Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Gruppen u. Kreise | Der Weg ins Jahr 2000
Das Jahr 2000 - Umstellung kein Problem
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Schröck
: "Wir können Ihnen heute mitteilen, daß der Übergang ins Jahr 2000 bei unseren funksynchronisierten elektronischen Digital-Quarz-Hauptuhren problemlos erfolgt." Das Ziffernblatt der Schröcker Kirchenuhr (1998)Schreiben der Glockenfirma aus Ulm beruhigt Verwaltungsrat und Pfarrer Stefan Krönung im oberhessischen Schröck bei Marburg. Denn in ein paar Monaten wird sich zeigen, ob der Sprung ins nächste Jahr zu schaffen ist und ob die
Glocken in der Pfarrkirche auch das neue Jahr einläuten, pünktlich zu den Gottesdiensten rufen und das Mittagsläuten nicht mit dem Abendläuten vertauschen.

"Man weiß ja nie, wie die Technik mitspielt" erklärt Pfarrer Krönung aus leidvoller PC-Erfahrung und meditiert weiter: "Viele meinen ja mittlerweile, wir lebten in einem "nachchristlichen Zeitalter".
Christentum und Kirche mit ihrer bald 2000jährigen Geschichte seien endgültig überholt und vorbei. Der christliche Glauben sei heute nicht mehr zeitgemäß.

Dem hält Pfarrer Krönung entgegen: "Der Kirchturm beweist es: Wir sind technisch auf dem neuesten Stand und für die Zukunft gerüstet. Solange noch mehrere Hundert Gläubige am Wochenende unsere Pfarrkirche füllen und kein Tag ohne Gottesdienst in Schröck ist, habe ich keine Angst. Die Geschichte des Christentums ist ja erst am Anfang, denn was sind im Vergleich zu den Jahrmillionen, die 2000 Jahre Kirchengeschichte, an der wir in Schröck auch seit dem 13. Jahrhundert ein paar Zeilen mitschreiben. Aufs Ganze gesehen, wäre die Kirche höchstens ein paar Sekunden alt. Da kann noch viel kommen.

Der Garant für Christentum und Kirche ist schließlich Gott selbst. Er hält die Zeit in Händen. Im Lied von Jochen Klepper (*1903, +1942; Gottlob Nr. 157, Evangelische Gesangbuch Nr. 64) wird er der "Ewige" genannt, der allein "Anfang, Ziel und Mitte" weiß.

"Davon künden unsere Glocken im Dorf seit 50 Jahren wieder." Erinnert Pfarrer Krönung in diesen Tagen an einen "runden Geburtstag" im Kirchturm. (> Glockengeschichte)

Und sie künden davon, daß es auch in Zukunft in der 1270 Seelen-Gemeinde in Schröck möglich sein kann, das Evangelium zu verkünden, in der Feier der Hl. Messe an Tod und Auferstehung »Jesu Christi zu erinnern, und daß Frauen und Männer lebendige Kirche vor Ort bilden".

Krönung: "Wir schicken uns deshalb an mit der Weltkirche das kommende Jahr als ein "Gnadenjahr" zu feiern in der Rückbesinnng auf Jesus Christus, den Zimmermannsohn aus Nazareth. Ihn verehren wir als den Herrn, der gestern schon war, heute lebt und bezeugt wird von seinen Gläubigen. Er ist Gott und wird in Zukunft die Geschicke der Welt führen."

Das ist dann kein "Problem", wie derzeit viele Techniker aufgrund eines Programmierfehlers befürchten, auch keine Angst vor Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, sondern ein Bekenntnis zu Gott und seiner Kirche und auf ihre Zukunftsfähigkeit."

Vorbereitung seit drei Jahren

Auf dieses Ereignis hat sich die Pfarrgemeinde in den letzten drei Jahren bereits vorbereitet.

In den verschiedenen Jahresthemen, die in Gottesdienst, Predigt, Katechese, Treffen der Gruppen und Kreise, wiederholt worden waren, ging es 1997 um "Jesus Christus, das menschliche Antlitz Gottes". Bei der zurückliegenden Firmung zum Ausgang des Jahres, bei der Weihbischof Johannes Kapp Gast in der Pfarrei war und 24 jungen Leuten das Sakrament spendete, ging es um "Gottes Geist in der Welt". Monatlich trafen sich Gläubige, um von verschiedenen Referenten über den Heiligen Geist zu hören.

Das laufenden Jahr 1999 ist "Gott, dem Vater aller Menschen" gewidmet.

Für das Jahr 2000 sind verschiedene thematische Gottesdienste geplant, Tage religiöser Erneuerung und der Wunsch: "In Eintracht und Frieden, in Glaube, Hoffnung und Liebe miteinander Zeuge des Evangeliums zu sein."

So kann Pfarrer Krönung vertrauensvoll sagen: "Das Jahr 2000 wird für Schröck kein Problem, es wird uns ein Jahr der Gnade und des Heils!"

 

Hintergrund Glocken in Schröck

Die Glocken unserer Pfarrkirche (erbaut 1726) in Schröck läuten im 36 Meter hohen Turm.

Älteste Glocken lassen sich für die mittelalterliche Schröcker Kirche nachweisen, die alle im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges verloren gegangen sind.

Vor dem 1. Weltkrieg gab es 2 Bronzeglocken, die im Verlauf des Krieges 1917 abgeliefert werden mußten. Im Jahr 1926 zum 200. Kirchbaujubiläum wurden zwei Glocken in den Tönen f1 und b1 geliefert, die in einem Eichenholzglockenstuhl aufgehängt wurden.

1938 wurde eine elektrischen Läutemaschine eingebaut

Im Zweiten Weltkrieg - 1942 - mußten die neuen Glocken wieder abgegeben werden. Die alte Glocke von 1771 blieb allein zurück.

Bereits im Jahr des "Grundgesetzes" und des Neuanfangs in der Bundesrepublik - 1949 – wurden unter großen Opfern Ersatzglocken gekauft.

1953/54 konnte Pfarrer Laufer durch Spenden zweier Landwirte noch eine 4. Glocke anschaffen.

Die Turmuhr und die Läuteanlage werden seit 1991 durch eine "funksynchronisierte elektronische Digital-Quarz-Hauptuhr" der Fa. Philipp Hörz aus Ulm gesteuert. Das amtliche Zeitzeichen kommt vom Sender DCF 77 in Mainflingen.

Seit dem Kosovo-Krieg (1999) mahnt die Bonifatiusglocke in der Todesstunde des Herrn am Freitagmittag (15 Uhr) zum Frieden.

Das Geläut besteht aus vier Glocken und erklingt in den Tönen f" as', b' und des", was sowohl Dur - als auch Mollakkorde ermöglicht.

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Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11