Kurze Geschichte der Pfarrei Schröck
Scrickede heißt es 1233 (Rudolf von Schröck wird auf einer Urkunde
aus den Jahren 1223-25 erwähnt), Schröck 1484. Diese
Ortsbezeichnungen sind früheste Zeugnisse für eine
Pfarrei.
Es war ein Dorf des mainzischen
Amtes Amöneburg.
Ein Pleban (Leutpriester) wird 1233
erwähnt. Im 15. Jahrhundert gehört es zum Dekanat
Amöneburg. 1527 wurde es protestantisch. Als die Hessen
1608 das Patronat über die Kirche an Mainz abgaben,
wurde der Ort wieder katholisch.
Die mittelalterliche Kirche wurde
wegen Baufälligkeit abgebrochen. Der Kirchenneubau wurde von Baumeister Karl du Ry aus Kassel
und den 200 Einwohnern des Dorfes erstellt und am 30.
September 1726 zu Ehren des Hl. Michael konsekriert.
1743 erhielt die Kirche einen neuen
Hochaltar und 1865 zwei Nebenaltäre
aus der Amöneburger Stiftskirche.
Den Gottesdienst übernahm 1608 das Stift
Amöneburg; die vorreformatorische Pfarrei wurde nicht
mehr errichtet. Im Jahre 1821 wurde Schröck als Filiale
der Pfarrei Roßdorf angegliedert und vom dortigen Kaplan
betreut. Seit dieser Zeit gehört Schröck zum Bistum
Fulda.
Erst 1884 wurde die Pfarrei
Schröck neu errichtet.
Die Pfarrbücher beginnen 1656.
Die 1894 von W. Ratzmann erbaute Orgel wurde 1939 von A. Späth umgebaut und
später rekonstruiert.
Seit dem 1. Dezember 1959 gehört Moischt zur Pfarrei, das schon zuvor von hier aus
betreut wurde.
1983 wurde der Grundstein zum
Pfarrheim St. Michael gelegt.
Zu den Sehenwürdigkeiten in der
Nähe gehört der Elisabethbrunnen und die Ruine der Kreuzkapelle.
(Mit Ergänzungen aus: Notizen zur
Geschichte der Seelsorgebezirke Fulda.)
Zurück zum Anfang
Geistliche in der Pfarrei seit
Wiedererrichtung 1884
|
Ried, Heinrich Peter ("Wiedergründer der
Pfarrei")
*14.08.1835 Roßdorf
+ 14.09.1892 Schröck |
1884-1892 |
Danz, Ingnaz
Christian
* 11.01.1833 Salmünster
+ 21.04.1919 Schröck
"Nur um
das eine bitte ich Euch, dass Ihr meiner im
Gebete nicht vergesset." (Inschrift
Grabstein) - Priesterweihe 28.05.1857. Zuerst
Aushilfspriester in Eschwege, Kaplan in Roßdorf
ab 20.07.1857, Kooperator in Flieden ab
20.05.1863 und anschließend dort Pfarrverweser.
Pfarrverweser und später Pfarrer in Schwarzbach
ab 03.11.1870 und schließlich Pfarrer in
Schröck ab 22. Februar 1893. Erneuerer des Bauerbacher
Kreuzes. |
1893-1919 |
Kramm, Adam
*24.07.1869 Horas
+ 14.10.1924 Schröck
Priesterweihe
am 21.12.1895. Kaplan in Schmalnau, ab 01.5.1998
in Neuhof, ab 15.03.1901 in Neustadt.
"Strafanstaltsgeistlicher für
Ziegenhain" ab 01.04.1901. Kurator in
Ziegenhain ab 16.03.1903. Pfarrer in
Kleinsassen/Rhön ab 01.05.1908.
Gründung der Frauengemeinschaft
("Erzbruderschaft christlicher Mütter in Regensburg")
|
1919-1924 |
Braun, Ludwig
* 07.10.1879 Amöneburg
+ 08.11.1937 Schröck |
1924-1937 |
Wess, Karl
* 24.09.1890 Hauswurz
+ 12.01.1948 Schröck |
1937-1948 |
Laufer, Adolf
* 02.09.1890 Michelsrombach
+ 03.04.1970 Michelsrombach |
1948-1958 |
Gesang, Franz
Christoph
* 19.02.1908 Dingelstädt
+ 12.09.1960 Schröck |
1959-1960 |
Lendeckel, Hubert
* 06.10.1911 Lutter/E.
+ 19.04.1988 Schröck |
1960-1968 |
Willecke, Gerhard (-> Lit.)
* 22.07.28 Kassel |
1968-1989 |
| Liebig, Rudolf
(Administrator) |
1989 |
| Wegner, Hartmut |
1989-1996 |
Krönung, Stefan (2002-2005
Studentenseelsorger in Marburg)
*19.05.1965 |
01.09.1996 - 31.07.2007 |
| Zurück zum Anfang |
|
|
In Schröck tätig:
Kaplan Vinzenz Trageser, zuletzt
bis 15.09.2001 Pfarrer in Kleinlüder.
* 27.05.1922 Altenmittlau, Priesterweihe 25.07.1954. Pfarrer
seit 1960. In Schröck zur Unterstützung des bei einem Unfall
verletzten Pfr. Lendeckel war er wesentlich am Bau des
Kindergartens beteiligt.
|
|
| Geistliche aus Schröck (Beta) Zurück zum Anfang
|
| Heinrich Nau |
1792-1794 |
| Andreas Schüler |
1841-1851 |
| Johannes Bodenbenner |
1854-1870 |
| Ludwig Krämer |
1892-1899 |
|