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Arm des Hl. Paulus (rechts) lösen sich in 18
Meter Höhe schwere Sandsteinteile, die auf den
Kircheplatz schlagen. Pfarrer und Gremien sind
sich einig: Rasche Hilfe ist nötig. Es
beginnen die Schreibarbeiten: Zuschüsse müssen
beantragt werden bei der Stadt Marburg, der
Diözese Fulda, dem Land Hessen. Erste Pläne und
Kostenzusammenstellungen erfolgen.
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Die
Finanzierung steht. Der Auftrag ist erteilt.
Im
August wird das Gerüst gestellt und genauer
Untersuchungen an den Figuren sind möglich. Die Arbeiten
beginnen.
Aufnahmen vom 6.8.98
Im
ersten Arbeitsgang festigt Fa. F.J. Winkler die Figuren
mit Kieselsäure. Die Attribute Schwert und Schlüssel
(im Bild links) werden abgebaut, entrostet und
gestrichen. Der Griff des Schwertes muß teilweise
erneuert werden. Die gute Nachricht: Alle Figuren können
vor Ort restauriert werden. Die Ausschieferungen und
Rißbildungen sind zu injizieren und teilweise aus
statischen Gründen mit Edelstahlankern zu sichern.
Bei
den Sanierungsarbeiten stellt sich heraus, daß Schäden
an den Fugenflanken durch viel zu harten Zementmörtel
enstanden waren. Schwarzfärbungen und Krustenbildungen
waren Gratiszugabe unserer stark belasteten Umwelt. Mehr
als 2 Tonnen Material werden in große Hohlräume im
Sandsteinquadermauerwerk verpreßt - damit hatte niemand
rechnen können. Anschließend werden die Fugen
wiederhergestellt und viele Risse verklebt und
geschlossen.
Die
Maßnahme war mit 80.000 DM veranschlagt worden, am Ende
kamen 115.311 DM zusammen. Und das ist erst der Anfang.
Unsere Kirche hat neben der Fassade noch mehrere Seiten-
und die Rückwand.
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