| Das fällt auf... Bei den
Katholischen ist vieles anders. Da gibt es
Wegkreuze und Kreuzzeichen, Weihen und Segnungen, Weihwasser
und Weihrauch, Heiligenbilder und Votivtafeln, Rosenkranz und Prozessionen.... Außenstehenden
sind diese Dinge oft fremd und unverständlich.
Manche sehen darin ein wildes Gestrüpp von
Äußerlichkeiten, die den Blick auf das
Wesentliche - nämlich Christus - zu verstellen
scheinen. Aber auch
die, die von Kindheit vertraut sind mit dem
"typisch Katholischen", fragen sich
manchmal, was und woher das alles ist. Ein
Antwort soll hier versucht werden.
In allen Religionen aber
gibt es Zeichen, Riten, Gesten und Gebräuche.
Ideen und Überzeugungen lassen sich eben nicht
in den Intellekt einschließen, sondern wollen im
Alltag Gestalt finden. So gehören auch zum
katholischen Lebensgefühl sichtbare und
zeichenhafte Äußerungen des Glaubens.
Z u
m A n f a n g | w e i t e r
Wer in katholische
ländliche Gegenden kommt, findet dort an Wegen
und Kreuzungen Bildstöcke und Kreuze. Blumen
zeugen von fortdauernder Verehrung. Diese Bilder
und Kreuze sind Zeichen unserer Hoffnung, dass wir durch den Kreuzestod befreit, erlöst sind.
Im Betrieb unseres Alltags brauchen wir manchmal
derartige Denkanstöße.
Einen ähnlichen Sinn hat das Kreuzzeichen, mit
dem wir Katholiken gewöhnlich ein Gebet und den
Gottesdienst beginnen. Die Worte, die dabei
gesprochen werden: Im Namen des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes, sind das
kürzeste Bekenntnis unseres Glaubens an den
dreieinigen Gott. Das Kreuz wiederum will zum
Ausdruck bringen, dass man sich als Christ unter
das Kreuz stellt, was natürlich auch die
Bereitschaft einschließen muss, Christus
nachzufolgen. Kaum verständlich, dass das
Kreuzzeichen im Laufe der Zeit für manche zum
Zeichen konfessioneller Unterscheidung geworden
ist. Heute übernehmen auch nichtkatholische
Christen zunehmend wieder diesen Brauch.
Ein derart wichtiges Zeichen darf natürlich
nicht gedankenlos und oberflächlich vollzogen
werden, wie man das manchmal sieht. Das wirkt
dann eher komisch als ehrfürchtig. Machen Sie
dagegen einmal den Versuch, am Beginn Ihres
Gebetes ein Kreuzzeichen über sich zu zeichnen:
langsam von der Stirn zur Brust, von der linken
zur rechten Schulter, so dass es Sie ganz
"einhüllt". Sie können dann die
Erfahrung machen, wie ein solches Kreuzeichen
sammeln kann.
Z u
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Mit dem Kreuzeichen ist oft
ein anderer religiöser Brauch verbunden. das
Weihwassernehmen. So z.B. wenn Gläubige eine
Kirche betreten bzw. wieder verlassen. Das
Weihwasser erinnert an die Taufe. Durch das Kreuz Christi sind wir
erlöst - durch die Taufe bekommen wir Anteil an
der Erlösung. Damit ist die Verbindung von
Kreuzzeichen und Weihwasser gegeben. Der Gebrauch
von Weihwasser ist vor allem immer dann sinnvoll,
wenn wir uns ins Bewusstsein heben wollen, dass wir vor Gott Sünder sind, die nur durch Ihn rein
und heilig werden können. Deshalb die
Weihwasserbecken am Eingang aller katholischer
Kirchen. - Was aber ist "Weih-Wasser" ?
Weihen und Segnungen
Z u
m A n f a n g | w e i t e r
Immer wieder liest man in
der Zeitung, dass irgendwo eine Brücke oder eine
Schule "eingeweiht" wurde. Der
allgemeine Sprachgebrauch unterscheidet kaum
zwischen "weihen" und
"segnen".
Von einer "Weihe" im eigentlichen Sinn
spricht die Kirche nur bei Menschen und Dingen,
die sie dadurch ganz in den Dienst Gottes stellen
will.
So werden z.B Kirchen, Altäre, Kerzen, Kelche,
Glocken , Wasser und Friedhöfe geweiht und
dadurch für eine ausschließlich religiöse
Funktion bereitgestellt.
Davon unterscheidet die
Kirche "Segnungen". In der
Umgangssprache bedeutet Segen etwas Gutes,
Glück, Heil. So kann ein alternder Mensch
sagen:" Es ist ein Segen für mich, dass ich
noch gesund bin."
Dabei schwingt immer das Wissen mit, dass Segen
nicht verfügbar ist. Segen kommt von Gott.
In vor- und
außerchristlichen Religionen glaubten die
Menschen, durch magische Riten diesen Segen
"erzwingen" zu können. Manche modernen
Erscheinungen von Magie, Teufelskulten,
Horoskope, Talismanen und Glücksteine lassen
erkennen, wie sehr diese Vorstellungen die
christliche Aufklärung überdauert haben. Im
umgekehrten Sinn kennen wir aber auch den Begriff
des "Unsegens", der in früheren Zeiten
dem Einfluss von Dämonen zugeschrieben wurde.
Gegen ihn musste man sich ebenfalls mit Amuletten
oder dergleichen schützen.
Ganz anders im Christentum:
Dort ist kirchlicher Segen zu allererst Lobpreis
und Anerkennung der Schöpfermacht Gottes, und
erst daraus ergibt sich eine Bitte. Das wird aus
den Texten aller Segensgebste deutlich. Wenn die
Kirche segnet, weiß sie, dass die ganze Welt
Gott untersteht, dass aber auch Sünde in der
Welt ist, und dass das Böse Macht ausübt. Beim
Segensgebet unterstellt die die Kirche Menschen
oder Dinge, die dem Menschen dienen, Gottes
Schutz und erbittet seine Hilfe. So segnet die
Kirche Mütter, Kranke, Kinder, aber auch Haus
und Wohnung, Speise und Trank, Feld und Flur,
Tiere und Autos.....
Von Christus wissen wir, dass er Kindern die Hand
auflegte und sie segnete, dass er Brot und Wein
segnete.
Meist ist es der Priester,
der eine Segnung vollzieht. Aber auch jeder
Gläubige kann segnen. So segnen beispielsweise
Eltern ihre Kinder. Wenn jemand über sich das
Kreuzzeichen macht, segnet er sich selbst. Zu
jedem Segen gehört das Kreuzzeichen. Dadurch
wird deutlich, dass jede Segensbitte Hilfe und
Wirksamkeit nur von Christus erwartet. Nur in
seinem Namen geschieht der Segen. Hier liegt der
große Unterschied zu allem abergläubischen
Zauber, z.B. wie er in unserer aufgeklärten Welt
mit Maskottchen getrieben wird. Da schreibt der
Mensch einem Stück Blech unglückbannende Kraft
zu.
Segnung im christlichen Sinne aber ist Fürbitte
der Kirche, und davon erhoffen wir uns, was
Christus dem gläubigen Gebet versprochen hat:
"Und was immer Ihr erbittet in meinem Namen,
das werde ich tun...."
Sollte ein Christ Hilfe von äußeren Zeichen
selbst erwarten, etwa von einer geweihten
Medaille, oder meinen, allein der Gebrauch
gewisser Worte, Formeln und Gegenstände schütze
ihn vor Unglück, so wäre das sündhafter
Aberglaube.
Immer wieder einmal wird
behauptet, die Kirche habe im Krieg auch Waffen
gesegnet. Im sogenannten Rituale - ein Buch, das
alle kirchlichen Segensformeln für die
verschiedensten Zwecke enthält - befindet sich
kein Formular für die Segnung von Waffen und
Kriegsgerät. Wo etwa ein Priester eigenmächtig
eine Waffensegnung vorgenommen haben sollte,
hätte er dies nicht im Namen oder im Auftrag der
Kirche getan uns schon gar nicht mit dem
Rückhalt Jesu Christi.
(Quelle: Glaubensinformation)
Der Weihrauch
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... Weihrauch hat
nach einem Bericht des Deutschen Ärzteblattes
eine entzündungshemmende Wirkung und kann nach
Studien sogar bestimmte Tumorerkrankungen hemmen. Anders als ähnlich wirkende Stoffe sei das Harz
des indischen Weihrauchbaumes nur wenig giftig.
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