Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
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Pastoralplanung im Raum Marburg
Stand: Dienstag, 10. Juli 2007

Skizzen und Ergebnisse

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Marburg
Johannes
 

Marburg
Peter u. Paul

 

Bauerbach

 
   

Marburg
Liebfrauen

 

Cappel Schröck  
Dekanat Marburg (Stand: März 1999)
und die
Region West
[
Datenbank]
Fronhausen Hochschulgemeinde/
Klinikspfarrer
   
Im Südteil hat die Neustrukturierung der Seelsorge begonnen
Inhalt

 

15.3.99 (Manuskript, Update 24.08.2000 )

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Einleitung

Für unseren Marburger Raum hat das Planungsspiel zur "Neustrukturierung in der Seelsorge" begonnen. Zusammen mit Personalchef Weihbischof Kapp, Generalvikar und Weihbischof Schick und Bischofsvikar Lang haben die betroffenen Pfarrer der Marburger Stadtpfarreien, der Pfarrdörfer Schröck und Bauerbach und Fronhausen und Cappel am Montag, 15. März 1999 in Fulda Gelegenheit gehabt, ihr Vorstellungen und Befürchtungen kundzutun und aus Ihrer Position die pastorale Lage und ihren Anteil in und um Marburg zu beschreiben. Ein Protokoll dieser Sitzung wird dem Hirten der Diözese vorgelegt werden, der bei den Besprechungen nicht dabei sein konnte: Er flog mit dem Hubschrauber in den Norden zu einer Veranstaltung auf einem Truppenübungsplatz.

Dennoch wurde darauf hingewiesen, daß dieses Treffen eine Entscheidung des Bischofs vorbereiten will. Die Verantwortlichen betonten die Dringlichkeit dieser Überlegungen, da in den nächsten Jahren auf personelle und finanzielle Engpässe Rücksicht genommen werden muß. Etwa auf ein Viertel der Pfarrer muß das Bistum Fulda nach den Zahlen verzichten.

In weiteren Besprechungen (zB Amöneburg, 22.3.99) präzesierten die betroffenen Pfarrer die Pläne und meldeten die Beratungsergebnisse nach Fulda.

Durch den Tod von Bischof Dyba im August 2000 werden weitere Planungen unbestimmt verschoben. Allerdings scheint man im Generalvikariat an einem Konzept "Kooperative Pastoral" zu werkeln. Die Anfragen zu "pastoralen Leitlinien" um die Fuldaer Domtürme herum sind angekommen. Am 31.3.2000 hielt Weihbischof Johannes Kapp vor der Vollversammlung des Diözesanrates der Katholiken ein richtungsweisendes Rerferat zur "Personalsituation und -entwicklung bei Priestern und pastoralen Mitarbeiter-/innen".

Nach Pfarreien und Orten benenne ich hier den Inhalt der Überlegungen, ohne Verbindlichkeit.

Erste Entscheidungen sind vielleicht schon im Sommer 1999 zu erwarten.

In einer Vorbemerkung zum Schreiben der Pfarrer an die Bistumsleitung stellen sie fest:

"Einig waren sich die Pfarrer, daß das Arbeitspensum derzeit weit mehr als ausreichend ist und alle Überlegungen zur Konzentration der Kräfte und Kooperation erhebliche Mehrarbeit bedeuten, die längerfristig nur durch weitere pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu bewältigen sein würde.

Es war den Geistlichen klar, daß die Überalterung des Diözesanklerus berücksichtigt werden müsse und eine Umverteilung nicht allein auf Kosten der wenigen und jüngeren Mitbrüder erfolgen könne.

Die Pfarrer betonten, daß das Problem nicht allein dem Klerus zur Bewältigung aufgegeben werden könne. Die Pfarrgemeinden müssten eingebunden und zur Mitarbeit und Mitgestaltung aufgefordert werden. Auch über andere Formen und Träger der Gemeindeleitung würde nachzudenken sein, wobei die Eucharistiefeier in der Pfarrgemeinde das unaufgebare Ziel bleiben müsse." (P22.03.99)

Hochschulgemeinde / Klinikspfarrer

"Übereinstimmend sprachen sich die Pfarrer für eine unbedingte Beibehaltung einer eigenständigen und vollen Stelle eines Pfarrers in der Klinikseelsorge und in der Hochschulgemeinde aus.
Beide Bereiche sind für Universitätsstadt Marburg von großer Bedeutung. " (P22.03.99)

"Einig waren sich die Tn, die Stelle des Studentenpfarrers und des Krankenhauspfarrers auch in Zukunft zu erhalten" (P26.04.99) 

Pfarrer Ernst will seit einiger Zeit die Hochschulgemeinde verlassen. Im Februar 2002 werden erste Gespräche mit Pfarrern in der Nähe geführt, so soll ich mich äußern, ob eine halbe Stelle HG für mich in Frage käme. Die Stelle würde dann aufgeteilt. (Krö 1.2.2002/Up) > Siehe Schröck

Cappel

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Pfr. Bilo ist inzwischen 80 Jahre alt. An eine Veränderung oder an einen Rücktritt denkt er nicht, da er den Dienst so lange es geht leisten möchte. Die Pfarrei hat etwa 1800 Katholiken, davon leben 600 im weitläufigen Ebsdorfergrund. Ältere Überlegungen gehen nach seinem Ausscheiden davon aus, die Pfarrei nach Marburg, Liebfrauen zu schlagen. Im Jahr 2000 feiert Cappel 40 Jahre Kirchbau.
Nach schwerer Krankheit von Pfr. Bilo ist für die seelsorgliche Struktur der Dörfer und des Marburger Stadtteils Handlungsbedarf entstanden. Erste Veränderung: Ab 19.8.2000 entfällt die nur mäßig besuchte Samstagvorabendmesse im Franziskuskirchlein.

"Sinnvoller und zweckdienlicher erscheint den Pfarrern vor Ort aber eine Kombination der Pfarrei Schröck (1270 Katholiken) und Cappel (Stadtteil und Ebsdorfergrund, 1700 Katholiken) wegen der räumlichen Nähe beider Orts- bzw. Stadtteile sowie der geographisch günstigen Lage von Schröck zu den zu Cappel gehörenden Orten im Ebsdorfergrund.

Eine Diasporagemeinde zu einer Seelsorge- und Verwaltungseinheit mit einem kath. Ort zu verbinden ist zweckmäßiger und einfacher, als drei eigenständige Kirchengemeinden (Bauerbach mit Ginseldorf u. Schröck) zusammenzubringen." (P22.03.99)

"Die Pfarrkuratie St. Franziskus Cappel mit dem Ebsdorfergrund könnte mit der Pfarrei Schröck zusammengelegt werden." (P26.04.99)

Die Gremien der Pfarrei sprechen sich wiederholt gegen eine Zusammenlegung mit Schröck aus (Krö Juni 2000)

Bischofsvikar Alois Lang äußert sich im August 2000: "Die Verwaltung und Cappel könnten von Liebfrauen mitbetreut werden. Der Ebsdorfergrund könne zu Schröck kommen." (Krö, August 2000)

Seit 2003 wohnt im Pfarrhaus Kaplan Blümel. Pfarrer in Mr-Liebfrauen und Cappel wird zum 15.8.2004 Pfr. Näder.

Noch vor dem 2. Weltkrieg wurde die wenigen Katholiken in und um Cappel von St. Johannes in Marburg betreut. Der Zuzug vieler katholischer Umsiedler aus den Ostgebieten erforderte die Errichtung einer Seelsorgestelle, die 1947 in Ebsdorf erfolgte. In Dreihausen wurde am 15.5.1958 eine Muttergotteskapelle eingeweiht und damit die Seelsorgstelle Ebsdorf dorthin verlegt. Mit Einweihung der Franziskuskirche in Cappel (Architekt Weber, Amöneburg) wurde Cappel der religiöse Mittelpunkt. Treibende Kraft hierbei war Pater Alfons Leemans (*15.9.1915 +1999), der lange Jahre Pfarrer von Dreihausen, Cappel und Erfurtshausen war. Aus einer kinderrreichen Familie im belgischen Sint Truiden, nordwestlich von Lüttich geboren, wurde er wie mehrere seiner Geschwister Franziskaner. Ein Privathaus in Dreihausen wurde Pfarrhaus mit Kirchenraum. Aus 14 Dörfern kamen Jugendliche zur wöchentlichen Gruppenstunde zusammen, seine Küche war der Gruppenraum.

Zur Kuratie wurde die Seelsorgsstelle am 1.4.1962 erhoben. Geistliche waren Anton Weczerek (1947-1956), P. Alfons Leemans OMI (1957-?82), Alois Bilo (seit 1982).

Lit.: Forst, Reinhard: Nächstenliebe nicht nur gepredigt, auch vorgelebt. Nachruf auf Pater Alfons Leemans: OP, Landkreis, Samstag, 3.7.99.
Links:
http://home.t-online.de/home/klaus-dieterengel/Kirche/kirche.html (Arbeitskreis Dorfkultur und Dorfgeschichte Halsdorf: Pfarrei Cappel erwähnt)

St. Johannes, Marburg

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Dr. Hilbert ist seit 1997 Nachfolger von Dr. Leinweber. Mehrmals hatte der Geistliche Rat beschlossen, das Pfarrhaus in der Rittergasse nicht mehr bewohnen zu lassen. Büro und Pfarrwohnung sollten in Marburg, St. Peter u. Paul untergebracht werden. Die ausgeschriebene Stelle fand keinen Bewerber. Auf Vermittlung von Hochschulpfarrer Dr. Ernst wurde sie Dr. Hilbert übertragen, der aus dem Bistum Würzburg zurück nach Fulda kam.

Seit kurzem sucht die Gemeinde nach einem neuen Pfarrhaus im Südviertel der Stadt, wo die meisten Gemeindeglieder wohnen. Von mehreren Millionen Sanierungskosten im alten, baufälligen Pfarrhaus wird gesprochen.
Die Pfarrei mietet in der Filialgemeinde Ockershausen Räume bei der evangelischen Kirche. Die hohen Mietkosten werden langfristig nicht mehr zu bezahlen sein. Ausreichend Raum bietet sich in den anderen Marburger Pfarreien, so daß das Bistum nicht bereit ist, größere Investionen zu tätigen.

"Die Kugelkirche", erinnert Weihbischof Schick sei "ältester katholischer Gottesdienstort in Marburg" und könne nicht zu Disposition stehen. Ihre Nutzung aber muß in jeder künftigen pastoralen Konzeption zweifelsfrei beibehalten werden. (Weitere Planung)

Pfarrer Günst formulierte nach P26.04.99: "Die Pfarreien St. Johannes und Peter u. Paul zusammenzulegen und mit einem Pfarrer und einem Kaplan zu besetzten. Die Studenten sind nach seiner Meinung nicht zu den Gemeindemitgliedern zu zählen.

Diesem Vorschlag wurde von den Pfarrern der beiden Gemeinden (...) entschieden widersproechen. (...) Es würde eine Mammutgemeinde entstehen, die unüberschaubar und von großer Anonymität gezeichnet wäre. Zur Pfarrei St. Johannes gehören jetzt schon 24 Ortschaften. In 6 Kirchen wären Gottesdienste zu feiern.

Sie sprachen sich entschieden dafür aus, beide Pfarreien völlig selbständig zu erhalten."

In den letzten Jahren gibt es ohne Unterbrechung Streitigkeiten in der Pfarrei. Der letzte Pfarrgemeinderat trat 1999 zurück, die Neuwahl im November 1999 ist vom Katholikenrat wegen Formfehler für ungültig erklärt worden. Der Bischof hat im März 2000 einen Pastoralrat eingesetzt. Die Pfarrei kommt nicht zur Ruhe.

Überraschend läßt sich Pfr. Hilbert im Dezember 2001 versetzen. Pfr. Langstein wird nach Marburg in die Kugelkirche kommen. Er zieht Anfang Februar ins Marburger Pfarrhaus in der Rittergasse.

Seit Sommer 2002 ist ein neues Team in der Kugelkirche bestehend aus Pfarrer, Pastoralrefrent und Gemeindereferentin.

St. Peter und Paul

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Pfr. Köchling ist seit vielen Jahren Pfarrer in der größten Marburger Pfarrei. Die Hochschulgemeinde ist hier angesiedelt. Dr. Ernst hatte seine Überlegungen schriftlich mitgeteilt, da er nicht anwesend sein konnte. Auf einen Hochschulpfarrer könne nicht verzichtet werden. Marburg hat 18.000 Studenten.

Gegen den massiven Wunsch der Bistumsleitung für zwei Pastoralteams in der Stadt die Stellen frei zu machen, die Kräfte bündeln sollen, wehren sich die Geistlichen von St. Johannes u. Peter u. Paul.

Weihbischof Schick will eine "zweckdienliche Kooperation der Pfarrbüros beider Gemeinden" und denkt auch an eine "gemeinsame Küche der ggf. im selben Haus wohnenden Pfarrer." Für die vorhandenen Gemeinderäume, die sich im Besitz der kath. Gemeinden befinden, läßt sich ein effizienterer Nutzungsplan erstellen, ohne daß die Anmietung von Räumlichkeiten der ev. Kirche zurückgegriffen werden muß."

"Die Pfarreien St. Peter u. Paul und St. Johannes könnten wegen ihrer Größe nicht noch eine Nachbarpfarrei mitverwalten." (P22.03.99)

(P26.04.99) Siehe St. Johannes

"Pfr. Köchling schlug noch vor, einen Kaplan für Marburg anzufordern, der in mehren Pfarreien Dienste übernehmen könnte. " (P26.04.99)

Liebfrauen

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Die Pfarrei Liebfrauen hat ebenfalls großzügigen Räume. Ein weiteres Pastoralteam könnte hier untergebracht werden, vielleicht in Verbindung mit der Klinikseelsorge. Daß in diesem Aufgabengebiet unbedingt ein Priester mitarbeiten sollte, war die Meinung von Pfr. Macht, der diese Stelle derzeit innehat. Pfr. Vey beobachtet, daß die "vorhandenen Strukturen aus den Bedürfnissen der Nachkriegszeit erwachsen seien und jetzt auf den Prüfstand gehörten."

"Statt in der im Strukturplan vorgesehenen Koppelung der Pfarreien Liebfrauen mit Cappel ist auch eine Anbindung der zur Pfarrei St. Johannes zählenden Filialgemeinde Wenkbach mit ihrem Einzugsbereich zur Mitverwaltung durch Liebfrauen denkbar.
Hierfür sprechen auch die räumliche Nähe und die verkehrsmäßigen Verbindungen. Diesen Weg hält auch Pfr. Vey für denkbar und praktikabel.
Zu überlegen ist ggf. auch eine Zuordnung von Wenkbach zur Pfarrei Fronhausen mit Lohra. Dafür spräche die räumliche Verflechtung und dasselbe Schuleinzugsgebiet im Grundschulbereich Fronhausen.
In der Pfarrei St. Johannes ist im Bereich Ockershausen / ehemalige Tannenbergkaserne – hier ist ein gemischtes Gewerbe- und Wohngebiet im Entstehen – lt. Stadtentwicklungsplan mit einem Wachstum von z.Zt. ca. 1.450 auf 3.400 Einwohner innerhalb der nächsten 10 Jahre zu rechnen.
Eine Entlastung dieser größer werdenden Pfarrei mit einem neuen künftigen Schwerpunkt durch die Pfarrei Liebfrauen (s. Abs. 3) wäre u.U. angebracht." (P22.03.99)

"In diesem Zusammenhang ist anstelle der Zusammenlegung mit St. Peter und Paul auch eine Verlegung der Pfarrwohnung und des Büro der Kugelkirchen-Gemeinde in die großzügigen Räume der Pfarrei Liebfrauen neu zu bedenken. Pfr. Vey hält dies für denkbar und möglich. Ein guter des städtischen Anteils von St. Johannes liegt im Südviertel der Stadt und ist vekehrsmäßig einschließlich Ocksershausen / Tannenberg, Gisselberg u.a.m. günstig zu Liebfrauen gelegen." (P22.03.99)

"Der Gemeindeteil Wenkbach und Umgebung, der zu St. Johannes gehört, könnte von Liebfrauen oder von Fronhausen mitbetreut werden." (P26.04.99)

Im Sommer 2004 verläßt Pfr. Vey die Pfarrei und übernimmt eine Stelle in Kassel. Sein Nachfolger wird Pfr. Näder.

Fronhausen

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Die Pfarrei zählt unter 1000 Katholiken und grenzt im Norden an Marburg und im Osten an den Ebsdorfergrund an. Pfr. Schmank sagt von sich selbst im Blick auf die Pfarrei: "Ich bin ein Auslaufmodell". An den Wochenenden sind oftmals weniger als 50 Personen in den Gottesdiensten. (Anmerkung: Nach Protest aus der Gemeinde muss es wohl "weniger als 100" Personen lauten! Feb2002Krö)

Im neuen Altersheim sind 20 Katholiken. Die Nähe zu Marburg und Gießen läßt Wachstum der Gemeinde erwarten.

Langfristig ist nach Einschätzung der Bistumsleitung im Pfarrhaus ein Diakon denkbar, der die seelsorglichen Aufgaben übernimmt. Ein Priester könnte zur Sonntagsmesse von Marburg kommen. (Weitere Planung)

"Der Gemeindeteil Wenkbach und Umgebung, der zu St. Johannes gehört, könnte von Liebfrauen oder von Fronhausen mitbetreut werden." (P26.04.99, s.o. Liebfrauen)

Schröck

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Die Gemeinde hat 1270 Katholiken in den Orten Schröck und Moischt. Am "Buchenrot" entsteht in den nächsten Jahren ein Wohngebiet mit mehreren hundert Einwohnern. 
Ein Zusammengehen mit dem ähnlich großen Bauerbach ist ungünstig, zumal es dort mit Ginseldorf zusammen zwei eigenständige Kirchengemeinden bereits gibt. Roßdorf scheidet für die Überlegungen aus, da die Bistumsleitung an den Stadt- und Kreisgrenzen als Verwaltungseinheit festhält und die Pfarrei unter 1000 Kath. zählt. 

Vorschlag von Pfarrer Krönung, der seit September 1996 als Seelsorger hier arbeitet, war nach Absprache mit den Gremien der Gemeinde, mit der Pfarrei Cappel eine Zusammenarbeit zu beginnen.

In Schröck seien neues Pfarrzentrum, großzügiges Pfarrhaus (mit neuwertigem großen Büro) und Kirche vorhanden. Seit 2001 betreibt dort der "Dorfstrukturverein" eine Postagentur. Eine weitere Gottesdienststelle wäre dann die Franziskuskirche. In Schröck verblieb eine "halbe Pfarrstelle" mit Wohnsitz des Pfarrers.

"Die Pfarrkuratie St. Franziskus Cappel mit dem Ebsdorfergrund könnte mit der Pfarrei Schröck zusammengelegt werden." (P26.04.99) - Wobei ich lieber anders formuliert hätte: Die Pfarrei Schröck könnte seelsorglich die P. Cappel mitbetreuen!

"Die Pfarreien Bauerbach und Schröck können wegen der Anzahl der Gottesdienste und der großen Zahl der Gottesdienstbesucher nicht zusammengelegt werden. Eine Zusammenlegung "haben die Leute nicht verdient". (P26.04.99)

Bei allen Strukturdiskussionen ärgert sich Pfr. Krönung über die Maßstäbe: "An die 10.000 Katholiken in 4 Marburger Pfarreien bringen an Fronleichnam im Jahr 2000 keine 400 Gläubigen auf die zentrale Feier. Im kleinen Stadtteil Schröck ziehen allein 500 Christen bei der Prozession mit und in Bauerbach und Ginseldorf gibt es auch noch Fronleichnamsprozessionen!" (Quelle OP)

Im Juni/Juli 2000 wird die Pfarrei Cappel von Pfr. Krönung in der Zeit der Abwesenheit von Pfr. Bilo mitverwaltet. Die enge Kooperation mit Bauerbach wird fortgeführt.

Von 1.3.2002 bis Mai 2005 ist Pfr. Krönung mit 40% seiner Arbeitszeit in Marburg Studentenseelsorger ( www.khg-marburg.de )

Im Herbst 2002 hat sich der PGR mit Eifer an eine Bestandsaufnahme der Pfarrei gemacht. Zusammen mit der Pfarrei Bauerbach werden die Schröcker zukünfig im Pastoralverbund Amöneburg mitwirken (2004/2005).

Bauerbach

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Die Pfarrei besteht bereist aus zwei Kirchengemeinden mit zwei Gottesdienststellen. Denkbar wäre hier eine Erweiterung nach Marburg hin (Wehrda, Cölbe?). Die Kliniksnähe könnte auch hier für die pastorale Planung berücksichtigt werden.

Zu bedenken ist in jedem Fall, daß das kirchliche Leben in Schröck und Bauerbach von den Diasporagemeinden in Marburg und Umgebung sich durch Vielfalt und große Beteiligung abhebt.

"Die Pfarreien Bauerbach und Schröck können wegen der Anzahl der Gottesdienste und der großen Zahl der Gottesdienstbesucher nicht zusammengelegt werden. Eine Zusammenlegung "haben die Leute nicht verdient". (P26.04.99)

Im Sommer 2002 wechselt der Pfarrer.

Geschichte: Die Datierung der Pfarrei von 1133 beruft sich auf eine Urkundenfälschung. Dr. Hermann Langkabel vom Hessischen Staatsarchiv verweist auf eine Ersterwähnung in einer Urkunde von 1238.

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Die Stichworte zu dem zukünftigen Pastoralkonzept für Marburg sind damit nur angerissen. Es werden bei den betroffenen Pfarrorten die Zitate aus Besprechungen und Protokollen zitiert.

Im Bistum Fulda werden in Zukunft kleine Dekanate verschwinden, Kirchen verkauft werden, Einsparungen vorgenommen werden. Auch in andere Regionen sind konkrete Pläne bekannt geworden.

Für Interessenten habe ich ein Postverteiler, der Protokolle, Informationen und Planungen via Email zustellt. Anforderungen bitte an Stefan@kroenung.de

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Feedback:
Bis Juni 2000 war eine einzige Mail zum hier genannten Abriß eingegangen und die lobt, dass endlich "Überlegungen" angestrebt würden.

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

 © 1996-2007  - www.pfarrei-schroeck.de  

 Update 31.05.11

Begonnen 15. März 1999, jeweils aktualisiert! Up August 2000 

Auszug: Kooperative Pastoral im Bistum Fulda - Sommer 2000

(...) Aus dieser Erkenntnis entstand zunächst noch kein so benanntes Projekt "Kooperative Pastoral". Durch das Referat von Weihbischof Johannes Kapp, dem Personaldezernenten des Bistums Fulda, am 31. März. 2000 vor der Vollversammlung des Diözesanrates der Katholiken zur ,,Personalsituation und -entwicklung bei Priestern und pastoralen Mitarbeiter-/innen" ist ein großer Schritt zur Realisierung eines Pastoralplanes geleistet worden. Seine Ausführungen wirkten ermutigend. Er sprach in deutlichen Worten, wich in der nachfolgenden Diskussion keiner Frage aus und überraschte in der Klarheit, was die tatsächlichen Zahlen in der Personalsituation angeht: Als wegweisend wurde sein Referat von den meisten Mitgliedern des Gremiums auch deswegen angesehen, weil die Auswahl der theologischen Bilder Möglichkeiten zeigte und daraus folgernd öffentlich zum Mitdenken aufrief. U.a. sagte Weihbischof Kapp:

,,Der diesjährige Weltgebetstag für geistliche Berufe am 14. Mai 2000 steht bei uns in Deutschland unter dem Leitwort "Gott öffnet Türen" mit dem Untertitel "Berufung ins Gespräch bringen". Das ist mein Anliegen mit diesem Referat: Berufung ins Gespräch bringen, in lautes, lebendiges, leidenschaftliches Gespräch in Ihren Gremien und Vereinen, in Ihrer Pfarrfamilie und in Ihrer eigenen Familie, ja, sogar am Arbeitsplatz. Dieses Leitwort ,Gott öffnet Türen‘ läßt mich aber auch an die Aufforderung Jesu im Matthäusevangelium (7,7) denken: "Bittet, dann wird euch gegeben; suchet, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet!" Welche Zusage! ... Gott öffnet Türen, auch wenn wir um Mitternacht, also im letzten Augenblick, sozusagen auf den letzten Drücker, kommen. Wir dürfen zudringlich sein, ja. wir sollen es nach diesem Gleichnis Gott gegenüber. Mich läßt dieses Gleichnis darüber hinaus an die Selbstaussage Jesu denken: ,Ich bin die Tür‘ und weiter an die Öffnung der Heiligen Pforte am letzten Geburtsfest des Herrn. Da hat uns der HI. Vater symbolisch die Tor zu Christus geöffnet. Wie hat er sich da zu Christus hingeschleppt, ist geradezu zu ihm hin gekrochen! Welches Beispiel! Könnten/Würden wir das mit unserem Anliegen auch tun? ,Klopfet an, und es wird euch aufgetan!‘ Ist das nicht auch Anruf Christi:

Kommt doch endlich heraus aus eurem Glaubenstief, aus Resignation und Gleichgültigkeit, aus euren zu zeitbezogenen Überlegungen zu geänderten Zugangswegen:

"Glaubt an Gott und glaubt an mich(!), ihr habt allen Grund zu Vertrauen und Zuversicht". Meine Zusage gilt und steht. Bevor ihr klopft, habe ich doch schon längst bei euch geklopft: "Siehe, ich stehe vor der Tor und klopf, an". Steht er nicht in der priesterlichen und pastoralen Mitarbeiter-Personal-situation unseres Bistums vor unserer, vor meiner Tor, und klopft an? Hören wir die Klopfzeichen? Klopfen wir an und bringen Berufung ins Gespräch, auf daß Gott Türen öffne? — Jetzt ist die Zeit, gemeinsam anders zu handeln."

Etwas Neues stand im Raum. Die Bistumsleitung erkennt in der Not ein ,,Zeichen der Zeit" Und: Wir fühlen uns verstanden. Die verwendeten Bilder wie "Gott ist es, der die Türen öffnet!", "Bittet, dann wird euch gegeben!", "Wagt es - wie der Papst - sich mit letzter Kraft hinschleppend, ,an der Tor Gottes" anzuklopfen, denn Gott verspricht ja: "Klopfet an, und es wird euch aufgetan!" - diese Bilder rüttelten auf, besonders die Zusage Jesu: "Siehe, ich stehe vor der Tor und klopfe an!" In den Diskussionen wurde deutlich: Wir sind nicht allein mit unserem Ringen in den Pfarrgemeinderäten, wir wissen uns mitgetragen von der Bistumsleitung, und noch viel wichtiger Gott ist mit uns auch in dieser Zeit. Es gilt, ihn zu erhören und mitzuwirken in seinem Heilsplan. Die Schlußworte im Referat wurden aufgegriffen wie das "Ite missa est" der Eucharistiefeier: ,,Macht mit, jetzt ist es an der Zeit, gemeinsam andern zu handeln!" Das Referat löste eine unerwartete Resonanz aus. In zahlreichen Gemeinden wurde sowohl im Pfarrgemeinderat als auch in weiteren Gruppen darüber gesprochen. Resümee: Also gibt es in unserem Bistum doch Bedarf an Priestern, an Laien im pastoralen Dienst und an den verschiedenen haupt- und ehrenamtlichen Diensten.

(...)

In vielen Diskussionen der Seelsorgeamtskonferenz suchten die Referatsleiter ebenso nach Impulsen und fanden eine gemeinsame Leitperspektive für pastorales Handeln, ausgedrückt im o.g. Referat: ,,Synergie — Kräftebündelung" Es sind inzwischen 49 Seelsorgestellen, Pfarrkuratien und Pfarreien in unserem Bistum, die von benachbarten Pfarrgemeinden bzw. Pfarrern mitverwaltet werden müssen. Dort ist es bzw. mußte es bereits zu Kräftebündelungen bzw. zu Reduzierungen z.T. von Meßfeiern kommen. So sehr das Bistum mit den Gemeinden an ihrer Selbständigkeit festhält und gegen Auflösungen ist, so kann doch nicht an allen Orten der seitheirige ,Betrieb‘ in vollem Umfang aufrecht erhalten werden. Ich rühre an Sensibles:

Muß an allen Orten weiterhin Erstkommunionfeier sein? Kann es nicht einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat geben? Müssen die tradierten (Sonntags-) Gottesdienstzahlen weiter beibehalten werden, obwohl die geringer gewordene Besucherzahl auch in weniger Gottesdiensten gut Platz finden würde? Können besondere Feste und Jubiläen statt in eigenen Gottesdiensten nicht auch in Gemeindegottesdiensten gefeiert werden?

Jetzt Ist die Zelt, gemeinsam - Gremien und Pfarrer - anders zu handeln, und nicht erst, wenn die Situation unausweichlich geworden ist, sondern schon In vorbereitendem Überlegen und geduldig argumentierendem Hinführen."

(...)

-bislang unveröffentlicht-

Weetter
Seit 50 Jahren hat Wetter eine katholische Kirche. Seit der Einführung der Reformation durch Philipp von Hessen war Wetter mehrere Jahrhunderte "katholikenrein", wie es in alten Chroniken heißt. Seit dem Jahr 1900 findet sich gelegentlich ein Katholik. Die erste Heilige Messe wurde im Jahr 1933 im Saal der heutigen Gaststätte
St. Bonifatius