CREDOBOX - Meditation - Gedanke - Impuls (c) 1998-2002
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Geistliches Wort
Werktagsgottesdienst
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Werktags in den Gottesdienst - Einführungsgedanken

"Die Feier der sonntäglichen Eucharistie muss umgeben sein von einem Kranz von Gottesdiensten auch am Werktag. Am wichtigsten ist für mich, dass auch am Werktag die Eucharistie in schlichter, aber um so mehr in besinnlicher Form gefeiert wird. In wohl jeder Gemeinde gibt es Gläubige, die auch an Werktagen das geistliche Verlangen nach einer heiligen Messe haben. Wir dürfen sie nicht enttäuschen und vernachlässigen. Normalerweise wird es zwar nur eine kleine Schar von Gläubigen sein, die sich am Werktag zur Feier der Eucharistie versammelt. Aber sie steht zeichenhaft und stellvertretend für die ganze Gemeinde. Auch für diejenigen, die daran nicht teilnehmen wollen, hat es eine zeichenhafte Bedeutung, wenn auch an Werktagen die Glocken zum Gottesdienst einladen und die Kirche nicht verschlossen und leer bleibt, sondern Ort der gottesdienstlichen Feier ist. Auch dies ist eine nicht zu unterschätzende Weise der Präsenz der Kirche im Alltag der Menschen."

Bischof Walter Kasper in seinem Hirtenbrief zur Eucharistiefeier


Eröffnung der Meßfeier in der Pfarrkirche Schröck (Juli 1998)

Ein paar Gedanken zur Feier der Hl. Messe, wie ich sie in den Sommerwochen des Jahres 1998 in Schröck an den einzelnen Stellen der Feier vorgetragen habe.

Stefan Krönung, Pfr.

Was man täglich tut, ist in der Gefahr zur abgestumpften Gewohnheit zu werden. Davon ist auch der Gottesdienst und seine Hochform, die Messfeier, nicht ausgenommen. Einige Gedanken und Anstöße zu wichtigen Teilen der Messfeier, sollen uns helfen, unser Tun zu begreifen und unsere aktive Mitfeier fördern.

Einführung (Mittwoch, 29.7.98, 19 Uhr)

Unser Gottesdienst beginnt mit der Eröffnung. Wir müssen hier nicht nur äußerlich ankommen. Wir müssen hier gesammelt erscheinen – uns "eröffnen". Es ist gut, wenn viele unserer Schwestern und Brüder schon vor Beginn hier die Stille suchen. Unsere Kirche ist immer rechtzeitig geöffnet.

Es geht voraus unser "Loslassen". Dadurch werden wir bereit zu empfangen, zu erleben, zu loben und zu danken.

Gesang (Donnerstag, 30.7.98, 7.30 Uhr)

Dazu gehört der Gesang zur Eröffnung. Er gibt meiner Freude Ausdruck. Mehr Liedstrophen zu singen ermöglicht es, die Melodie aufzunehmen und hineinzufinden. Die Gedanken können den Text verfolgen, der häufig seine zusammenhängende Aussage in allen Strophen macht.
Wir beginnen mit einem Lied: Zusammenklang von Verstand, Herzen, Mund und Ohren soll es sein. Und was gibt es schöneres, als einen erbaulichen Liedvers als "Ohrwurm" den ganzen Tag mit sich zu tragen - als Gebet? ("Alles meinem Gott zu ehren...")

Allgemeine Schuldbekenntnis (Freitag, 31.7.98, 19.00 Uhr)

Das Allgemeine Schuldbekenntnis darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, obwohl es ist seiner vorformulierten Form seit vielen Jahren gesprochen wird. Natürlich ist in der heiligen Messe keine Zeit für eine eingehende Gewissenserforschung. Aber der Moment, die "Luft", um vielleicht eines kurz zurückliegenden Versagens und der eigenen Armseligkeit innewerden zu können, müsste doch zur Verfügung stehen. Auch heute Abend.

Lesungen (Donnerstag, 6.7.98, 19.00 Uhr)

Wort Gottes ist Saat Gottes. Wir kennen die Gleichnisse vom Sämann, von gutem und steinigem Boden, von Unkraut und Dornengestrüpp. Das Wort Gottes kann nur ansprechen, betroffen machen in Ruhe und Stille, wie es der Vergleich mit dem Wachstum in der Natur lehr. Es muss ruhig und klar vorgetragen werden, damit es den Hörer erreicht.

Predigt

Auch die Predigt will sicher diesem Angesprochensein, Betroffensein dienen. Eine Stille nach der ,,Saat" ist wichtig.

Manchmal ist es gut, dass ein Priester nur einzelne Sätze aus der Lesung und dem Evangelium noch einmal langsam vorliest. Kein Kommentar dazu! Gottes Wort wird in den Raum gestellt, Zeit gelassen. Im Hörer konnte sich die stille Frage erheben: Was spricht mich an? Wo bin ich betroffen? Der Same konnte auf guten Grund fallen. Und nur dann kann Gottes Wort Wurzeln schlagen und Frucht ansetzen.

Fürbitten (Freitag, 7.7.98, 19.00 Uhr)

Die Fürbitten sind eine erste Frucht (oder besser: können dies sein), wenn sie im Zusammenhang mit der vorherigen Verkündigung des Gotteswortes formuliert werden. Sollen sie gedanklich nachvollzogen und mitgetragen werden, so müssen sie kurz und prägnant und nicht zu viele sein. Lieber ,,Luft" lassen zwischen den einzelnen Bitten. Am Schluss muss Raum sein, weil vielleicht eine Bitte zu einer weiteren drängt und damit das, was dem einen oder der anderen auf dem Herzen liegt, noch in der Stille angefügt werden kann.

Gabenbreitung (Mittwoch, 2.9.98, 19.00 Uhr)


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 Update 10.04.06


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