dahin nehme ich die Päckchen an."
Hintergrund
Bei der Malteseraktion "Hoffnungszeichen" geht es darum, dass viele Menschen
gefunden werden, die kleine Päckchen für die Kinder packen und abgeben. In einem
Schuhkarton sollten sein: zwei Tafeln Schokolade, ein Schokoladen-Nikolaus, eine
Tüte Gummibärchen oder Bonbons, eine Schachtel Plätzchen und ein kleines
Spielzeug.
„Der Wert des Inhalts sollte maximal 10 Euro betragen“, meint die Malteserärztin
Dr. Astrid Dörner. Zudem sei es ganz wichtig, dass das Weihnachtspäckchen mit
„Junge“ oder „Mädchen“ sowie der Altersangabe beschriftet wird, denn vom Baby
bis zum Jugendlichen werden alle bedacht. „Und ein 16-Jähriger soll ja nicht
plötzlich mit einem Schnuller als Geschenk da stehen.“
In jedem Fall könnten die Bürger so mit wenig Aufwand und keinen großen
finanziellen Ausgaben bedürftigen Kindern eine riesige Freude machen. „Die
Malteser überreichen die Päckchen jedem Kind persönlich und dokumentieren das,
so dass die Spender sicher sein können, dass ihre Geschenke an der richtigen
Stelle landen. Pfarrer Stefan Krönung ich selbst begleiten den Konvoi und wir
sind in Sarajevo und Mostar in der ersten Dezemberwoche vor Ort.“