1998: Die Austritte
aus der katholischen Kirche in Deutschland sind 1998
erneut zurückgegangen: Nach Angaben der Deutschen
Bischofskonferenz vom Freitag sank die Zahl
gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent. Insgesamt
kehrten 119.265 Gläubige ihrer Kirche den Rücken.
Das waren 4.548 weniger als im Jahr zuvor. Damit
setzte sich ein seit 1996 rückläufiger Trend fort.
Insgesamt hatte die katholische Kirche 1998 aber
einen leichten Negativsaldo an Mitgliedern zu
verzeichnen: Ihre Zahl sank von 27,383 Millionen 1997
auf 27,154. Die Zahl der Wiederaufnahmen blieb nahezu
unverändert bei 7.867 (7.450 im Jahr davor).
Das Interesse an Gottesdienstbesuchen blieb den
Angaben zufolge fast unverändert gering: 1998 wurden
an einem normalen Sonntag rund 4,6 Millionen Besucher
in den Kirchen gezählt. Das entspricht einem
Prozentsatz von 17,1 Prozent aller Katholiken. Im
Jahr davor waren es noch 4,8 Millionen oder 17,6
Prozent.
"Weniger
Kirchenaustritte, mehr Taufen und
Wiedereintritte" wurde die Jahresstatistik 1997
der katholischen Kirche in Deutschland betitelt.
Die Zahl der Austritte
aus der katholischen Kirche ist 1997 gegenüber dem
Vorjahr um 7 Prozent (9.462) auf 123.813 gesunken.
Damit setzt sich ein seit Jahren rückläufiger Trend
bei den Kirchenaustritten fort. Gegenüber 1992 sank
die Zahl der Austritte um ca. 70.000. Dies entspricht
einem Rückgang um 36 Prozent.
Gleichzeitig ließen
sich 1997 mehr als 15.000 Erwachsene und Jugendliche
ab 14 Jahren in die katholische Kirche aufnehmen (ca.
7.700) oder kehrten nach einem Austritt zurück
(7.450). Die Zahl der Taufen und weiterer Aufnahmen
in die katholische Kirche stieg insgesamt um ca.
4.000 gegenüber 1996. Der Anteil der Katholiken an
der Wohnbevölkerung in Deutschland beträgt nach der
neuen Statistik etwas mehr als ein Drittel (33,4
Prozent), davon in den alten Bundesländern 40,7
Prozent und in den neuen Ländern (einschließlich
Berlin) 6,2 Prozent.
Den Gottesdienst
besuchten an einem normalen Sonntag im Kirchenjahr
4,8 Millionen Katholiken. Mit 17,6 Prozent liegt
diese Zahl etwas niedriger als im Vorjahr (18
Prozent). Rückläufig ist auch die Zahl der Priester
und der Pfarrseelsorger. 1997 waren 13.535 Priester
im aktiven pastoralen Dienst tätig, ca. 170 weniger
als im Vorjahr. Dagegen ist die Zahl der Ständigen
Diakone um 140 und der Pastoralreferenten um 117
gestiegen. Gesunken ist dagegen auch die Zahl der
Gemeindereferenten auf 4.086 gegenüber 4.421 im Jahr
1996. Die Zahl der Pfarreien und sonstigen
Seelsorgestellen veränderte sich im vergangenen Jahr
kaum.
Ehrenamtliche
MitarbeiterInnen der 1270-Seelen-Pfarrei
Für einen Studientag
unseres Pfarrgemeinderates habe ich die Zahlen einmal
zusammengestellt und über die Jahre weiter
mitverfolgt. Vieles, was für die Kirche und in jeder
Gemeinde vor Ort und ihr Engagement für die Menschen
wesentlich ist läßt sich nicht in Zahlen
ausdrücken: ein seelsorgliches Gespräch, Hilfe von
Mensch zu Mensch, ein würdig gefeierter
Gottesdienst, die erfahrene Gemeinschaft in Gruppen,
Kreisen und Verbänden. Die Zahlen können aber
verdeutlichen, wie wichtig es vielen Menschen ist,
sich in der Pfarrei und füreinander mit ihren je
persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten
einzusetzen. So darf ich auch auf eine
"handvoll" Mitchristen mit dem Status
"Nothelfer" zurückgreifen, für alle
"möglichen und unmöglichen" Aufgaben fast
zu jeder Tages- und Nachtzeit.
etwa 22 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich
in der Kirchenmusik der Pfarrgemeinde engagieren
28 Ministranten und Lektoren
23 Frauen und Männer im
Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat und deren
Ausschüsse
30 Personen in der
Sakramentenkatechese, bei der Kommunionspendung, im
Pfarrbesuchsdienst, im Büchereiwesen und bei der
Pfarrbrieferstellung
5 Jugendgruppen-Leiterinnen
16 Frauen und Männer im Küster-
und im Reinigungs- und Pflegedienst
68 Personen in Caritasgruppen,
Malteser-Hilfsdienst, Haushalts-, Kranken- und
Familienhilfe, im Seniorenkreis, bei Besuchsdiensten,
bei Sammlungen und Aktionen
(Man schätzt, daß von Mitgliedern kirchlicher
Verbände jeder 5. ehrenamtlich tätig ist. für
unsere Pfarrei liegt meiner Einschätzung nach die
Zahl höher)
Hauptamtliche
MitarbeiterInnen
1 Pfarrer
1 Pfarrsekretärin mit 8 Stunden
Küster und Organist und Kirchenrechnerin bekommen
eine Aufwandsentschädigung
1 Reinigungskraft auf
Stundenbasis
(Stand: November 2000)