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Schröck/Oberhessen: Einem alten
religiösen Brauch zufolge wird das Glockengeläut in den katholischen Kirchen in der Karwoche, am Gründonnerstag,
Karfreitag und Karsamstag durch hölzerne Instrumente
ersetzt.Mit Rasseln,
Ratschen oder Klappern ziehen Kinder und Jugendliche mehrmals täglich -
in Schröck die Ministranten - durch die Straßen der Dörfer und Städte, erinnern
dabei an das Engel-des-Herrn-Gebet und rufen die
Gläubigen zur Kirche. Dieser Brauch, der schon zu Zeiten
Karls des Großen ausgeübt wurde, ist auch in den 17
einst rein katholischen Orten des Altkreises Marburg bis
heute üblich. |
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Karl
Weitzel, der 1982 eine
Bildchronik über Stadtallendorf, 1989 ein Liederbuch und
1993 das Buch über Bildstöcke und Wegekreuze in
Oberhessen herausgab, hat diese Tradition 1997 in einem
kleinen Buch festgehalten. Wegen der kurzen
Beobachtungszeit, eben nur an den drei Kartagen im Jahr,
dauerten die Nachforschungen drei Jahre. Auf 68 Seiten
mit über 80 Fotos werden die einzelnen Lärminstrumente beschrieben und die geschichtliche
Entwicklung beleuchtet. Dabei stellte sich heraus, daß
der Rasselbrauch in nur 6 der 27 »
Diözesen
Deutschlands nicht bekannt
ist. Wie anderenorts die Rasseln bezeichnet werden und
die Verse und Sprüche in den verschiedensten Gegenden
Deutschland lauten, sind ebenso aufgeführt wie der
Besuch bei einem Rasselhersteller. Im zweiten Teil der
Publikation werden die unterschiedlichen Handhabungen des
Rasselns in den Kirchengemeinden Amöneburg, Anzefahr,
Bauerbach, Emsdorf, Erfurtshausen, Ginseldorf,
Himmelsberg, Mardorf, Momberg, Neustadt, Niederklein, Roßdorf,
Rüdigheim, »
Schröck,
Sindersfeld, Stadtallendorf-St. Katharina und Stausebach
in Text und mit drei bis fünf Fotos je Gemeinde
dargestellt. |
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Karl Weitzel, Haartstr. 31,
Stadtallendorf Tel. 06428/7649 |
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