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Pfr. Stefan Krönung: Notfallseelsorge und Krisenintervention

Tel. 0700 01005757

Psychosoziale Hilfe und Unterstützung
im Bistum Fulda

Hallo und Willkommen auf den Seiten von Stefan Krönung und den Verweisen auf andere Internetprojekte, die er betreut!
 

Geschichte

"Notfallseelsorge gibt es, seit es Seelsorge gibt", beschreibt die Deutsche Bischofskonferenz das Themenfeld und ergänzt: "Notfallseelsorge orientiert sich an Botschaft und Handeln Jesu Christi, der an der Not der Menschen nicht vorüberging, sondern sich von ihr ansprechen ließ. Die Notfallseelsorge wird tätig für Menschen, die unerwartet und plötzlich mit Tod oder der Möglichkeit des Todes konfrontiert werden.

Von ihrem Verständnis und ihrer Tradition her ist Notfallseelsorge Teil der Gemeindepastoral, besonders der Trauerpastoral. Sie arbeitet überwiegend ökumenisch.

Notfallseelsorge ist im Grunde ein organisierter Bereitschaftsdienst der Kirchen, der verlässliche Erreichbarkeit und enges, eingeübtes Zusammenarbeiten mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Notärzten sicherstellt. Als „Erste Hilfe für die Seele“ stehen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger den Opfern und vor allem den Angehörigen und Betroffenen bei. Sie begleiten Polizeibeamte bei der Überbringung von Todesnachrichten; sie stellen sich der Ohnmacht und der Unbegreiflichkeit des Geschehenen.

Notfallseelsorge wird über die Leitstellen der Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei gerufen." (www.dbk.de

Mitarbeit in der Notfallseelsorge 

"Komm zu uns, zögere nicht" – mit dieser Aufforderung rufen Trauernde in der Heiligen Schrift nach Petrus (Apg. 9, 38). Trauernde und Betroffene rufen heute in Not- und Krisensituationen besonders nach plötzlichen Todesfällen nach Beistand und Hilfe. Dieser Hilfe widmet sich die Notfallseelsorge, die bundesweit ökumenisch ausgerichtet ist. Priester, Diakone und kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eingeladen, sich in das Aufgabengebiet und die Arbeitsweise der Notfallseelsorge einweisen zu lassen, um bei Neigung und Befähigung in den verschiedenen Systemen und Einsatzgruppen in unserer Diözese diesen wichtigen Dienst zu unterstützen. Es geht dabei oft um Begleitung in Notfallsituationen von Hinterbliebene nach plötzlichen Todesfällen erwachsener Personen im häuslichen Bereich, von Familien nach dem plötzlichen Tod eines Kindes, von Hinterbliebenen nach Selbsttötung eines Angehörigen und um Menschen nach dem Überbringen einer Todesnachricht, auch um Verkehrsunfälle und viele andere Schicksale. Die katholische Notfallseelsorge ist nach Auftrag und Selbstverständnis Teil der Gemeindepastoral, die sich in der verbindlichen Kooperation mit der Ortseelsorge zeigt. Sie steht Menschen bei. Sie muss aber, um wirksam werden zu können, landkreis- oder dekanatsweit organisiert sein. Dazu wird die Bereitschaft vorausgesetzt, mit Einsatzkräften (Rettungsdienst, Notärzte, Rettungsleitstelle, Schutzpolizei, Kriminalpolizei) und Behörden zusammenzuarbeiten. Geeignete Frauen und Männer aus unseren Pfarrgemeinden können sich über den Malteser Hilfsdienst zu „Krisenhelfer“ und „Notfallseelsorger“ ausbilden lassen. In der Ausbildung zum Notfallseelsorger sollten theologische, humanwissenschaftliche und organisatorische Kenntnisse vermittelt werden. Über verschiedene Kursangebote und Möglichkeiten zur Ausbildung informiere gerne. Pfr. Stefan Krönung (2007) Beauftragter für Notfallseelsorge und Krisenintervention im Bistum Fulda
 

 

Kath. Notfallseelsorge in der Region Marburg/Amöneburg
Telefon: 06421-2103
» SOS-Plakette: Bitte rufen Sie einen Priester
(Bestellung in Deutschland auch über die Aktion365: http://www.action365.de/verlag/beistand.asp
Januar 2006: Psychosoziale Notfallversorgung hat sich im Landkreis seit Jahren bewährt
August 2002: Malteser KIT-Team im Einsatz bei Jahrhundertflut 2002
1.Dez. 1998: Andreas Müller-Cyran in Schröck
Juli 1998: Verhalten an der Einsatzstelle
Juni 1998: Pfarrer und Krisenhelfer am Einsatzort
Februar 1998: "Wie der Samariter helfen, mehr nicht..."
Adressen für den Notfall




 


"
Verhalten an und in der Einsatzstelle"

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Lars Schäfer, Pfr. Peter Bierschenk, Dekanin Bundesmann-Lotz, Feuerwehr Marburg 15.07.98 Marburg, 15.07.98: Seelsorger - hier im Bild die evangelische Dekanin Bundesmann-Lotz und Pfarrer Peter Bierschenk - lernen das kleine 1x1 von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Für ihren Dienst als Notfallseelsorger im »Kriseninterventionsdienst Marburg-Biedenkopf bereiten sie sich mit einem Erste-Hilfe-Kurs, einen Informationsabend mit Lars Schäfer (Feuerwehr Marburg) und regelmäßigen Arbeitstreffen vor.
Kreisbrandinspektor Dieter Beetz ist erfreut über die 16 teilnehmenden Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Kirchenkreisen und Dekanaten.

(Foto: Stefan Krönung)


Pfarrer und
Krisenhelfer am Einsatzort

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Schröck/Moischt, 19.06.98: Statt des Messgewandes tragen sie eine grüne Einsatzweste. Aber nur manchmal, wie bei der Großübung im Landkreis am heutigen Freitag. Die meisten Einsätze führen Notfallseelsorger in die Wohnungen von Menschen in akuten Krisen. Ihre Gemeinde: Unfallopfer, Trauernde, Witwen und Waisen. - Von Stefan Krönung

Signalweste des KID - Kriseninterventionsdienstes Marburg-Biedenkopf"Schweres Busunglück zwischen Moischt und Wittelsberg. Bitte kommen Sie sofort". Die Alarmierung des Notfallseelsorgers aus der benachbarten Landgemeinde Schröck geschieht am vergangenen Freitagmittag, kurz nachdem der letzte Bissen Mittagessen verzehrt ist.

Die Fahrt zur Einsatzstelle war schwierig, von den Polizisten will keiner den Pfarrer durchlassen, erst der Rückruf bei der Einsatzleitstelle vor Ort macht den Weg frei.

Erleichterung dann am vermeintlichen Unglücksort, einer Großübung im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Zwei Mitarbeiterinnen des KID (Kriseninterventionsdienst Marburg-Biedenkopf) sind schon vor Ort. "Leichtverletzte und Schockpatienten" warteten auf Helfer. Einige Verletzte irren noch hilflos umher. Persönliche Nähe, offene Ohren und Zeit zum Gespräch sind gefordert, während Drumherum die Arbeit der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Helfer professionell vonstatten geht.

Vorsorglich werden weitere Pfarrer informiert und halten sich bereit und die Seelsorger im Klinikum in der Nähe werden in Alarmbereitschaft versetzt: Zahlreiche Verletzte sollen in Kürze dorthin gebracht werden.

Das Bürgerhaus des Dorfes wird Ruhezone und Oase: Raum zum Sprechen, Ausruhen und Sortieren der Gedanken und Gefühle.

"Das ist eine gute Gelegenheit für die Kid-Mitarbeiterinnen zu prüfen und zu klären, wie sie mit welcher ,,Strategie" in ein solches Geschehen eingreifen könnten." sagt Christian Reihert, der schon lange ehrenamtlich mitarbeitet im Team des KID und "normalerweise" Jugendreferent im Dekanat Biedenkopf ist.

Pfr. Stefan Krönung ergänzt: "Einsätze bei Unfällen, Suizid oder Herzinfarkt haben die meisten schon erlebt in dem knappen Jahr, seit der KID die Arbeit im großen Kreis Marburg-Biedenkopf aufgenommen hat. Ein Großeinsatz ist bislang noch nicht vorgekommen."

Für den Ernstfall ausgerüstet sind die rund 10 Mitarbeiter mit Piepser, leuchtgrünen Westen und einem Handy. Angefordert werden sie meist von der Rettungsleitstelle. Weitere Geistliche und Helfer bereiten sich derzeit auf diese Aufgabe vor, lernen in den Schulungsräumen der Johanniter "Erste-Hilfe" nicht nur für die Seele, sondern für den Leib und das "Verhalten an der Einsatzstelle".

Doch der Pfarrer, der statt im Messgewand in einer signalfarbenen Rettungsweste steckt ist eher die Ausnahme. Achtzig Prozent aller Einsätze, so die Erfahrung anderer Notfallsysteme, finden zu Hause statt. Meistens müssen Todesnachrichten überbracht und Angehörige betreut werden.

"Eine Arbeit, die zu meinen Seelsorgsaufgaben gehört, so wie ich Kranke besuche, Sterbenden beistehe oder Menschen zum Friedhof begleite." Sagt Pfr. Krönung, der Beauftragte der katholischen Dekanate Marburg und Amöneburg für die Notfallseelsorge der Region.

Im Fall des Falles gefragt sind menschliche Zuwendung und Begleitung, ein An-die-Hand- und In-den-Arm-Nehmen. Die Seelen-Feuerwehr und der Notfallpfarrer kommt mit etwas Trost und Hoffnung, wo eine Lage aussichtslos scheint. Und mit einer Tüte Gummibärchen in der Tasche statt einem Gebetbuch sagt er:

"Wir missionieren nicht, wir können aber beten. Denn auch wer nicht in die Kirche geht, hat Gott meistens noch in seinem Hinterkopf."

Stefan Krönung, Kath. Notfallseelsorge Region Marburg/Amöneburg – 06424-92230 – Stefan@Kroenung.de

"Wie der
Samariter helfen, mehr nicht..."


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"Hier ist das Katholische Pfarramt St. Ichbinleidernichtda... Sie können uns eine Nachricht auf Band hinterlassen". Häufig ist der technische Apparat zur Stelle, wo Jemand den Pfarrer sprechen möchte. Wenn er Glück hat, kann ihm eine Sekretärin sagen, wann er wieder erreichbar ist. Das ist kein böser Traum, sondern vielfach Realität, wenn in kleinen Pfarreien der Pfarrer im "Ein-Mann-Betrieb" arbeitet. Das hilft nicht, wenn in einem Unglücksfall dringend ein Priester benötigt wird, wenn für Sterbende nach dem Versehgang verlangt wird, oder eine akute Notsituation dringend einen Helfer benötigt. "Wenn ich alle meine Außendiensttätigkeiten zusammenzähle, wie Schule, Gottesdienste, Gemeindeveranstaltungen..., dann verbringe ich weniger als die Hälfte meiner Arbeitszeit im Pfarrbüro", weiß Pfarrer Stefan Krönung aus der Landpfarrei Schröck zu berichten. Für ihn und einige Kollegen ist das die Motivation, sich um den Aufbau der Notfallseelsorge in seiner Region zu kümmern und sich für die Mitarbeit beim "Kriseninterventionsdienst Marburg-Biedenkopf (KID)" ausbilden zulassen. Im KID arbeiten Psychologen, Geistliche, Rettungsdienstmitarbeiter und Feuerwehrleute zusammen, die im Bedarfsfall über die zentrale Leitstelle informiert werden. Ihre Aufgabe ist es, den zuständigen Ortspfarrer zu alarmieren oder seinen Vertreter zu erreichen. Sollte das nicht gelingen, fahren sie selbst vor Ort, um zu helfen, wie der Samariter auf seinem Weg von Jerusalem nach Jericho das tat. "Das ist Christenpflicht", sagt Stefan Krönung, "und ich bin überrascht, wie viele Mitarbeiter gerade aus dem nichtkirchlichen Bereich genau das wie selbstverständlich leisten. Da habe ich als Pfarrer ja schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich im gefüllten Terminkalender kaum Zeit für eine Stunde Gespräch habe."

Dabei erschöpft sich das Angebot des KID nicht nur im "Feuerwehreinsatz". Das Team der Helfer aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Kirchen hat Fachleute für Supervision, Ausbildung und Schulung, bietet sich an für Einsatznachbereitungen und organisiert Hilfsangebote. Es greift zurück auf die Unterstützung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Kirchen in der Region.

Für die katholischen Dekanate Marburg und Amöneburg ist es die Notfallseelsorge, die mitarbeitet. Sie hat ein dickes Verzeichnis aller Pfarreien und ihrer zahlreichen Nebenorte erstellt. Zu jedem Kirchturm wurde ein Vertretungspriester benannt und ein weiterer Stellvertreter, der im Notfall schnell zur Stelle sein kann. Damit ist sowohl der KID als auch jedes Pfarramt in der Lage, rasch zu reagieren, Hilfe zu vermitteln oder kann einen Sakramentenspender entsenden. "Der nächste Schritt ist, ein gleiches Verzeichnis für fünf evangelische Kirchenkreise in diesem Gebiet zu erstellen, sind beide dann in einem Katalog vereint, wird das dann schon fast ein Ökumenehandbuch", witzelt Pfarrer Krönung.

Die Arbeit in der Notfallseelsorge, ein ureigener Service der Kirche von Anfang an, heute mit neuer Technik und Erfahrung professionalisiert, ist im guten Sinne eine "ehrenamtliche" Tätigkeit. Der Mitbegründer des KID in Marburg, Marc A. Buchholtz ist evangelischer Theologe und von Beruf Rettungsassistent. Seine Aufbauarbeit für den KID macht er nach Feierabend. Er bereist Kirchenkonferenzen, wirbt für die Mitarbeit, hält Kontakt zu Feuerwehr und Rettungsdienst und ist selbst zur Stelle, wenn der Funkmeldeempfänger piept: "Einsatz für den Kriseninterventionsdienst" heißt dann, an die Arbeit, auch nach Dienstschluß und am Wochenende und das kommt vor, wie er berichten kann: "Wir sind seit September 1997 über die Rettungsleitstelle in Marburg erreichbar, bis zum heutigen Tag hatten wir 15 Einsätze."

Für solche Einsätze als "Pfarrer vom Dienst", die regelmäßige Bereitschaftszeiten haben, schulen sich derzeit katholische Priester und Laienmitarbeiter der Region West. "Neun Leute machen da mit", freut sich Pfarrer Stefan Krönung, "das ist für unsere kleine Region ein guter Schnitt. Wir frischen unseren Erste-Hilfe-Lehrgang auf, bekommen eine Einweisung in das Rettungswesen und lernen wie wir uns am Einsatzort verhalten."

Marc A. Buchholtz: "Wir werden uns dann in der Öffentlichkeit bekannt machen, denn helfen wollen wir, wie der Samariter, mehr nicht..."

 

Adressen:

 Der Kriseninterventionsdienst (KID) Marburg-Biedenkopf ist über die Rettungsleitstelle
 (112) in Marburg erreichbar.
 Das  Infotelefon unter 0700 54367243 , christian@reifert.de  Internet:
 
http://www.kid-marburg-biedenkopf.de/
 Die Telefonseelsorge erreichen Sie unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 111 0 111
 (evangelisch) und 0800 111 0 222 (katholisch). Die Telefonnummer des Anrufenden wird nicht angezeigt.
 Die katholische Notfallseelsorge der Region Marburg/Amöneburg unter der
 Pfarrei Schröck 06424-92230
 oder direkt unter 0177-2201291 (24 Stunden). Wenn Sie selbst schnell einen Priester suchen, der in dringenden Fällen das Sakrament der Krankensalbung oder das Sakrament der Versöhnung (Beichte) spendet - oder die Sterbekommunion organisiert, dann können Sie (fast) immer im Raum Marburg/Amöneburg jemanden unter dieser Handynummer erreichen.
 Für den Bereich der Klinikseelsorge: Pfarrer Peter Macht, Tel. 06421-481092 oder Büro
 Lahnberge Tel. 06421-2863598(Q) - Siehe auch "Hilfreiche Adressen" und
 "Wie erreiche ich die Klinikseelsorge?"

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