Die Ursprünge des
katholischen Feiertages "Dreikönige"
(auch: Epiphanie), der am 6. Januar begangen wird,
reichen vermutlich bis ins 3. Jahrhundert zurück.
In der orthodoxen
Christenheit wird an diesem Tag die Geburt Jesu, das
Weihnachtsfest, gefeiert.
Das Evangelium des
Erscheinungsfestes (Mt 2,1-12) verlangte schon in der
frühen Kirche nach einer spielerischen Umsetzung.
Der Begriff "Magier" war negativ besetzt.
So wurden aus den neutestamentlichen Gestalten
Könige.
Für die römische
Liturgie hat Papst Leo I. die Anbetung der drei
Magier oder "Weisen aus dem Morgenland",
die dem Jesuskind in der Geburtsnacht im Stall zu
Betlehem huldigten, zum Festinhalt bestimmt. Der
Überlieferung nach wurden sie von Herodes dorthin
geschickt, wobei ihnen der Stern von Betlehem den Weg
wies.
Ihre Dreizahl
erschloß man aus ihren in der Bibel genannten drei
Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe. Zu Königen wurden
die Weisen erst im 6. Jahrhundert, allerdings ist
auch in der Bibel (Jes 60,3; Ps 72,10) von
"Königen" die Rede. Im 9. Jahrhundert
wurden dann die Namen der Magier mit Kaspar, Melchior
und Balthasar angegeben; einer von ihnen soll ein
Mohr gewesen sein. Die Gebeine der drei Könige
wurden 1164 durch Kaiser Friedrich Barbarossa von
Mailand in den Kölner Dom überführt, wo sie bis heute
im größten erhaltenen Reliquienschrein des Mittelalters ruhen. Aus
dieser Zeit stammt auch der in
Deutschlandweitverbreitete Dreikönigskult, der in
Wallfahrten, Prozessionen und nicht zuletzt den
Umzügen der Sternsinger seinen Ausdruck gefunden hat
und Jahr für Jahr findet.
Frühere Formen sind
die "Dreikönigsprozessionen" im
Gottesdienst. Verkleidete Priester zogen zum
Lesepult. Dort wurde das Evangelium vorgetragen. Dann
trugen sie die Gaben zum Altar. Im Mittelalter
entwickelten sich "Stubenspiele":
Sternsinger (meist Schüler) zogen von Haus zu Haus,
sangen Dreikönigslieder und spielten Szenen aus dem
Evangelium nach. Als Belohnung erhielten sie Geld
oder Süßigkeiten.
In Oberhessen und in
der Pfarrei Schröck gehört das
"Sternsingen" seit vielen Jahren zum
Jahresanfang dazu. Die Aktion wird in den Dörfern
organisiert und durchgeführt. Planung und Hilfe,
sowie Motto und Beispielland kommen vom
Kindermissionswerk ( http://www.kindermissionswerk.de ) aus Aachen.