Pfarrei Schröck v.2004 [Archiv]
St. Michael & St. Elisabeth
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Pastoralplanung & Priestermangel:
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Bei einem Treffen von Vorstand Mitarbeiterkreis und VWR sind am Dienstagabend (8.3.99) Überlegungen besprochen worden, wie Schröck und Moischt ohne eigenen Priester in Zukunft arbeiten kann. Dabei sind drei Modelle bedacht worden: Die Achse Bürgeln, Ginseldorf, Bauerbach, Schröck mit Moischt könnte als Pfarrei zusammengefasst und von einem Pfarrer betreut werden. Mittelpunkt des Seelsorgebezirks wäre räumlich Bauerbach.
Die Kombination von Schröck und Roßdorf ist unglücklich. Roßdorf gehört zur Stadt Amöneburg und Roßdorf zählt unter 1000 Katholiken.
Neue Idee war von Schröck aus mit der Pfarrei Cappel zusammenzuarbeiten und den Ebsdorfergrund mitzuversorgen.

Weitere Äußerungen:

"Schröck und Bauerbach wären wie zwei Ochsen, die das Geschirr zerstören würden..."

"Roßdorf passt besser zu Mardorf"

"Wir wollen unseren Pfarrer nicht hergeben"

"Schröck ist stark genug, eine Diasporagemeinde mitzutragen"

"Papst Pius XII sagt: "Wir gehören nicht zur Kirche - wir sind die Kirche". Und als Kirche sind wir eine Gemeinschaft, die Gebete und Gottesdienst pflegt und "heilig hält". Die Predigt und die Weitergabe des Glaubens, die Feier der Sakramente und Sakramentalien und die Vorbereitung darauf, gehören zum unverzichtbaren Leben der Pfarrgemeinde. Das Miteinander in verschiedenen Gruppen und Kreisen und die Veranstaltungen im Jahreskreis prägt das Gesicht unserer Gemeinde. Mithelfen und Mitgestalten lautet der Auftrag, der jedem getauften und gefirmten Christen zukommt. Dies ist auch nötig vor dem Hintergrund starker Veränderungen und Einschränkungen in der Pfarrseelsorge, die der Priestermangel mit sich bringen wird. In den
nächsten Jahren werden im Dekanat Marburg an die drei Priester weniger arbeiten können - was das für kleine Gemeinden wie Schröck bedeutet, lässt sich leicht erahnen. Als Pfarrer dieser Gemeinde will ich gerne das Mögliche tun und dem Wirken des Heiligen Geistes allzeit vertrauen." Stefan Krönung, Weihnachtspfarrbrief 1997

"... Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Besprechung morgen in Fulda: Ich druecke Dir, unserer Gemeinde und auch ein bißchen mir selbst ganz fest die Daumen und hoffe genau so lange das Beste, bis das Gegenteil irgendwann beschlossen wird. Schließlich waere es nicht das erste Schroecker Wunder, oder?In diesem Sinne: Toi, toi, toi für morgen." 14.3.99

Neuestens:

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"...möchte ich Ihnen noch kurz meine große Erleichterung mitteilen über die Verteilung, bzw. geplante, der Pfarreien. Ich kann nur sagen, Gott, sei Dank! Sind unsere Gebete erhört worden? Für unsere Kinder und auch für mich wäre es wirklich schlimm geworden, wenn wir Sie demnächst hätten vielleicht verabschieden müssen. Für mich kann ich sagen, endlich nach 30 Jahren kann ich als Laie getrost mit einem Pfarrer zusammen arbeiten und das mit Spaß und Freude!! Also auf mit neuem Schwung, versuchen wir das Beste daraus zu machen, für mich ist so eine geteilte Situation im Übrigen nichts Neues." 18.3.99

"hi hi ... schön, da macht sich ja mal einer richtig gedanken - weiter so !"
gruß r.p. aus stausebach via Email 10.4.99

"Spinner können wir hier in Schröck nicht gebrauchen !!!!! Weg mit Ihnen!!!...." 
(Anonymer Brief an Pfr. Krönung, Feb. 2002)

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Ein Hoffnungstext

Utreia: Weiter geht’s.

Vielleicht ist schwer für eine Landpfarrei, sich auf Veränderung einzustellen. Alles ist ja über Jahrhunderte seinen bewährtem Gang gefolgt, vom Erntedank über St. Martin nach Weihnachten, nach Ostern, nach Fronleichnam bis zur Erntezeit. Und nach dem Winter gings von vorne los! Alles und immer wieder.
Und doch blieben die Veränderungen nirgends aus. 

Der Ruf auch bei der harten Landarbeit hieß: "Weitermachen". Und "Weiter gehts" ist nun auch das Wort, das nach Morgen weist.

"Utreia" – Weiter gehts! Das ist kein zorniger Ruf, der schwer klingt nach Traurigkeit oder Verzweiflung, sondern eine hoffnungsfrohe Botschaft. Man bezeugt Sie bis auf den heutigen Tag auf dem Weg, der einem Monate lang bei Wind und Wetter als Pilger nach Santiago de Compostella führt.

Weiter geht es zudem mit der unverfrorenen Hoffnung, dass uns einer dabei begleitet, der mehr Überblick hat über unser Geschick und unsere Kirchtürme.

Natürlich ist auch für eine kleine Landpfarrei die anstehende Veränderung in der Seelsorge kein ungefährlicher Weg. Es ist wohl auch ein Weg, der uns an die Grenzen unserer individuellen Möglichkeiten führt. Es ist ein Weg, der zugleich von manchen Konflikten geprägt ist, die uns aber nicht Angst machen, sondern die sich durchzustehen lohnt. Und manche dieser Auseinandersetzungen wird auch uns verändern und weiterführen.

Mit uns Menschen ändert sich die Kirche. Mit uns Menschen ändern sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in unseren Dörfern und Stadtteilen, in unserer Gesellschaft. Wir sind nicht einfach Opfer der fremden Systeme, wir sind Gestaltende im Rahmen der Zusammenhänge, die wir erleben.

Wenn wir uns selber dabei beschneiden und unsere Kraft "zur Seite legen" und ruhen lassen, dann sind wir es, die als Subjekte auch die menschenfeindlichen Systeme stabilisieren.

Wir werden lernen, "die Zeichen der Zeit" zu lesen, wie die Witterung, der wir unterworfen scheinen. Wenn der Regen kommt, können wir uns schützen, der Trockenheit helfen wir mit Bewässerung nach und machen Stück um Stück uns unabhängiger von dem, was vermeintlich unabänderlich ist.

Nichts desto trotz werden wir uns dabei voll Vertrauen dem Herrn des Wetters anvertrauen, der allein Schlimmstes verhindern kann.

In diese Situation hinein sprechen dann die arbeitenden und sorgenden Bauern ihre Hoffnungsgebete: 

"Gott, du Schöpfer aller Dinge, du hast uns Menschen die Welt anvertraut und willst, dass wir ihre Kräfte nützen. Aus dem Reichtum deiner Liebe schenkst du uns die Früchte der Erde: den Ertrag aus Garten und Acker, Weinberg und Wald, damit wir mit frohem und dankbaren Herzen dir dienen. Erhöre unser Gebet: Halte Unwetter und Hagel, Überschwemmung und Dürre, Frost und alles, was uns schaden mag, von uns fern. Schenke uns alles, was wir zum Leben brauchen." 

Für unseren Weg der neuen Pastoralstrukturen heißt das dann übersetzt: "Gott, du Schöpfer aller Dinge, du hast uns Menschen die Welt anvertraut und willst, dass wir ihre Kräfte nützen und die Systeme, die uns umgeben gestalten. Aus dem Reichtum deiner Liebe schenkst du uns manchen Ertrag, der in Solidarität und Humanität die Kirche und die Gesellschaft weiterbringt, damit wir mit frohem und dankbaren Herzen dir dienen. Erhöre unser Gebet: Halte Unwetter und Hagel inhumane und menschverachtende Konflikte von uns fern, Sorge dafür, dass wir nicht überschwemmt werden von unnützen und ablenkenden Gedanken und Papieren, aber dass man uns auch nicht mit dürren Argumenten abspeist oder ganz vertrocknen lässt. Sorge dafür, dass eisig verhärtete Positionen auftauen und halte alles, was uns schaden mag, von uns fern. Schenke uns alles, was wir zum Leben brauchen in dieser komplexen Welt. Schenke uns die Struktur Deiner Liebe, die uns leben läßt.Utreia: Weiter gehts!"

S. Krönung nach einem Text von R. Hartmann

 

Info: Mailingliste der Pfarrei

Forum: http://forum.webmart.de/wmforum.cfm?id=581010 

Stefan Krönung 1996-2007 als Pfarrer in St. Michael und St. Elisabeth

 

 

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 Update 31.05.11

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